Cloud-Hosting Wuala:
Auf Dateien über API
und Weblinks zugreifen

Marcel Weiss, 16. Dezember 2008 07:31 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Neuigkeiten aus dem Hause Wuala: Der innovative Cloud-Hosting-Dienst aus Zürich bekommt heute eine Programmierschnittstelle (API) und Weblinks zu den gehosteten Dateien.

Das heute von Wuala neu eingeführte Feature der einfachen Weblinks (Beispiel) zu auf Wuala gehosteten Dateien ist besonders für Nutzer praktisch, deren Freunde Wuala nicht nutzen. Damit hat man nun direkten Dateizugriff im Browser. Man kann also nun auf einfachste Weise seinen Freunden in Wuala gespeicherte Dateien schicken: Einfach den Weblink weiterleiten.

Spannender ist die außerdem heute lancierte Wuala-REST-API, mit der es Entwicklern nun möglich sein wird, auf mit Wuala veröffentliche Dateien zuzugreifen.

Mögliche Anwendungsbeispiele wären etwa Applikationen und Widgets für Social Networks, die auf in Wuala abgelegte Musikdateien zugreifen. Praktisch also für Musiker zum Beispiel, da Webspeicherplatz mit Wuala extrem günstig ist.

Auch könnte ich mir vorstellen, dass die API für Gruppen, welche Wuala für Filesharing in einem Darknet nutzen, ausgesprochen interessant sein könnte. Damit liesen sich je nach Art der getauschten Dateien entsprechende User-Interfaces bauen.

Beispiele gefällig?

Für den Tausch von Musikdateien ein Interface mit den Dateien automatisch zugeordnete Links zu den Künstlerseiten auf last.fm und ähnliche Sites und Auszüge aus den Biografien auf Wikipedia angezeigt werden.

Für den Tausch von Filmdateien ein Interface mit automatisch zugeordneten Links zu den entsprechenden Seiten auf der Filmdatenbank imdb und ähnlichen Sites.

Sicher gibt es noch weitaus mehr Einsatzmöglichkeiten für die API (auch welche, die weniger mit der aktuellen Gesetzgebung in Konflikt kommen könnten).

Die API hat aktuell nur lesenden Zugriff.

Über die grundlegende Funktionsweise von Wuala sagte Martin letztes Jahr:

Vereinfacht kann man festhalten, dass mittels Drag & Drop über die Wuala-Software online zu speichernde Dateien verschlüsselt und in kleinen Einzelteilen auf den Rechnern anderer Wuala-Nutzer abgelegt werden und fortan immer verfügbar sind.

Seit dem Launch von Wuala im August diesen Jahres gibt es neben dem ersten Gigabyte, das jeder Nutzer erhält, weitere Angebote:

Wer sich online mehr ausbreiten möchte, kann Festplattenplatz gegen Onlinespeicher eintauschen. Auf diesem Weg können z.B. 50 Gigabyte auf der Festplatte gegen 50 Gigabyte jederzeit erreichbaren Onlinespeicherplatzes umgewandelt werden.

Seit einigen Wochen ist es zudem möglich, zusätzlichen Speicherplatz zu kaufen. Wer also seine Festplatte lieber für sich behalten möchte, kann für 15 Euro pro Jahr 10 Gigabyte bekommen, für 100 Euro pro Jahr 100 Gigabyte oder für 640 Euro im Jahr ein stattliches Terrabyte (1000 Gigabyte).

Die Benutzerzahl wächst laut Wuala “rasant”. Über 30 Millionen Dateien werden laut eigener Aussage mittlerweile in Wuala geparkt und verteilt.

Nebenbei angemerkt: Wuala wurde vom bekannten Techblog ReadWriteWeb zu einem der zehn besten internationalen Produkte 2008 gekürt.

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