Linkwertig:
iPhone-Apps als die neuen
Myspace-Seiten

Eine interessante Beobachtung im ‘Listening Post’-Blog des Wired-Magazins: eigene Apps von Musikern und Bands für das iPhone könnten bald einen ähnlichen Stellenwert für die Promotion einnehmen wie MySpace-Seiten.

Die neueste Musikerin, welche mit einer kostenlosen iPhone-App für sich Werbung machen will, ist Pink: die App soll 30-Sekunden-Previews vom kommenden Album beeinhalten, News rund um Pink, Fotos und weitere Funktionen. Weitere Applikationen anderer Bands scheinen an anderen Stellen in Arbeit zu sein.

Die iPhone-Plattform könnte ein ebenso wichtiges Marketingfeld für Musiker und deren Labels werden wie MySpace. Besser noch: Wenn man den nächsen heißen Scheiss entdeckt hat und der eigenen Clique Posse Clique davon berichten will, und ein iPhone und die passende Applikation zur Hand hat, wird man zu einem weitaus besseren kostenlosen Botschafter, als jemand, der sagt, die Band später auf Google oder MySpace zu suchen.

Die Bindung Fan-Musiker wird mit permanenter Verfügbarkeit ebenfalls verstärkt. Der clevere Künstler lässt in seine App dann gleich noch den Feed vom eigenen Blog und/oder Twitteraccount mit einbinden. 

Das ist dann alles auf einer theoretischen Ebene übrigens gar nicht so weit weg vom Freemium-Konzept.

Denkbar wären irgendwann als nächster Schritt auch kostenpflichtige Applikationen von Künstlern für ihre Hardcore-Fans.

Das Einzige, was diesen Apps Grenzen setzt, sind (neben Länder-Beschränkungen) Apples Restriktionen für die iPhone-Plattform. Applikationen, die zum Beispiel ganze Tracks abspielen, scheinen von Apple nicht erlaubt zu werden.

» iPhone Apps Could Be the New MySpace Page | Listening Post from Wired.com

(via upload)

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text. Viel Spaß bei der Lektüre!

6 Kommentare

  1. Andreas
    schrieb am 28. Oktober 2008 um 08:28 Uhr (#)

    Was ist denn mit der Last.fm iPhone App? Diese ist im AppStore zu bekommen und diese spielt auch ganze Tracks ab. Stimmt also nicht ganz, so wie du das geschrieben hast, oder?

  2. Moe
    schrieb am 28. Oktober 2008 um 09:13 Uhr (#)

    Das Einzige, was diesen Apps Grenzen setzt finde ich ist vielmehr, dass nicht jeder ein iPhone besitzt ;)

  3. Schreibt hier auf dem Blog Marcel Weiss
    schrieb am 28. Oktober 2008 um 11:04 Uhr (#)

    Andreas, stimmt. Man kann bei der last.fm-App aber keine Songs direkt anwählen. Ich bin mir, wie gesagt, nicht sicher, ob Apple hier einschränkt oder nicht. Darauf hingewiesen wurde in einem Kommentar des verlinkten Artikels. Möglich auch, dass die Funktion “Song über iPhone kaufen” itunes vorbehalten wird. Falls jemand mehr weiß, bitte melden.

    Moe, hehe, das ist richtig. Die iPhone-Verkaufszahlen sehen aber recht gut aus. :)

  4. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 28. Oktober 2008 um 11:26 Uhr (#)

    Ich glaube, der gute Moe fühlt sich mit seinem alten HTC (nicht Android) verstärkt als Außenseiter ;)

  5. Moe
    schrieb am 28. Oktober 2008 um 20:25 Uhr (#)

    @Martin Hehe, also ich garantiere, mit dem von mir persönlich verwendeten Handymodell hat dieser Kommentar nichts zu tun ;)

    @Marcel Das mag stimmen, aber bei (nicht technikaffinen) Jugendlichen dürften vermutlich doch eher andere Handymodelle im Trend liegen … Wobei ich natürlich nicht weiß, was gerade auf den Schulhöfen angesagt ist ;)

  6. Markus
    schrieb am 24. Mai 2009 um 23:14 Uhr (#)

    Wäre dieser sinnlose Vertrag zwischen Apple und einem großen Mobilfunkdienstleister nicht zustande gekommen, wäre das iPhone heute in Deutschland zu einem der meist benutzten Mobilfunkgeräte und Apple hätte sich eine noch goldenere Nase verdient. Ich konnte den Schritt noch nie verstehen!

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