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Finanzkrise, Facebook und mehr

Marcel Weiss, 7. Oktober 2008 07:49 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Ich höre ab und an abends vor dem Schlafen Podcasts an. Augen zu und den Podcasts einfach zuhören ist manchmal ein guter Weg, vom Tag herunterzukommen und langsam abzuschalten.

Gestern abend lauschte ich nun einer weiteren Folge von “This American Life” zum Thema Finanzkrise. Spätestens nach der Hälfte, als die Gefahren des komplett unregulierten und privat gehandelten Credit Default Swap Marktes erklärt und diskutiert wurden, war ich wieder hellwach.

Die angsteinflößendste Stunde, die ich seit langem erlebt habe. Besser habe ich die Gründe für die aktuelle Situation und die damit verbundenen Interdependenzen noch nicht erklärt gesehen. Sehr, sehr empfehlenswert:

» This American Life: Another Frightening Show About the Economy (Reichliche Stunde, Englisch; via Jeff Jarvis)

Siehe auch Martins Artikel zu den möglichen Auswirkungen der Finanzkrise auf das Web und meine Linktipps zur Finanzkrise hier und hier.

Weitere Artikel zum immer größer werdenden Thema:

Die BBC hat zur besseren Veranschaulichung ein paar Grafiken zur Finanzkrise erstellt.

» BBC NEWS | Finance crisis: in graphics

Die FAZ hat eine der aktuellen größten Gefahren erkannt, die auch im Podcast angesprochen wird: Die Banker vertrauen sich nicht mehr untereinander.

Denn nicht die Bürger, die Banker sind in Panik: Sie geben ihren jeweiligen Instituten untereinander kaum noch Geld. Einige von ihnen lösen längst ihre privaten Konten bei Instituten auf, die ihnen wackelig erscheinen.

Ein lesenswerter Text.

» Finanzkrise: Die Banker haben versagt – Finanzkrise – Wirtschaft – FAZ.NET

Und nun zu etwas völlig anderem:

Uh.. gute Nachrichten.. für Facebook-Fans. Facebook hat mittlerweile 1,2 Millionen Mitglieder in Deutschland. Zuckerberg weilt aus PR-Gründen außerdem aktuell in Deutschland. Jan Tißler von T3N hat einen ausführlichen Artikel zu Zuckerbergs Abstecher nach Berlin und der jüngeren Geschichte von Facebook:

» Mark Zuckerberg, Facebook: plötzlich Milliardär | T3N Magazin & News

Carsten Drees hat sich sehr ausführlich in einer dreiteiligen Artikelserie mit Online-Masscustomizern im Nahrungsbereich, wie etwa dem allseits bekannten mymuesli, befasst:

» Von Schokolade, Kaffeebohnen und anderen schönen Dingen, Teil 1, Teil 2, Teil 3

Hier erscheinen jeden Morgen von Montag bis Freitag ausgewählte Links zu gruseligen Vorgängen.

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5 Kommentare

  1. infognom
    schrieb am 7. Oktober 2008 um 09:34 Uhr (#)

    Der thisamericanlife-Episode hat auch einen Vorgängerepisode der die engeren Hintergründe der Immo-Krise in den USA ausleuchtet:

    The Giant-Pool of Money
    http://thisamericanlife.o…sode.aspx?sched=1242

    Heute abend werde ich mir bestimmt das Update antun.

  2. Rico
    schrieb am 7. Oktober 2008 um 10:56 Uhr (#)

    Einfache und doch spannende Erklärungen (ohne Fach-Chinesisch) gibt’s auch unter http://www.financeblog.ch.

    Konkrete Beispiele:
    CDS – Ein konkretes Beispiel
    Öl-Futures – Ein Blick hinter die Kulissen

  3. Ole Begemann
    schrieb am 7. Oktober 2008 um 14:27 Uhr (#)

    Danke für den “This American Life”-Tipp. Ich hab’s angehört und bin begeistert.

  4. Kanzler Schroeder
    schrieb am 7. Oktober 2008 um 19:14 Uhr (#)

    Seid ihr froh jetzt ?

  5. Daniel Niklaus
    schrieb am 7. Oktober 2008 um 20:29 Uhr (#)

    Die Schweizer Banken mussten von 1991 bis 1996 gemäss einer Statistik der Eidgenössischen Bankenkommission im Inlandkreditgeschäft Verluste von CHF 42 Mrd. verkraften. Und sie überlebten. Die USA sind 40x grösser als die Schweiz. Übertragen sind das 1′680 Milliarden Verluste. In der Schweiz hat es eine Bank “gelupft” und paar Fusionen gegeben. That’s it.

    Vielleicht sehe ich das ja alles völlig falsch. Aber der Nikkei Index war auch einmal auf 44′000. Der Einbruch runter auf 11′000 hat die zweitgrösste demokratische Volkswirtschaft auch überlebt.

    Was wurde den jetzt vernichtet? Die aufgeblasenen Gewinne der letzten paar Jahre? Juckt das wirklich? Lassen wir doch die Banker mit Ihrer Panik allein.

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