4 Fehler in 21 Wörtern:
Kann blick.ch Deutsch?
Alle machen Fehler, darum schreiben wir eigentlich nie über Tippfehler – es ist menschlich. Blick.ch allerdings, könnte man meinen, scheint die Ausnahme zur Regel machen zu wollen und kündigt auf seiner Startseite einen Artikel über den Sänger Bryan Adams so an:
Ein zwar richtig platzierter, aber typographisch falscher Apostroph im zweiten, ein “n” zuviel im zwölften und ein überflüssiges “h” im 13. sowie ein fehlendes “s” im letzten Wort – und gesehen hat’s seit gestern abend um 21:08 Uhr offenbar niemand.
Schade, dass sich von den mannigfaltigen onlinejournalistischen Hoffnungen hier nicht mal die auf – im Print unmögliche – Korrekturen von Fehlern erfüllt.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.













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Obwohl es mich reizen würde, die aus Mittelmäßigkeit und Trägheit gespeiste (“gespiesene”) aber mit Regionalstolz verbrämte Ablehnung der eigenen Standardsprache dafür zu geißeln, handelt es sich doch wohl in erster Linie für ein Dokument nachlässigen und schludrigen Handelns wie es in den Redaktionen der Boulevardpresse um sich greift: Kein Korrekturlesen, kein Überprüfen oder Nachrecherchieren von Sachverhalten, nicht einmal das Mindestmaß an Selbstkontrolle durch Anwenden elektronischer Korrekturhilfen.
Sollsu imma so pingelich sein?
Sonst haste keine Probleme?
“Kann blick.ch deutsch?” oder “Kann blick.ch Deutsch?”, das ist hier die Frage…
» Andreas: Touché. Du hast natürlich
rechtRechtrechtliegst richtig. Ist korrigiert.blick – liest nicht blick – was ja immerhin schon ein kleiner lichtblick ist. die sache mit gross und kleinschreibung haben wir aufgegeben.
Moritz – der Mohr – beschreibt überdeutlich wie die Zukunft aussieht: düster und unter Mittelmaß. Somit kann er gehen.
Uiiii, Ronnie. Heikler Steinwurf aus dem Glashaus…
Guter Artikel Ronnie. Weiter so!
Ansonsten haben alle Kommentatoren recht. Irgendwie jedenfalls.
Wer behauptet denn, dass Journalisten einer deutschsprachigen Zeitung Deutsch können müssen? Man kann die Anforderungen wirklich massiv übertreiben ….
Wievielen Lesern fallen solche Fehler eigentlich auf?
Bzw welchen Blick-Lesern fällt sowas auf?
Früher, lang ist es her, hat meine alte Hauszeitung ein paar Stunden nach Erscheinen immer einen Brief mit allen Rechtschreibfehlern von einer eifrigen Leserin bekommen. So richtig beliebt hat Sie sich damit nie gemacht.
Schreibfehler in Printmedien vergällen mir immer mehr den Lesegenuß, da ich dabei die Befürchtung hege, dass die Recherche vielleicht genauso schludrig gehandhabt wurde – bösartige Unterstellung, ich weis…