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Eingeschlagene Fenster

Marcel Weiss, 5. Dezember 2008 08:00 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Jason Kottke verweist auf einen Bericht im Economist über die Broken Windows Theorie: Wenn eingeschlagene Fenster unrepariert bleiben und damit Zeichen von Verwahrlosung aussenden, zieht das weiteren Vandalismus an.

Die Übersetzung auf das Internet?

Wenn Communities, Diskussionsthreads, Kommentarspalten unmoderiert bleiben und die ersten Trolle auftauchen, ist es von da kein weiter Weg, bis die Diskussionskultur stark an Niveau verliert.

» Does the broken windows theory hold online? (via)

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6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Dr. Azrael Tod

    schrieb am 5. Dezember 2008 um 08:09 Uhr (#)

    das würde ich teilweise bestreiten.. trolle wollen wahrgenommen werden, wenn man ihre beiträge einfach ignoriert und kein moderator immer hinterher ist alles was nach flame aussieht zu löschen könnte die motivation für diese Leute fallen.

  2. Marc Jakubowski

    schrieb am 5. Dezember 2008 um 10:55 Uhr (#)

    Ich kann dem Artikel 100%ig zustimmen.
    Ich leite selbst eine Community, welche durch mangelhafte Moderation und Durchsetzungsvermögen mit der Zeit immer mehr verwahrloste und irgendwann regelrechte Anarchie ausbrach.
    Im Nachhinein zu versuchen, die Trolle etc loszuwerden und wieder einen ordentlichen Umgangston zu etablieren ist äußerst schwierig.

    @Dr. Azrael Tod
    Klar wollen Trolle wahrgenommen werden, aber gerade in Communities kommt es Ihnen zu Gute, wenn kein Moderator sich darum kümmert, weil sie es auf die Aufmerksamkeit der anderen Benutzer abgesehen haben, was ja einige mehr sind, als die paar Moderatoren.
    So zumindest meine Erfahrung.

  3. Sahap Dönderici

    schrieb am 5. Dezember 2008 um 12:05 Uhr (#)

    Mir stellt sich die Frage…

    Wie kann es so weit kommen, dass solche Trolle, die ein Aufmerksamkeitsdefizit vorweisen nicht in den Griff zu bekommen sind ?

    Meine Erahrung hat gezeigt, Anarchie kann sich nur durchsetzen, wenn eine Community keine Betreuungs-Strukturen hat. Leider bedarf es bei grösseren Communities, wie wir sie betreuen eine Menge Manpower, die eigentlich dafür bezahlt werden müssten.

    Leider vergessen viele Unternehmen, die eine Community betreiben, dass es nicht damit getan ist, eine Community online zu haben. Es wird schon im Vorfeld in der Kalkulation schlicht weg vergessen, dass so eine Community
    nach dem sie online ist, auch betreut werden muss, was auch Kosten verursacht.

  4. Daniel Niklaus

    schrieb am 5. Dezember 2008 um 13:35 Uhr (#)
  5. Oliver Springer

    schrieb am 5. Dezember 2008 um 15:40 Uhr (#)

    Interessanter Link! Die Gründe für die Verwahrlosung, einen schlechten Umgangston etc. könnten tatsächlich ganz ähnlich erklärt werden. Der Gedanke ist interessant und überzeugend.

    Unabhängig davon, ob es sich um zwei Ausprägungen desselben Phänomens handelt, deckt sich das hinsichtlich Communitys mit meinen Erfahrungen.

    Man sollte hier keine falsch verstandene, gut gemeinte Toleranz üben, wenn User die Regeln brechen. Besser ist es, das Problem anzugehen, solange es noch ganz klein ist.

    Wenn sich bestimmtes Verhalten erst einmal etabliert hat und als normal gilt – “bin ja nicht der einzige” oder “machen doch alle” – wird es sehr schwer, eine grundlegende Veränderung durchzuführen.

    Ein Bereich, der mir spontan dazu einfällt: illegale Downloads von Musik oder Filmen. Das ist so normal, dass an Maßnahmen zur Bekämpfung oft schon kritisiert wird, dass man doch nicht so weite Kreise der Bevölkerung “kriminalisieren” könne.

  6. Marcel Weiss

    schrieb am 5. Dezember 2008 um 16:04 Uhr (#)

    @Dr. Azrael Tod: Es geht ja nicht darum, den Trollen Aufmerksamkeit zu schenken, sondern sie notfalls zu löschen, damit andere ihnen nicht auf den Leim gehen etc.

    @Marc Jakubowski: Ja, die Mitglieder wieder auf den “richtigen Pfad” zu bringen, dürfte nicht immer leicht sein.

    @Sahap Dönderici: Stimmt. Besonders große Medienunternehmen, die jetzt “was mit Communities” machen wollen, glauben oft, dass es mit dem Aufsetzen getan ist und alles danach mehr oder weniger Selbstläufer ist. Trifft natürlich nur in den wenigsten Fällen zu.

    @Oliver Springer: Puh, jetzt hier das Fass mit dem illegalen Download urheberrechtlich geschützten Materials aufzumachen, ist unfair. ;)


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