Microsoft zu Startups:
Bitte benutzt unsere Software
Microsoft hat unter dem Namen BizSpark ein neues Angebot für Startups gestartet: Für drei Jahre erhalten teilnehmende Startups Microsoft-Software und Serverprodukte kostenlos.
Warum?
Wie andere auch glaube ich, dass Microsoft das natürlich hauptsächlich macht, um Startups an Microsoft-Produkte heranzuführen. Nicht selten müssen Startups auf jeden Cent schauen und verzichten deswegen auf den Einsatz teurer Softwarelizenzen von Microsoft. Da die kostenlosen Open-Source-Programme heute so reichlich sind wie nie, ist auch der Verzicht auf Microsoft so einfach wie noch nie.
Gleichzeitig will Microsoft damit sein Cloud-Computing-Angebot Azure etablieren. Microsofts Cloud-Angebote inklusive Azure werden den teilnehmenden Startups ebenfalls kostenfrei zur Verfügung stehen.
Was es für Microsoft bringen wird, und für die Startups
Es ist im Grunde ein typischer Microsoft-Schritt: Nachdem man vom Markt langsam überrollt wird, versucht man jetzt wieder aufzuholen. Microsoft war immer schon Derjenige, der nicht agiert hat und voranschritt (so wie das zum Beispiel Google macht), sondern ein Unternehmen, das reagiert.
So verlockend BizSpark für einige Startups sicher ist, ich glaube, dass das dieses Mal für Microsoft nicht reichen wird. Ein Gründer, der vorausdenkt, wird sich nicht darauf einlassen wollen, in drei Jahren auf einmal einen völlig neuen, in der Höhe nicht zu unterschätzenden Kostenposten in der Bilanz stehen zu haben.
Update: Wie Peter Hogenkamp in den Kommentaren anführt, können die über BizSpark bezogenen Programme auch nach den drei Jahren weiter ohne Lizenzkosten verwendet werden. Nur Aktualisierungen sind ab dann kostenpflichtig. [Ende des Updates]
Zumal, wie auch Om Malik ausführt, viele Open-Source-Programme oder bereits im Web kostenlos verfügbare Alternativen ihren Job mehr als ausreichend machen.
Denn oftmals ist die Open-Source-Alternative nämlich nicht nur günstiger, sondern auch von besserer Qualität.
Für viele Startups interessanter als die für drei Jahre kostenfreien Software-Lizenzen dürften die Vernetzungsmöglichkeiten sein, die sich durch das Partnernetzwerk von BizSpark ergeben könnten. Die versprochene Nähe zu Entwicklern bei Microsoft dürfte auch nicht zu unterschätzen sein.
Ob Microsoft mit BizSpark also erreichen werden, was sie vorhaben, ist äußerst ungewiss. Ein Angebot, dass man als Startup für sich zumindest evaluieren sollte, ist BizSpark aber allemal.















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Man kann die Software nach dem Ausscheiden aus dem Programm nach drei Jahren weiter verwenden, bekommt nur keine Updates mehr.
Danke, das muss ich übersehen haben. Habe es im Artikel hinzugefügt.
Ich würde die Kaufentscheidung von der Qualität des Produktes abhängig machen und nur zu letzt vom Preisschild.
Oft ist es so, dass Microsoft Produkte nicht die besten am Markt sind.
OpenSource sei von besserer Qualität? Das ist eine reine Behauptung. Ohne ein Bashing zu starten, für manche Firmen reicht auch der Funktionsumfang von OpenSource nicht aus.
Als Alternative für Startups und bestehende IT-Firmen gibt es das Action Pack von Microsoft. Für ein paar Franken/Euros beinhaltet es auch Windows, Office & Co.
(wir verwenden für unsere Software MS, Adobe und OpenSource)