Linkwertig:
Job über Social Media gefunden
Hutch Carpenter erzählt ausführlich, wie er eher unbeabsichtigt mittels eigenem Blog zu seiner neuen Arbeitsstelle als Senior Product Manager für Connectbeam gekommen ist.
Wie lief’s ab: Carpenter schreibt auf seinem Blog regelmäßig über Enterprise 2.0 – ein Thema, das wir hier zufällig ebenfalls gestern und vorgestern behandelt haben -. Connectbeam-CEO Puneet Gupta hat einen Google Alert mit dem Keyword “enterprise 2.0″ abonniert, stößt dadurch auf einen Eintrag auf Carpenters Blog, stöbert ein bisschen im Blog und abonniert es. Irgendwann treten beide in Kontakt, tauschen sich aus und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte.
Solche Geschichten gibt es in den USA logischerweise recht häufig.
Moral der Geschicht’:
Vergesst Xing, Linkedin und co.: Blogs sind das bessere Businessnetzwerk.
» I’ve Joined Connectbeam, and Social Media Got Me the Job « I’m Not Actually a Geek (gefunden auf friendfeed )
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Moral der Geschicht’ #2: Blogs sind nur besser, wenn man auch gut bloggen kann, sonst ist das wahrscheinlich eher kontraproduktiv ;o)
Ich überlege mir wirklich mich von meinem Xing Account zu trennen. Das Premium hab ich schon mal gekündet!
@Daniel Thomaser: Klar, das ist die logische Voraussetzung. :)
Wer aber gut auf seinem Gebiet ist, kann mit einem Blog in der Regel karrieretechnisch mehr erreichen als auf Xing und co.
@Leu: Mit dem Basisaccount auf Xing kann man ja auch schon fast nix mehr anstellen, oder?
Ein Blog kann qualitativ perfekt geschrieben und gemacht sein, aber warum sollte es jemand im Web2.0-Dschungel finden? Zumeist ist es nur der blinde Zufall!
XING bietet wenigstens die Möglichkeit, sic hin relativ kurzer Zeit einen Überblick über mögliche Kontakte zu machen.
Wichtig ist aber in jedem Fall ein virtuelles Zuhause, ob Blog oder WebSite. Meine Berliner Grafikerin und meine Tübinger Lektorin fand ich durch Zufall auf myspace. Meinen Cartoonisten ebenfalls durch Zufall über einen Kommentar von einer Blog-Bekanntschaft. In studivz eine Schauspielerin, die für mich die Moderation bei Lesungen macht. Über XING finde ich Käufer meiner Bücher (die sich weder über mein Blog, noch über meine WebSite, noch über amazon.de, noch über die anderen Communities in dieser Zahl finden).
Conclusio: irgendwie ist es eine Mischung aus vielen Hochzeiten, auf die man tanzen muss. Da ist Ausdauer und Puste gefragt.
@Richard: Hast Du netzwertig.com durch blinden Zufall gefunden? Haben sich künftiger Arbeitgeber und -nehmer im verlinkten Artikel durch blinden Zufall gefunden? Wie definierst Du blinder Zufall?
Blogs sind der beste Weg, zu zeigen, worin man sich auskennt. Auf Xing kann jeder in seinem Lebenslauf schreiben, er sei Experte in xy. Auf einem Blog, das regelmäßig gefüllt wird, sieht jeder, wie es um die Expertise tatsächlich bestellt ist. Und wenn man gut ist, ist das Gefundenwerden heute schon leichter als noch vor 5 Jahren und in 5 Jahren nochmal sehr viel einfacher.
“Blinder Zufall” heißt es für mich dann, wenn man nicht mehr sagen kann, wie man zu der Adresse gekommen ist.
Yep. Netzwertig.com hab ich durch blinden Zufall gefunden. Jedenfalls wüsste ich nicht mehr, woher der Anstoß kam. Irgendwo war ein Link, den hab ich geklickt. Und am Ende war ich bei euch. Und ich komme deshalb immer wieder, weil ich euch im FeedReader eingetragen habe, obwohl ich das äußerst selten tue (das soll man jetzt als Kompliment verstehen).
Die Gefahr ist, dass man das Bloggen überbewertet, aber du hast Recht: es ist ein guter Gradmesser.
Der Sager mit dem “wenn du gut bist, dann wirst du leichter gefunden” hört sich ein bisserl nach einer “the American Dream”-Plattitüde an. Balzac hatte es schon zu seiner Zeit gewusst, dass sich das Genie in der Masse verliert. Und das gilt heute mehr denn je. Trillionen von WebSites können nicht lügen ;-)
Mein Argument: Wenn Du blogst und in Deinem Feld gut bist und Dein Blog lang genug betreibst, wird Dein Blog verlinkt und per Mundpropaganda verbreitet usw. Heißt, je besser (und zeilstrebiger) man dabei ist, desto mehr steigen die Chancen gefunden zu werden bzw. sich im eigenen Gebiet einen Namen zu machen.
Im Vergleich: “Sehr gute Kenntnisse in Raketentechnik und Gehirnchirurgie” und ähnliches können in den Feldern auf XIng und co. von Jedem eingetragen werden. Egal wie gut man darin tatsächlich ist, die eigenen Kenntnisse helfen dort nicht dabei, die Chancen direkt zu verbessern, weil sie erstmal nicht ersichtlich sind.
Natürlich sollte man Blogs nicht überbewerten, besonders nicht hier im dt-sprachigen Raum, der immer noch im Entwicklungstadium ist. Aber man kann sie, besonders was diesen Aspekt angeht, leicht unterschätzen.
Vielleicht sollte ich darüber mal einen Artikel schreiben. :)
Für Blogger bringt ein Blog zu ihrem Fachgebiet am Ende vermutlich mehr als die Nutzung eines Social Networks.
Doch wie viele Menschen können und wollen regelmäßig mit hohem Qualitätsanspruch bloggen?
Noch dazu dürfte nicht überall gewährleistet sein, dass derjenige, der in einer Firma Jobs vergibt, Fachblogs liest, ja überhaupt Fachmann ist.
Im Vergleich zum Bloggen ist das Pflegen seines Profils in ausgewählten Social Networks schnell erledigt.
Wer die Zeit zum Bloggen hat, schafft es auch noch sein Profil in XING und sagen wie Facebook auf aktuellem Stand zu halten.
Wieso sollte man auf diese Möglichkeiten verzichten? Ich bin auch davon überzeugt, dass etwa ein XING-Button im Blog die Chancen noch einmal verbessern.
Stimmt, das eine schließt das andere ja nicht aus.