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Gold Farming in China,
jetzt auch versteuert

Der Wirtschaftszweig rund um den Handel mit virtuellen Gütern in Onlinespielen und -welten wächst unaufhaltsam. Vor zwei Tagen erst hatten wir in unserer Rubrik Samstag App Fieber den deutschen Marktplatz für virtuelle Güter avadeals vorgestellt.

Aus Ländern wie China kommt das “Gold Farming”. Spieler von Online-Games wie “World of Warcraft”, die keine Zeit zum Aufbau der eigenen Spielfigur aufwenden wollen, können sich auf Online-Marktplätzen gegen Zahlung die eigene Spielfigur aufbauen lassen oder auch etwa bereits aufgeputschte Online-Existenzen erwerben.

Die taz dazu:

Ganze mittelständische Firmen vor allem in China beschäftigen Horden junger Spieler, die nichts anderes tun, als sich an Online-Games abzuarbeiten.

Eine Studie des Institut für Entwicklungspolitik und Management der Universität von Manchester kam zu folgendem Ergebnis:

Demnach verdienten zum Untersuchungszeitpunkt rund 400.000 vor allem junge Menschen in Gold-Farming-Unternehmen ihr Auskommen. Das Durchschnittsgehalt lag bei 100 Euro im Monat.

China will nun künftig genauer darauf achten, dass der Handel auch entsprechend versteuert wird:

Das chinesische Finanzministerium in Peking kündigte Ende Oktober an, künftig verschärft auf die Besteuerung von Gewinnen aus virtuellen Währungen zu achten. [..] Besonders betroffen ist das klassische Gold Farming: Also der Erwerb virtuellen Geldes (oder Goldes) in einem Spiel und der Weiterverkauf mit Profit. Genau dieser Tätigkeit gehen die meisten der erwähnten 400.000 Online-Spiele-Arbeiter nach.

» taz.de – China besteuert “Gold Farmer”: Reale Steuern für virtuelles Geld

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text. Viel Spaß bei der Lektüre!

3 Kommentare

  1. nastorseriessix
    schrieb am 10. November 2008 um 08:35 Uhr (#)

    Das will ich mal sehen, das die da was versteuern in puncto virtuelle Güter von WoW und Co! Tolle Schlagzeile, aber mit wenig gehalt an Wahrheit oder Machbarkei würde ich mal sagen. Weder für China noch für anderer, weil wie wollen die das kontrollieren?

  2. Schreibt hier auf dem Blog Marcel Weiss
    schrieb am 10. November 2008 um 11:46 Uhr (#)

    Dass das schwierig zu kontrollieren ist, wird in dem taz-Artikel auch angesprochen.

  3. Daniel Niklaus
    schrieb am 10. November 2008 um 15:29 Uhr (#)

    Warum schwierig? Auch dort wird eine Buchhaltung geführt und eine Steuererklärung abgegeben. Ist vielleicht wegen den Kreditkartenzahlungen sogar noch einfacher, als beim Handwerker wo Notenscheine unter der Hand durchgehen.

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