4 Fehler in 21 Wörtern:
Kann blick.ch Deutsch?

Alle machen Fehler, darum schreiben wir eigentlich nie über Tippfehler – es ist menschlich. Blick.ch allerdings, könnte man meinen, scheint die Ausnahme zur Regel machen zu wollen und kündigt auf seiner Startseite einen Artikel über den Sänger Bryan Adams so an:

Ein zwar richtig platzierter, aber typographisch falscher Apostroph im zweiten, ein “n” zuviel im zwölften und ein überflüssiges “h” im 13. sowie ein fehlendes “s” im letzten Wort – und gesehen hat’s seit gestern abend um 21:08 Uhr offenbar niemand.

Schade, dass sich von den mannigfaltigen onlinejournalistischen Hoffnungen hier nicht mal die auf – im Print unmögliche – Korrekturen von Fehlern erfüllt.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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12 Kommentare

  1. Beobachter
    schrieb am 24. September 2008 um 12:30 Uhr (#)

    Obwohl es mich reizen würde, die aus Mittelmäßigkeit und Trägheit gespeiste (“gespiesene”) aber mit Regionalstolz verbrämte Ablehnung der eigenen Standardsprache dafür zu geißeln, handelt es sich doch wohl in erster Linie für ein Dokument nachlässigen und schludrigen Handelns wie es in den Redaktionen der Boulevardpresse um sich greift: Kein Korrekturlesen, kein Überprüfen oder Nachrecherchieren von Sachverhalten, nicht einmal das Mindestmaß an Selbstkontrolle durch Anwenden elektronischer Korrekturhilfen.

  2. Klaus Jarchow
    schrieb am 24. September 2008 um 12:32 Uhr (#)

    Sollsu imma so pingelich sein?

  3. Moritz
    schrieb am 24. September 2008 um 13:20 Uhr (#)

    Sonst haste keine Probleme?

  4. Andreas
    schrieb am 24. September 2008 um 14:15 Uhr (#)

    “Kann blick.ch deutsch?” oder “Kann blick.ch Deutsch?”, das ist hier die Frage…

  5. Schreibt hier auf dem Blog Florian Steglich
    schrieb am 24. September 2008 um 14:27 Uhr (#)

    » Andreas: Touché. Du hast natürlich recht Recht recht liegst richtig. Ist korrigiert.

  6. rittiner & gomez
    schrieb am 24. September 2008 um 16:57 Uhr (#)

    blick – liest nicht blick – was ja immerhin schon ein kleiner lichtblick ist. die sache mit gross und kleinschreibung haben wir aufgegeben.

  7. Hardy Villwock
    schrieb am 24. September 2008 um 18:59 Uhr (#)

    Moritz – der Mohr – beschreibt überdeutlich wie die Zukunft aussieht: düster und unter Mittelmaß. Somit kann er gehen.

  8. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 24. September 2008 um 21:02 Uhr (#)

    Uiiii, Ronnie. Heikler Steinwurf aus dem Glashaus…

  9. Hardy Villwock
    schrieb am 24. September 2008 um 22:21 Uhr (#)

    Guter Artikel Ronnie. Weiter so!
    Ansonsten haben alle Kommentatoren recht. Irgendwie jedenfalls.

  10. Jena-Claude
    schrieb am 25. September 2008 um 11:33 Uhr (#)

    Wer behauptet denn, dass Journalisten einer deutschsprachigen Zeitung Deutsch können müssen? Man kann die Anforderungen wirklich massiv übertreiben ….

  11. Mara
    schrieb am 25. September 2008 um 12:36 Uhr (#)

    Wievielen Lesern fallen solche Fehler eigentlich auf?
    Bzw welchen Blick-Lesern fällt sowas auf?

    Früher, lang ist es her, hat meine alte Hauszeitung ein paar Stunden nach Erscheinen immer einen Brief mit allen Rechtschreibfehlern von einer eifrigen Leserin bekommen. So richtig beliebt hat Sie sich damit nie gemacht.

  12. Frank
    schrieb am 26. September 2008 um 10:38 Uhr (#)

    Schreibfehler in Printmedien vergällen mir immer mehr den Lesegenuß, da ich dabei die Befürchtung hege, dass die Recherche vielleicht genauso schludrig gehandhabt wurde – bösartige Unterstellung, ich weis…

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