Musikfernsehen:
Was ich bei MTV und Viva vermisse

Optimierung, Optimierung: Bei MTV und Viva wird mal wieder gespart. Mitarbeiter müssen gehen, Programme werden eingestellt. Zehn Gründe, warum das schade ist.


Musikfernsehen gab es sowieso nur kurze Zeit in Deutschland: Von 1995 bis 2002 sendete Viva Zwei. Markus Kavka und Charlotte Roche sind hier groß geworden, Niels Ruf machte “Kamikaze”, anarchische Handpuppen trieben in der Sendung “Zwobot” ihr Unwesen. Klingeltonwerbung, Real-Life-Soaps und ähnlicher Quatsch waren noch unbekannt. Es ging vor allem um Musik. Mit der Übernahme von Viva durch MTV im Jahre 2004 war es dann endgültig vorbei. Immer neue Sparrunden und Kürzungen, verärgerte Moderatoren – gefeuert oder gleich freiwillig gegangen. Schreckliche Shows und erschreckende Werbung taten ihr übriges. Die Zielgruppe ist längst ins Internet geflohen und guckt Musikvideos auf YouTube, MySpace und Co.

Die neuen Sparpläne bei MTV – Kavkas News eingestellt, Aus für Comedy Central, 11 Kündigungen, 60 nicht verlängerte Verträge – dienen der “Optimierung der Kostenstruktur und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Sender”, wie eine Sprecherin DWDL.de sagte. Nur Wettbewerb um was? Den Preis für nachhaltige Verschreckung von Menschen mit Hirn?

Hier jedenfalls meine Top Ten der Dinge, die ich bei MTV und Viva vermisse:

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Tja. Seit geraumer Zeit nichts mehr.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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3 Kommentare

  1. Alexander Becker
    schrieb am 28. Oktober 2008 um 12:53 Uhr (#)

    Mit MTV Music haben die Jungs gerade immerhin ein überzeugende Web-Plattform für Musik-Videos gestartet.
    http://meedia.de/nc/backg…038;cHash=89d51ce1ad

  2. Schreibt hier auf dem Blog Ole Reißmann
    schrieb am 28. Oktober 2008 um 14:12 Uhr (#)

    @ Alexander: Und die Mädels haben nicht mitgemacht? Jedenfalls bezeichnend, dass MTV wieder mal an Musik denkt, sonst müsste man ja konsequent auf das M verzichten. Das mit dem Einbetten ist in der Tat nett, aber warum greift man damit “ein Standbein” von YouTube an? Oder anders gefragt: Warum sollte man nicht länger YouTube, MySpace und Co. benutzen?

    Eine “überzeugende Web-Plattform” müsste etwas wirklich neues bieten – oder eine Funktion signifikant besser umsetzen als die Mitbewerber. Finde ich. MTvM finde ich in der Hinsicht nicht überzeugend.

  3. Hannes
    schrieb am 21. November 2009 um 17:56 Uhr (#)

    Wer sich für die Zukunft des Musikfernsehens interessiert, sollte sich einmal die Debatte die wir zu dem Thema zurzeit bei The European haben anschauen:

    Brauchen wir noch MTV?

    Der Kurzfilmcharakter, den Musikvideos in der Blütezeit der Gattung in den 90er-Jahren hatten – erinnert sei an die Clips von Madonna und Michael Jackson – ist heute selten anzutreffen. Auch Dank Internet laufen auf MTV nunmehr Reality Shows und Klingeltöne. Was wird aus dem Musikfernsehen?

    http://www.theeuropean.de/debatte/musikvideos

    Besten Gruß

    Hannes

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