Google Chrome:
Google kündigt Browser an,
in Comicform

Google kündigt den Google-Browser mit einem Comic-Heft an.

google chrome
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Update: Google Chrome kann jetzt heruntergeladen werden. Siehe auch unsere Analyse zu Google Chrome.

Gerüchte von einem Google-Browser machen ja schon des Längeren die Runde, dass Google aber ein 38 seitiges Comic erstellen lässt und an die inoffizielle Google Analysezentrale Google Blogoscoped verschickt, ist aber neu und ein starker Indikator für einen bevorstehenen Launch.

Philipp Lenssen hat das Comic jedenfalls gescannt, zur allgemeinen Ansicht online gestellt und analysiert.

google chrome
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Die wichtigsten Punkte sind:

  • Der Browser wird unter einer Open-Source-Lizenz stehen und hört auf den Namen Google Chrome (die URL ist noch nicht aktiv.)
  • Google Gears, Googles Hintertürchen in die Browser, mit dem sie diese mit Funktionalitäten anreichern können, ist nativ eingebaut.
  • Für den Browser wird eine JavaScript VM namens V8 entwickelt, die performanter als aktuelle Implementierungen ist und die wesentlich weniger fehleranfällig sein soll, weil die Scripts in eigenen Prozessen verwaltet werden und Störungen nicht mehr den gesamten Browser lahmlegen können. Ein integrierter Task Manager lässt die schwarzen Schafe einfach lokalisieren und ggf. beenden.
  • Als HTML Rendering-Engine wird Apples WebKit verwendet. Warum das Rad neu erfinden?
  • Die Tabs hängen nicht von der Adresszeile herunter sondern sind wie Reiter über dem Fenster angeordnet. Neue Tabs werden mit den für den User beliebtesten Seiten prepopuliert.
  • Die Adresszeile wird zu einem Multifunktionstool und bekommt den Namen omnibox. Ich hoffe, sie vermeiden die gutgemeinte Nervigkeit von Tools wie Microsofts Helferlein.
  • Sicherheit wird gross geschrieben, Prozesse laufen in einer eigenen sandbox wobei potentiell gefährliche Aktionen immer von User getriggert werden müssen. Blacklists von dubiosen Seiten werden automatisch und in Echtzeit aktualisiert.

Für Google sind Browser komplementäre Produkte, was etwa das indirekte Sponsoring von Firefox / Mozilla mit etwa 60 Millionen Dollar pro Jahr erklärt (der Vertrag wurde vor kurzem bis 2011 verlängert.) Was gut für die User ist, ist auch gut für Google. Gleichzeitig ist etwas Wettbewerb am Browsermarkt sicher nicht schlecht. Welche Konsequenzen ein Google Browser für das Ökosystem Web hat, kann derzeit schwer eingeschätzt werden.

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10 Kommentare

  1. Yellow Bee
    schrieb am 2. September 2008 um 08:23 Uhr (#)

    Das Comic ist nun auch offiziell online

  2. ysamjo
    schrieb am 2. September 2008 um 09:37 Uhr (#)

    Warum stürzt sich denn jede News-Seite auf den Umstand, dass die Tabs nun einen halben Zentimeter weiter oben liegen?

    Sandbox und Privacy-Mode sind ja quasi vom IE abgekupfert.

    Die V8 (wegen der Umwandlung in Maschinencode) und Multithreading mit eigenem Taskmanager sind dagegen revolutionär.

  3. Sifu
    schrieb am 2. September 2008 um 10:31 Uhr (#)

    Jetzt wir der Browsermarkt aufgemischt

  4. Sebastian K
    schrieb am 2. September 2008 um 11:17 Uhr (#)

    Ich habe ein bisschen bedenken, dass sie das Surfverhalten weiter analysieren möchten.

  5. Holger
    schrieb am 2. September 2008 um 22:12 Uhr (#)

    Die Frage für mich ist: “Wer braucht einen Google-Bwowser”?
    In manchen Bereichen, wie die Suche nach Informationen oder Statistiken (analytics) ist Google bislang – und wohl auch in mittelbarer Zukunft – der Primus… aber ein Browser?

    Ich persönlich würde es vielmehr begrüßen, wenn sich Google mehr bei der Weiterentwicklung und Verbreitung von Firefox engagieren würde …

  6. neon
    schrieb am 2. September 2008 um 23:10 Uhr (#)

    mal ganz ehrlich: teste den browser….
    das ding ist nicht nur mega schnell, es hat gerade alles je dagewesene in den schatten gestellt…

    schauts euch an!

  7. Jan
    schrieb am 3. September 2008 um 18:19 Uhr (#)

    Ich finde, dass Google den zeitpunkt perfekt gewählt hat. Die Idee es mit einem Comic zu veröffentlichen ist schon ein Highlight. man kann das ganze mit dem ipod-Hype fast vergleichen, zumal der Browser recht innovativ ist und sicherlich die Konkurrenz anheizen wird.

  8. Hansi
    schrieb am 4. September 2008 um 09:30 Uhr (#)

    Google scheint es ja tatsächlich auf die persönlichen Daten abgesehen zu haben und versuchen die Daten über eine eindeutige ID zuzuorden.

    Wen es interessiert, es gibt bereits einen Trick wie man das verhindern kann: http://chrome-browser-for…ausschalten-t15.html

    Funktioniert super :) und schon surft man anonym mit Chrome

  9. Dennis
    schrieb am 5. September 2008 um 12:20 Uhr (#)

    Schöne Personalisierungsoptionen des neuen Browsers z.B. auf der Startseite. Google hat wohl wieder einmal die richtige Balance der features gefunden und einen sehr benutzerfreundlichen Browser entwickelt, der sich wohl am Markt durchsetzen wird.

  10. Horst Sandloehken
    schrieb am 7. September 2008 um 16:31 Uhr (#)

    ich biite um Erfahrungsberichte mit dem Übersetzungsgerät
    HEXAGLOT QUICKTIONARY 2
    sandloehken@cogeco.ca

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