Facebook führt Pro-Accounts ein
– Für Entwickler
Facebook führt mit dem Application Verfication Program eine kostenpflichtige Möglichkeit für Entwickler ein, ihren Applikationen einen besseren Zugang zu den Facebook-Nutzern zu gewähren. Außerdem wird Facebooks Plattform für die Nutzer ein Stück weit transparenter.

Facebook erwartet, dass 10% der 48.000 aktuell verfügbaren Applikationen “Verified Apps” werden. Wie man diese künftig erkennen kann, sieht man auf dem Screenshot links.
Zusätzlich zu dieser öffentlichen Auszeichnung bekommen zertifizierte Applikationen eine bevorzugte Behandlung. So werden sie mehr Emails und Einladungen verschicken können als herkömmliche Apps und mehr Einträge in den für die Viralität so wichtigen Newsfeed pushen können.
Welche Voraussetzungen eine Applikation mitbringen muss, um für das Programm in Frage zu kommen, kann man hier einsehen.
Ein mögliches Geschäftsmodell für Facebook
Wie Michael Arrington auf Techcrunch sehe ich hier eine vielleicht sehr einträgliche Möglichkeit für Facebook, künftig Geld zu verdienen.
Entwickler müssen 375 Dollar entrichten, um in das Programm aufgenommen zu werden (175 Dollar für Studenten und Nonprofit-Anbieter). Die Zertifikate sind aber nur gültig für ein Jahr. Müssen also jährlich erneuert werden.
Das ist zunächst nicht viel. Wenn von den 48.000 Applikationen die Hälfte am Programm teilnimmt, ergibt das ein zusätzliches jährliches Einkommen von neun Millionen Dollar. Für ein Unternehmen in der Größenordnung von Facebook nicht viel.
Allerdings dürfte bald eine Dynamik auf der Facebook-Plattform einsetzen, welche es Apps ohne “verified App”-Sticker schwer machen könnte, signifikante Userzahlen aufzubauen. Der Druck dem Programm beizutreten, obwohl nicht Pflicht, könnte also bald steigen, was wiederrum zu mehr Einnahmen für Facebook führt.
Facebook muss außerdem nicht bei den Applikationen für die eigene Plattform aufhören. Ein ähnliches Programm könnte für Facebook Connect umgesetzt werden. Man könnte einen mit mehr Freiheiten ausgestatteten, kostenpflichtigen Zugang zu Facebook Connect etwa für Entwickler mobiler Anwendungen anbieten. Zyngas’ Live Poker nutzt bereits Facebook Connect für seine iPhone-Applikation. Die mobile Nutzung von Social Networks und anderen sozialen Diensten explodiert zur Zeit. Hier liegt das Geld.
Bedarf, auf den Social Graph außerhalb des Netzwerkes zuzugreifen, ist auf jeden Fall da. Und jeder kleinste Vorteil kann über Gedeih und Verderb einer Mobil-Applikation bestimmen.
Facebook ist bereits das größte Social Network der Welt und wächst weiter in atemberaubenden Tempo. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Social-Graph-Daten, da immer umfangreicher und in manchen Ländern immer näher an der Vollständigkeit, für Entwickler immer interessanter werden.
Facebook zeigt hier vielleicht die Zukunft der Monetarisierung von Social Networks auf:
was die wirkliche (profitable) Zukunft von Social Networks ist: Infrastrukturanbieter für Alles, was auf der Grundlage des Social Graphs möglich ist.
Sollte die Kalkulation von Facebook aufgehen, wäre es eine Ironie des Schicksals für das krampfhaft nach Einnahmen suchende StudiVZ und dessen Strategie, konsequent auf eine eigene Plattform oder andere technische Weiterentwicklungen zu verzichten.
(Überschrift schamlos geklaut von Silicon Alley Insider .)
























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hab irgenwo gelesen, dass man jetzt überlegt studivz an facebook zu verkaufen. interessant ist auch, dass herr zuckenberger immer prozente an facebook anbietet aber kein geld für investitionen
Also ich finde die Developer-Idee, die hinter Facebook steht sehr interessant und im Ansatz auch sehr gut!
@harald22
Studivz wird doch ständig von Interessenten umgarnt, ich würde schleunigst verkaufen, bevor der Markt einbricht bzw. die Community einen großen Teil des Kuchens abgeben muss, wenn die entsprechenden Konkurrenten am Markt sind!