Handelsparkett:
Trauer in Frankfurt
Dramatische Szenen spielten sich gestern an der Frankfurter Börse ab – und die Fotografen hielten eifrig drauf. Wir zeigen Bilder voller Trauer und Verzweiflung.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.













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Huch, erste Klickstrecke auf Medienlese? Na ja, ist ja eher eine Scrollstrecke ;-)
Oh weh oh weh … bin ich froh das ich keine Aktien habe. So lange es keine totale Inflation gibt ist es unter dem Kopfkissen immer noch am sichersten. Oder wenn man genug hat in Gold anlegen, sofern man noch welches bekommt ;-)
Gruß Ben
sorry, aber ich sehe hier den zusammenhang mit und die relevanz zu medienlese.com echt nicht ganz! was soll das!? wenn, dann gehört ein solcher post ja höchstens auf fokussiert.com. und sonst erwarte ich das nur auf den klickgeilen nachrichten-seiten.
Nun reg Dich mal nicht auf, Martin. Ole darf doch mal etwas probieren, oder? Da kann man dann sehr gern als Kommentar schreiben: «Finde ich hier unpassend», das wird sicher wahrgenommen.
Musste gerade an den brillanten Beitrag «Welche Lesertypen sich bei Relaunchs outen» vom Umblätterer denken (via 6 vor 9 von Montag).
Toll, danke!
Diese Fotostrecke finde ich genial und hätte mir gewünscht, meine Kollegen im Politik- oder Wirtschaftsressort hätten das unseren Lesern geboten. Das ist Emotion pur, gut gemacht.
@ martin: Du hast recht, sie ist hier ein wenig off topic. Na und? Mir zumindest gibt sie auch Anregung und Ideen beim Blattmachen. Und sie sorgt für Unterhaltung am Morgen.
:-)
Ralf
Natürlich gehören diese Fotos auf medienlese. Da steckt Information drin. Sie zeigen einmal, dass ein Teil dieser Fotos immer gestellt ist, Hände vorm Gesicht, Kopfschütteln, jedesmal das Gleiche.
Zum zweiten fragt man sich: Warum sind diese Börsenmenschen so fassungslos über das, was da auf ihren Screens flimmert? Was sind denn das für Profis, die sich so sehr vom Lauf der Dinge überraschen lassen?
Uns Nicht-Börsianer erstaunt das viel weniger. Börsenkurse geben nicht den realen Wert von Unternehmen an, sondern den Stimmungswert auf den oft neurotischen Aktienmärkten. Zwar verkaufen Daimler und VW jetzt weniger Autos, das liegt im gegenwärtigen Umfeld doch nahe, aber deswegen sind die Unternehmen keineswegs weniger konkurrenzfähig, bez. weniger “wert”.
Dass die etwas dümmliche, stimmungslabile Börse das gleich mit massivem Kurseinbruch bestraft, zeigt an , wie masslos überbewertet das Börsengeschehen ist.
Wirtschaft findet nicht in erster Linie an Börsen statt. Wirtschaft passiert, wenn Unternehmen Produkte und Dienstleistungen entwickeln, herstellen und verkaufen. So einfach ist es im Kern. Das ganze Drumherum, also etwa die Finanzmärkte – und das ist ja nun ganz offensichtlich geworden – besteht aus sehr, sehr viel heisser Luft. Es sind keine realen Werte, sonst könnten sich gestern noch milliadenschwere Banken nicht von heut auf morgen in Luft auflösen.
Banken werden völlig überschätzt. Sie nehmen Geld an, das ihnen nicht gehört, Geld, das fremde Menschen mit ihrem Schweiss verdient haben und geben es an andere fremde Menschen weiter, die mit dem fremden Geld wiederum mit Schweiss hoffentlich etwas Sinnvolles, das heisst Wertsteigerndes machen. So entsteht Wohlstand. Diese Drehscheibenfunktion ist daher wichtig.
Aber viel mehr steckt nicht dahinter. Diese ganzen virtuellen Anlageninstrumente basieren darauf, dass die Mehrheit der Menschen dumm genug ist , reale Werte zu schaffen und zu vermehren, dank derer sich dann eine kleine Gruppe spekulative Gewinne aneignet, die ihnen im Grund nicht gehören.
Von diesem Hintergrund sind die Fotos schon fast ein Zeitdokument. 2008, hier und jetzt, geschieht Geschichte. Der Kapitalismus wird nachher anders aussehen als heute – genauso, wie die Welt nach 1989 auch völlig anders aussah als davor.
Wir erleben derzeit sozusagen den virtuellen Mauerfall 2008.