Folget der Box!
Öffentlich-rechtlich und einfallsreich geht nicht zusammen? Bei den Briten schon. Die BBC folgt für ein Jahr einem ISO-Container rund um die Welt.
Was kann man erwarten, wenn man deutsche öffentlich-rechtliche TV-Sender einschaltet? Volksmusik. Seifenopern mit Product Placement. “Gesundheitsexperten” im ARD-Frühstücksfernsehen. Falsche Deutschland-Flaggen in der Tagesschau. Im schlimmsten Falle ist man gezwungen, Johannes B. Kerner und Oli Kahn zuzuhören.Dass es auch anders geht, zeigt die BBC mit einem spannenden Projekt. Um das Thema Globalisierung und internationaler Handel zu beleuchten, folgt sie ein ganzes Jahr lang einem “nach ISO 668 genormten Großraumbehälter“, vulgo Schiffscontainer.
Der Behälter soll um die ganze Welt gehen und an den Häfen von BBC-Korrespondenten empfangen werden, die berichten, was beladen und was entladen wird. Der Reiseweg kann dank GPS auf einer Karte verfolgt werden. Die erste Ladung (Whisky) kriegte der Container in Schottland, nun macht er sich auf nach Asien.
Die Kosten konnten in Grenzen gehalten werden, da es ein echter und Einnahmen generierender Container ist, der verfolgt wird. Die Ausgaben seien nicht viel höher als das, was ohnehin für den redaktionellen Inhalt anfalle.
Und produziert wird nicht nur für einen Kanal, sondern für alle, für TV, Radio und Online. Nichts für die ARD und das ZDF. Die reisen im Namen der “Vielfalt” lieber mit zwei kompletten Teams zur Olympiade nach Peking und verursachen so doppelte Kosten.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
























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Fuchsjagd inner- und ausserhalb Britanniens
[...] Die BBC hat einen Frachtcontainer mit einem GPS-Gerät ausgestattet und verfolgt ein Jahr lang seinen Weg um die Welt. [...]