Bertelsmann kooperiert mit Google und bringt Bücher online
Random House, eine Tochter der Verlagsgruppe Bertelsmann, kooperiert mit Google und macht ihre Veröffentlichungen durchsuchbar und online zugänglich. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch deutschsprachige Verlage nachziehen.
Es wird einfach Teil unserer Erwartungshaltung werden, dass wir auf Bücher auch im Web zugreifen können, so uns diese Form in einem gegebenem Anwendungsfall lieber ist, als die gedruckte Version.
Verlage wie O’Reilly zeigen übrigens, dass es durchaus auch andere Monetarisierungsmöglichkeiten als den Verkauf von Büchern in real oder in einer mit DRM-Technologien zugesperrten E-Version gibt. Ihre Safari Plattform funktioniert nach einem Abo-Modell. Ab 23 Dollar im Monat ist man mit dabei und hat potentiellen Zugriff auf Tausende Bücher, die man auch im Volltext durchsuchen kann – für Entwickler ein kleiner Himmel auf Erden.
Der noch schlafende Gorilla in diesem Bereich ist natürlich Google. Sie digitalisieren Stück für Stück Bücher, deren Copyright (in den USA) abgelaufen ist, und bereiten sie für das Web auf. Aber sie gehen auch zunehmend Partnerschaften mit Verlagen und Universitäten ein und machen auch aktuelle Publikationen durchsuchbar und zumindest in Teilen zugänglich.
Während deutsche Verlage dabei noch so gut wie nicht vertreten sind, erkennen US-Verlage zusehend den Wert, der sich auch für sie dadurch ergibt. Und je mehr Verlage ihr Angebot verfügbar machen, desto grösser wird der Druck auf alle anderen. Wer nicht durchsucht werden kann, der wird auch nicht gefunden und verschwindet letztendlich aus dem Radar.
Insofern ist es ein signifikanter Datenpunkt, dass nun auch Bertelsmann eine Kooperation mit Google eingegangen ist, wie heise online berichtet. Aktuell betrifft diese Partnerschaft nur die amerikanische Bertelsmann Tochter Random House, aber es kann, glaube ich, davon ausgegangen werden, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis das auch in den deutschen Sprachraum und die hiesige Verlagswelt durchsickert.


















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Recherchiert ihr eigentlich, bevor ihr etwas veröffentlicht? Dann wäre euch nämlich Libreka aufgefallen. Das ist die zentrale Plattform des deutschen Verlagswesens für die digitale Präsentation sowie Distribution. Gibt es übrigens schon ein bißchen länger.
Das Internet ist mehr als nur Google & Co
Danke, gute Ergänzung.
Die Durchsuchbarkeit von Büchern hat noch einen weiteren Aspekt: Selbst wenn man ein gekauftes Buch vor sich in Papierform auf dem Tisch hat, ist es doch vergleichsweise umständlich, darin etwas zu finden – selbst wenn Inhaltsverzeichnis und Stichwortverzeichnis umfangreich sind.
Die Suche ist umständlich. Da könnte die Suche im Internet einen gewissen Nutzen haben, selbst wenn man dafür das Buch aus der Hand legen muss.
@Oliver mit der Google Book Search geht das recht bequem, man kann die eigene Bibliothek – also eine Liste mit ISBNs – raufladen und dann nur in seinem eigenen Buchbestand suchen.
Auch wenn Bertelsmann schon seit ein paar Jahren wohl keine wirkliches Medienhaus mehr ist: mich als Gütersloher freut das. Schön, dass die Jungs und Mädels aus der Heimat, doch noch ein bisschen was richtig machen.