Die Gründer verlassen
das studiVZ-Schiff

Marcel Weiss, 17. Dezember 2008 13:03 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Wie Holger Schmidt von der FAZ berichtet, verlassen die verbliebenen studiVZ-Gründer Dennis Bemmann und Michael Brehm zum Jahresende das Berliner Social Network. Der Dritte im Gründungs-Bunde, Ehsan Dariani, hatte aufgrund diverser Skandale studiVZ bereits im März 2007 verlassen müssen.

Laut Schmidt hatten die Gründer zuletzt nur noch eine beratende Funktion bei studiVZ. Der Austritt der Gründer war bereits im Übernahme-Vertrag von Holtzbrinck im Januar 2007 festgeschrieben worden.

studiVZ stehen harte Zeiten bevor. Unter der Führung des im Oktober zurückgetretenen studiVZ-CEO Marcus Riecke und der verbliebenen Gründer hatte man sich zu sehr auf den selbstverstärkenden Netzwerkeffekten, die ab einer bestimmten Größe eines Netzwerkes eintreten, ausgeruht und den Wachstums-Selbstläufer mit eigener hervorragender Arbeitsleistung verwechselt.

Für das Nichtverstehen der Netzwerkeffekte kassiert studiVZ außerdem eine nicht geringe Schlappe: Die nicht auf die Beine kommenden, in jedem Land auf sich allein gestellten VZ-Ableger estudiLN, studentIX, studiLN und studiQG werden Ende Januar 2009 eingestellt. Die User sollen zu meinVZ wechseln, das trotz deutschen Namens eine englische Version spendiert bekommt..

Eine lukrative Einnahmequelle wurde bisher nicht gefunden, studiVZ wirkt technisch immer rückständiger und wird bei den Zugriffen von anderen deutschen Social Networks wie wer-kennt-wen.de und lokalisten eingeholt.

Ob das alles unter der Führung des neuen Chefs Clemens Riedl anders wird, bleibt abzuwarten. Ein Verlust für studiVZ scheint der Abgang der Gründer von außen betrachtet nicht zu sein.

Die jüngst erneut aufgetretenen Verkaufsgerüchte wurden uns gegenüber dementiert.

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10 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Lutz

    schrieb am 17. Dezember 2008 um 14:04 Uhr (#)

    kleine Korrektur:

    Die nicht auf die Beine kommenden, in jedem Land auf sich allein gestellten VZ-Ableger estudiLN, studentIX, studiLN und studiQG werden Ende Januar 2008 eingestellt.

    Ich denke, dass es 2009 ist ;-)

  2. Marcel Weiss

    schrieb am 17. Dezember 2008 um 14:06 Uhr (#)

    Argh. Danke! Hab’s korrigiert.

  3. Martin

    schrieb am 17. Dezember 2008 um 21:25 Uhr (#)

    StudiVZ wird bei den Zugriffen von lokalisten eingeholt?
    Haha!
    Vielleicht in den feuchten Träumen der Lokalisten-Macher.
    Bzw. wie definiert der Autor “einholen”?
    Desweiteren macht es natürlich keinen Sinn wer-kennt-wen gegen StudiVZ aufzurechnen, wenn dann nur wer-kennt-wen gegen die ganze VZ “Familie”.

  4. Marcel Weiss

    schrieb am 17. Dezember 2008 um 21:48 Uhr (#)

    Martin, ich habe da lediglich die zwei größten allgemeinen Social Networks neben der VZ-Familie genannt. wer-kennt-wen.de hat in den PageImpressions studiVZ bereits überholt.
    Und nein, man kann nicht die gesamte VZ-Familie da betrachten. Holtzbrinck wollte unabhängige Netzwerke, damit müssen sie nun leben.

  5. Martin

    schrieb am 17. Dezember 2008 um 22:03 Uhr (#)

    Du hast geschrieben, dass StudiVZ von lokalisten überholt wird und das ist nun mal Quark.
    Natürlich muss man wer-kennt-wen mit der gesamten VZ Familie vergleichen. Sowohl in Köln als auch in der Sarbrücker Straße hat man sich zum Ziel gesetzt Schüler, Studenten als auch Berufstätige zu erreichen. Ob man das nun mit einem Netzwerk oder mit einer Diversifikation macht ist eine rein strategische Entscheidung. Das Management der VZ Seiten ist das selbe, der Vermarkter auch, die Werbeaktionen (wie die von I-Tunes) sind Plattformübergreifend und meinvz und studivz sind sogar miteinander vernetzt/die User wechseln hin und her.
    Ok, klar, würde man sie zusammenrechnen könnte man den VZ Leuten natürlich nicht mehr so gut Misserfolg unterstellen oder aber phantasieren das sie sich auf einem absteigenden Ast befinden und darum wird es vermutlich auch nicht gemacht.

  6. Marcel Weiss

    schrieb am 17. Dezember 2008 um 22:32 Uhr (#)

    Ah ja, Du addierst wohl einfach auch die Reichweiten von Printmagazinen, die vom selben Verlag kommen und den selben Vermarkter haben, wenn es Deinem Argument hilft.

  7. Michel

    schrieb am 17. Dezember 2008 um 23:00 Uhr (#)

    selber schuld studi vz.

  8. Martin

    schrieb am 18. Dezember 2008 um 01:35 Uhr (#)

    Oh ja guter Vergleich, Printmagazine, dann vergleichst du gerade die Campus Leben Ausgabe der Zeit (StudiVZ, richtet sich nur an Studenten seit der Diversifikation wird auch ständig gefragt “Bist du auch Student?”) mit der Bild (wer-kennt-wen richtet sich an alle) Na wenn du meinst.
    Und wann korrigierst du den Fehler mit Lokalisten?

  9. Martin

    schrieb am 18. Dezember 2008 um 01:50 Uhr (#)

    Habe mir nochmal den Spaß gemacht nachzuschauen.
    Also selbst meinvz das gerade ein paar Monate alt ist hat mehr Visits als lokalisten. 57,1 Millionen/35.1 Millionen.
    Wenn man SchuelerVZ außen vorlässt und nur meinvz+studivz nimmt wo es ja eine intentionale “Kanibalisierung” von StudiVZ gegeben hat kommt man zusammen auf 220 Millionen Visits.
    Lokalisten+wer-kennt-wen zusammen kommen auf gerade mal 163 Millionen visits.
    Wer-kennt-wen liegt auch nur bei PI vor studivz, nicht bei den visits.
    Also bitte, das StudiVZ Bashing bitte nächstes Mal etwas besser tarnen, so ist es zu leicht mit Zahlen zu widerlegen, das macht ja dann kaum Spaß.

  10. Manuel

    schrieb am 19. Dezember 2008 um 02:33 Uhr (#)

    Gibts die Funktionen von Lokalisten auch bei einer anderen Seite?
    StudiVZ hat halt mit myspace und facebook eigentlich unüberwindbare konkurenz.


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