Yahoo Buzz:
Offen für alle Publisher

Markus Spath, 20. August 2008 15:03 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Yahoo öffnet buzz für alle und gibt damit allen Publishern einen Funken Hoffnung, mit einem Artikel auf der meistbesuchten Startseite des Web zu landen.

buzz, der im Februar gestartete Digg-Klon von Yahoo, war zunächst nur für einige ausgewählte Mitglieder des Yahoo Publisher Networks zugänglich. Der Enthusiasmus der User hielt sich insofern in Grenzen – wer will schon bei einer sozialen News-Seite mitmachen, wenn man die Stories vorgeschrieben bekommt?

Aber einige Publisher haben Jubellieder auf den neuen Dienst angestimmt und noch nie gesehene Zugriffsraten dank buzz vermeldet. Salon zum Beispiel verkündete stolz eine Million Besucher an einem Tag und auch TechCrunch erlebte dank buzz den trafficstärksten Tag aller Zeiten.

Der dadurch entstandene Eindruck, dass buzz selbst überaus erfolgreich, gar ein Digg-Killer sei, ist aber trügerisch. Der eine oder andere Artikel bekam zwar indirekt Tonnen von Traffic via buzz vermittelt, aber die eigentliche Ursache war das handverlesene Platzieren dieser Artikel auf die Startseite von Yahoo. Im Vergleich zu etwa Digg stellt sich buzz doch eher bescheiden dar, oft reicht schon eine einstellige Zahl an Votes aus, um unter den populärsten Artikeln eines Tages gelistet zu werden.

Wie auch immer, der Appetit so manchen Webseiten-Betreibers wurde geweckt und Anfang dieser Woche hat Yahoo buzz für alle Publisher geöffnet. Den buzz up! Button wird man auf US-Seiten fortan wohl häufiger sehen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, auf die Startseite von Yahoo zu kommen vor allem für kleinere Angebote wohl gegen Null geht, die Hoffnung stirbt zuletzt. Yahoo hat es eigentlich selbst in der Hand, den Buzz um buzz am köcheln zu halten, kleine Erfolgsgeschichten sprechen sich unter Bloggern schnell herum.

Gleichzeitig könnte das für buzz ein zweischneidiges Schwert sein. Würden die meisten Angebote doch schnell zusammenbrechen, falls sie von der Startseite von Yahoo verlinkt werden. Internetmarketing News fragt sich deswegen, ob vielleicht auch in Zukunft weiterhin nur handverlesene Sites für die Startseite ausgewählt werden. Auf tote Links zu verweisen liegt natürlich weder im Sinne der verwiesenen Sites, noch in dem von Yahoo.

buzz
buzz

Zur eigentlichen Seite gibt’s nicht viel zu sagen, wer digg oder yigg kennt, wird nicht wirklich überrascht. Aber die Seite ist nicht schlecht gemacht und die Mischung der Nachrichten wirkt recht ausgewogen.

Ein Vorteil könnte sein, dass buzz keine bestehende Community hat, mit der sie sich herumschlagen müssen. So paradox das klingt: wer nicht auf die User achten muss, die mit Argusaugen jede Änderung im Algorithmus kritisieren, wenn diese nicht zu ihren Gunsten ausfallen, der hat auch mehr Spielraum, mit Bewertungsmechanismen zu experimentieren, die nicht ausschliesslich auf Popularität basieren. Yahoo hält sich hier das Hintertürchen weit offen indem sie sagen, verschiedenste Aspekte zu berücksichtigen, etwa auch aktuelle Trends aus der Suche.

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Wanda

    schrieb am 20. August 2008 um 16:54 Uhr (#)

    Mal sehen ob sich das Ding in Deutschland durchsetzen kann.

  2. DayFlame

    schrieb am 22. August 2008 um 13:18 Uhr (#)

    Naja bei denen bekommt man nicht einmal ein echtes Link gesetzt. Wieso sollte ich also für sie Schreiben, wenn ich z.B. bei OA (http://www.online-artikel.de) bis zur 2 Links bekomme - Ausserdem werden die Meldungen auch bei Google News veröffentlicht.


1 Trackback

  1. Stöckchen werfen über den Teich | Datenwachschutz Blog
    (20. August 2008 19:38)

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