TechCrunch50:
OtherInbox entlastet Email-Eingang
OtherInbox verspricht etwas Erleichterung gegen den Email-Overload. Newsletter, Mailinglisten oder Benachrichtigungen von Webdiensten können auf einfache Weise aus dem Blickfeld genommen werden.
Eines der noch nicht ganz gelösten Probleme unserer Zeit ist die Flut an Emails, die uns jeden Morgen in unserer Inbox begrüsst. Während die meisten Spam-Filter mittlerweile recht gut darin sind, den Spam zu erkennen, zu filtern und uns vor dem schlimmsten zu bewahren, bleibt dennoch eine Fülle an Nachrichten durch die wir uns wühlen müssen, bis wir zu den für uns wichtigen Emails kommen.
Newsletter, Mailinglisten, Friendship-Requests von unzähligen Services und anderes können zwar interessant sein, sind es aber oft nur in einem bestimmten Kontext. Im allgemeinen wollen wir sie nicht sehen.

OtherInbox verspricht Abhilfe, indem es Inboxen on demand zulässt. Jedes Mitglied bekommt eine Domäne (username.otherinbox.com) und kann beliebig viele Email-Accounts simulieren, die alle ihre eigene Inbox bekommen.
Wer zum Beispiel von Twitter zu viele Nachrichten erhält, der kann Twitter die Email-Adresse twitter@username.otherinbox.com geben und alle Nachrichten werden in der twitter Inbox kompakt gesammelt und können bei Gelegenheit bearbeitet werden. Einfacher, aber effektiver Mechanismus, um das Rauschen einzuschränken. So erstellte Email-Adressen können dann auch mit einem Klick blockiert werden und man sieht sie nie wieder.
Nett dabei ist, dass man sich Tageszusammenfassungen an seine Hauptadresse schicken lassen kann und dass man die Emails via RSS abonnieren und im Feedreader lesen kann. Exportieren kann man die Emails natürlich auch.
OtherInbox ist noch in privater beta, aber es gibt (ohne Gewähr, dass sie noch funktioniert) eine geheime Signup-URL hier. Vorgestellt wurde es im Advertising And Commerce der TechCrunch50.
Fazit:
OtherInbox löst ein echtes Problem auf sehr klare Art und Weise. Auch wenn die Filterfunktionalität mit anderen Email-Systemen emuliert werden kann: einfacher als mit OtherInbox wird es nicht.
» Mehr lesen: Email (7), Techcrunch50 und DEMOfall08 (11)
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6 Kommentare zu diesem Artikel
2 Trackbacks
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(9. September 2008 13:16) - Der Link am Morgen: Startups gegen Mailflut und Faulheit » imgriff.com
(11. September 2008 11:15)
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Julian Schrader
Sicherlicher ein schöner Dienst für alle, die es unkompliziert brauchen — das Prinzip „eigene e-Mailadresse für Twitter“ ist leicht zu verstehen.
Ich habe mir in Mail.app einige Regeln angelegt, die als „Bacn“ eingestufte Mails aussortieren und in ein separates Postfach schieben — so sind Twitter- oder andere Benachrichtigungen aussortiert und stören nicht. Ich kann sie bei Gelegenheit durchgehen.
Praktisch an einem Regelset im eigenen Mailprogramm ist die Differenzierbarkeit — schickt mir jemand eine „d message“ via Twitter, so möchte ich sie in meiner Inbox haben, Benachrichtigungen über neue Follower sind jedoch weit weniger wichtig und daher als „Bacn“ auszusortieren.
Der nächste Schritt ist, meinen Mailserver so einzurichten, dass schon dort die Regeln durchlaufen und „Bacn“ aussortiert wird — denn solange mein Rechner nicht online ist, bekomme ich den starken Nachteil meiner aktuellen Methode zu spüren: Unheimlich viele Mails in der Inbox auf meinem iPhone.
Markus Spath
yep, ist sicher eher ein Dienst für alle, die sich nicht sofort ihre eigenen Filter und Regeln bauen oder ihren Posteingang ohnehin optimieren.
freddy2000
der Hinweis, dass dies nur mit Firefox nicht aber mit IE läuft, fehlt
Andreas Hobi
Nutze bei Gmail auch die Möglichkeit, Filter zu erstellen. Dies funktioniert sehr gut und ist eine grosse Entlastung.
Vorteil von Filtern gegenüber OtherInbox: Erstere lassen sich rasch ändern, während man mit OtherInbox auf die jeweiligen Webseiten gehen und die Email-Adresse abändern muss, falls die Priorität der Mails des jeweiligen Dienstes sich geändert haben.
till
Ich finde Otherinbox macht das was viele von uns schon vor 10 Jahren gemacht haben. Catch-all, und dann in Ordner sortieren. Klar, geht automatisch, sieht web2-maessig ganz super aus. Nur fehlt es auch an ein paar Ecken.
1) Angeblich sind die Emails automatisch, genau wie ich also netzwertig@user.otherinbox.com einfach verwenden kann, kann das auch jeder Spammer. Zufallswort@ und schon hab ich einen neuen Ordner.
Wie mich das vor Spam schuetzt, das versteh ich nicht. Wenn “kommt nicht in meine Inbox” der Schutz ist, dann OK. Trotzdem filtert das nicht, und nimmt mir auch keine Arbeit ab. Eventuell ist es vorsortiert.
2) Was ich mich sowieso immer frage ist, jemand startet einen neuen Dienst und erwartet, dass man so etwas wichtiges wie Email in seine Haende legt.
3) Was ist mit Firmen - firma.de, wie werden dann die Regeln organisiert. Ich schaetze z.Zt. gar nicht. Da richtet sich der Dienst eher an Einzelkaempfer und Privatleute.
4) Vorallem, hat sich jemand mal das Geschaeftsmodell angeschaut? =) Ich bezweifel irgendwie, dass es hier um Anti-Spam geht. Eher um einen direkten Kanal um den Kunden mit “besserer” Werbung zu belaestigen. :D
Im Vergleich dazu, viele Mailserver unterstuetzen aktuell schon folgendes:
Angenommen Deine Emailadresse lautet markus@netzwertig.com, dann kannst Du eventuell auch schon markus+blog@netzwertig.com verwenden. Dann eine Regel zum Sortieren und fertig. Manche Mailserver koennen das sogar schon automatisch sortieren wenn die Nachricht ankommt. Also nicht erst in Apple Mail, Thunderbird oder Outloook.
Wer Gmail hat kann obiges probieren, nutzer+test@googlemail.com/gmail.com.
Julian Schrader
@till Richtig, manche Mailserver können das schon selbst sortieren — ist allerdings nichts für den normalen Anwender.
Ich habe auf meinem Debian-Server für e-Mails Exim4 und Courier laufen und kann .forward-Regeln erstellen, um meine oben beschriebenen Regeln schon beim Empfangen der Mail anzuwenden — so brauche ich keine nachträgliche Sortierung in Mail.app mehr, die nur solange arbeitet wie mein Rechner online ist.