No Kahuna:
Wie ich die Projekte geregelt kriege

Markus Spath, 15. Oktober 2008 09:31 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

No Kahuna ist ein neuer Projektmanagement-Dienst im Sinne des Selbstmanagementsystems Getting Things Done. Der Fokus liegt auf dem Erledigen von Aufgaben. Zeitplanung, Meilensteine, Rollen oder Charts sucht man vergeblich.

Wenn man derzeit die Einschätzungen von klugen Köpfen zur Lage der Startups im Zeitalter der globalen Finanzkrise liest, dann reicht das gezeichnete Stimmungsbild vom pragmatischen Pessimismus (“Gürtel enger schnallen”, “der Speck muss weg”, “an Geld zu kommen wird sehr schwer”) bis zur Apokalypse (“das Ende des Web 2.0 ist gekommen”). Aber jede Krise hat auch ihre Chancen, und gerade wenn es schwieriger wird, geneigte Investoren für Business-Pläne zu begeistern, die hohe Anschaffungskosten und eine saftige burn rate versprechen, haben kleinere Teams mit schlanken und agilen Prozessen wenig zu verlieren, oft gar nur die eigene Zeit.

Aber auch kleine und eingespielte Teams brauchen ein Minimum an Koordination. No Kahuna ist ein leichtgewichtes Tool für das Verwalten von Aufgaben und Projekten, das selbst Projektmanagementmuffeln nicht unsympathisch sein könnte.

No Kahuna ist schnell erklärt:

Es gibt User, Aufgaben, Kategorien und Projekte. Man kann Projekte anlegen, in diesen Aufgaben definieren, diese Teammitgliedern und ggf. einer Kategorie zuordnen und dann beobachten, wie sie erledigt werden. That’s it. Keine Zeitplanung oder -erfassung, keine Meilensteine, keine Charts, keine Budgetplanung, keine Rollen.

Die grundsätzliche Idee dabei ist, dass es keine Aufgaben mit losen Enden geben kann, für die sich niemand verantwortlich fühlt. Wer die Prinzipien von GTD (Getting Things Done) kennt, wird die Inspiration dadurch sehen: Eingegebene Aufgaben sind immer einer konkreten Personen zugeordnet, die dem Team garantiert, dass die Aufgabe behandelt wird. Entweder er/sie erledigt sie selbst, oder delegiert sie an einen Kollegen. Oder es wird beschlossen, die Aufgabe nicht zu erledigen und die Zeit besser zu verwenden. Das System stellt aber sicher, dass nichts verloren geht.

Die andere Inspiration kommt von den Lifestreaming-Diensten. Jede Aktion jedes Teammitgliedes wird verfolgt, im Nachrichtenstrom dargestellt und wird damit also auch nachvollziehbar. Sicher eher geeignet für flachere Teams, deren Mitglieder sich gegenseitig vertrauen.

In diesem Sinne ist No Kahuna natürlich ein Paradebeispiel für das, was 37signals opinionated software nennt. Es ist als Projektmanagement-Tool sicher nicht für alle geeignet, aber für diejenigen, die sich darin wiederfinden und ihre Prozesse damit abbilden können, eben wirklich gut.

No Kahuna ist für Open Source Projekte und für alle Teams, die zu keinem Zeitpunkt Projekte mit mehr als 30 unerledigten Aufgaben definiert haben, kostenlos. Ansonsten kostet es je nach Anzahl an Projekten zwischen 10 und 100 Dollar pro Monat.

Mit Basecamp gibt es in diesem Segment zwar einen mächtigen Platzhirschen und jeder Newcomer hat es naturgegeben schwer, aber No Kahuna ist nicht nur als kostengünstiger Basecamp-Ersatz einen Blick wert.

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3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Dan

    schrieb am 16. Oktober 2008 um 22:37 Uhr (#)

    For implementing GTD you can use this web-based application:

    http://www.Gtdagenda.com

    You can use it to manage your goals, projects and tasks, set next actions and contexts, use checklists, schedules and a calendar.
    A mobile version and iCal are available too.

  2. Morpho

    schrieb am 19. Oktober 2008 um 14:24 Uhr (#)

    Viel besser: assembla.com ;)

  3. alex

    schrieb am 19. Oktober 2008 um 23:32 Uhr (#)

    Assembla ist nicht viel besser sondern vor allem ganz anders. Das kann man schlecht vergleichen.


1 Trackback

  1. Web 2.0 Sammelalbum - Web2Null - No Kahuna
    (16. Oktober 2008 19:17)

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