Die beliebtesten deutschen Startups. Und studiVZ.

Markus Spath, 18. November 2008 20:46 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Laut einer Studie von ethority ist das studiVZ das meist diskutierte, aber auch das unbeliebteste deutsche Startup.

Die Social Media Marketing Agentur ethority hat im Auftrag von Meedia eine Studie erstellt, die den Online-Diskurs über deutsche Startups sowohl quantitativ, als auch qualitativ analyisert.

Zwischen September und Oktober wurden Blogs und Foren auf ihre Erwähnungen von 600 ausgewählten Webdiensten gescannt, insgesamt wurden mehr als 17.000 Meinungsäußerungen erfasst.

Die 10 am häufigsten erwähnten deutschen Startups sind:

  1. studiVZ (8,4%)
  2. Xing (5,1%)
  3. MyVideo (3,1%)
  4. Yigg (2,6%)
  5. sevenload (2,3%)
  6. SchuelerVZ (2%)
  7. last.fm (1,8%)
  8. DaWanda (1,6%)
  9. Spreadshirt (1,5%)
  10. Lokalisten (1,4%)

Quelle: ethority

Die Beiträge wurden in der Folge auch nach dem enthaltenen Stimmungsbild bewertet. Plazes hat dieser Buzz-Bewertung zur Folge das beste Image, gefolgt von Qype, Spreadshirt, last.fm und DaWanda.

Unangefochtenes Schlusslicht der Beliebtheitsskala ist das studiVZ:


Quelle: ethority

Die Studie lässt sicher ein paar Fragen offen. Die Klassifizierungstechnologie ist etwa eine black box – “eine automatisierte qualitative semantische Analyse”, die alles ausspucken kann. Aber das Ergebnis wirkt gefühlt nicht unplausibel.

Trösten kann sich Holtzbrinck mit dem Gedanken ‘schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten’. Über wer-kennt-wen, das sich mit über 4 Milliarden im Oktober gemessenen PIs anschickt, das studiVZ als Trafficmagnet Nr. 1 abzulösen, wird nämlich fast überhaupt nicht gesprochen.

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7 Kommentare

  1. .chris
    schrieb am 18. November 2008 um 21:47 Uhr (#)

    Ich mag mich ja irren, aber Last.fm… ?!

  2. Daniel Niklaus
    schrieb am 18. November 2008 um 21:57 Uhr (#)

    Microsoft war mal das coole Unternehmen, dass IBM vom hohen Sockel riss. Google war mal das coole Unternehmen, dass MS vom hohen Sockel riss.

    Neider muss man sich hart erarbeiten. StudiVZ scheint es geschafft zu haben ;-)

  3. Schreibt hier auf dem Blog Markus Spath
    schrieb am 18. November 2008 um 22:26 Uhr (#)

    @.chris Einige der last.fm Gründer haben deutsche bzw. österr. Wurzeln. Die Auslegung als deutsches Startup halte ich aber auch für eigenwillig.

  4. Wolfgang
    schrieb am 18. November 2008 um 22:38 Uhr (#)

    Schöner Artikel.
    Mein liebstes “Startup” (ich weiß – es ist kein Startup) ist und bleibt aber Folge .
    Frerk hat sicher keinen Businessplan – aber diese Liebe zu dem eigenem Produkt! Wenn es mehr von solchen Leuten geben würde…

  5. souli
    schrieb am 19. November 2008 um 16:18 Uhr (#)

    Wirklich erstaunlich.
    Was ich sehr interessant finde ist die Tatsache das in der Blogsphäre nichts über wer-kennt-wen berichtet wird.
    Es mag ein Phänomen in meiner Gegend sein, aber hier spricht jeder über wkw und alles läuft darüber. Das geht los bei Schülern und endet bei den Großeltern.

    Kommt das jemandem bekannt vor?

  6. René
    schrieb am 20. November 2008 um 09:27 Uhr (#)

    Also von DaWanda habe ich persönlich noch nie was gehört. Da gehen mir die Lokalisten mit ihrer ätzenden Werbung doch schon eher auf den Pinsel.

    @souli… ich kenne einige, die ebenfalls sehr stark wkw frequentieren – mehr als XING / studiVZ etc. aber im Allgemeinen liest man auch echt gar nichts über “die”.

    Spreadshirt scheint insgesamt auch den Anschluss verloren zu haben. Früher bin ich sehr häufig in Blogs und bei privaten Seiten drüber gestolpert. Meist mit Link auf den eigenen Shop, wo dann die zuvor erstellten Logos und Signets vorgestellt und zum Kauf angepriesen wurden. Mittlerweile sehe ich hier ebenfalls keine Publicity.

    Btw.: Schlechte Werbung ist gute Werbung – studiVZ zeigt es ja sehr eindrucksvoll – “keiner” mag es, dennoch die meist frequentierte Seite in DE. Ist also ein Effekt wie die B*ld-Zeitung… in Umfragen kommt raus, dass 0,00% der dt. Bevölkerung dieses Wurstblatt journalistisch qualitativ hochwertige Druckerzeugnis liest, dennoch ist es das meistverkaufte Bündel Papier.

  7. Stefan
    schrieb am 27. November 2008 um 09:03 Uhr (#)

    Irgendwie passt es nicht zusammen. StudiVZ soll das unbeliebteste StartUp sein, aber hat mit Abstand die meisten User und riesige Klickzahlen.

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