Location Based Services:
Der Yahoo Fire Eagle ist gelandet

Fire Eagle Logo
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Mit Fire Eagle startet Yahoo einen Dienst, der die zentrale Anlaufstelle für ortsbezogene Benutzerinformationen für Anwendungen aller Art werden könnte.

Yahoo hat gestern den offiziellen Start von Fire Eagle bekannt gegeben. Das Grundprinzip von Fire Eagle ist,  den aktuellen Aufenthaltsort eines Benutzers zu kennen und anderen Anwendungen zur Verfügung zu stellen. Je nach Anwendung können diese entweder nur lesend oder lesend und schreibend darauf zugreifen und entsprechend reagieren.

Nachdem man sein Account aktiviert hat, kann man sich in der Anwendungsgallerie umsehen und diverse Dienste nach eigenem Gutdünken hinzufügen. Unterstützt werden dabei natürlich vor allem Services, die sich primär um Geoinformationen drehen. Etwa: brightkite, Dopplr oder Plazes. Aber auch ganz normale Dienste wie Pownce können Fire Eagle integrieren.

Alle zugelassenen Anwendungen werden in der Folge über Änderungen des Aufenthaltorts eines Benutzers informiert und können darauf reagieren und ihr Angebot anpassen. Pownce etwa macht nicht mehr, als den aktuellen Aufenthaltsort im Profil zu aktualisieren. Andere informieren über die interessantesten Orte oder Freunde in der unmittelbaren Umgebung. Was eine Anwendung mit den Informationen macht, bleibt ihr selbst überlassen.

Fire Eagle in Plazes aktivieren
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Pownce in Fire Eagle zulassen

Für Entwickler interessant ist die API und das Developer Center. Fire Eagle ist grundsätzlich offen für jede Form von Drittanwendungen (Web-basiert, Desktop, Anwendungen für Smartphones) und verwendet als Authentifizierungsmechanismus löblicherweise OAuth und nicht ein proprietäres Protokoll von Yahoo. Als User muss man also weder Fire Eagle die Passwörter für die jeweiligen Services geben, noch den Services das Passwort für Fire Eagle.

Bei einem solchen Dienst drängt sich natürlich die Frage der Privatsphäre auf. Will man wirklich, dass Yahoo und alle angedockten Anwendungen immer alle Aufenthaltsorte kennen? Wie leicht will man dem Web und also gegebenenfalls datengierigen oder bösartigen Individuen oder Institutionen die vollständige Rasterfahndung machen? Entscheiden muss das jeder für sich selbst, aber ein Nutzen ist natürlich gegeben, wenn man das tut. Auch Yahoo ist sich der Problematik Big Brother bewusst und hat recht sensible Grundeinstellungen: Einmal im Monat muss man bestätigen, dass man seinen Aufenthaltsort weiterhin an alle Dienste weitergeben möchte und einzelnen Diensten kann man jederzeit die Erlaubnis entziehen.

Fazit:

Mit Fire Eagle könnte Yahoo ein grosser Wurf gelungen sein. Viele Anwendungen sind hungrig nach Orten und täglich werden es mehr. Fire Eagle könnte dabei die zentrale Plattform zum Austausch von ortsbezogenen Informationen werden, weil

  • es offen genug ist, um von beliebigen Anwendungen unterstützt zu werden
  • es wenig genug tut, um nicht in einer Konkurrenzbeziehung zu anderen Diensten zu stehen
  • es für die Benutzer transparent und granular genug ist, um so viel oder so wenig Informationen preiszugeben, wie man will

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2 Kommentare

  1. Bernd
    schrieb am 13. August 2008 um 17:24 Uhr (#)

    Hm naja nur leider brauch man dazu einen Yahoo-Account…

  2. Frank
    schrieb am 11. September 2008 um 14:43 Uhr (#)

    Echt eine super Sache! hab mir mal die ersten Apps angeschaut und bin echt begeistert.
    Nur schade, dass das iPhone kein Multitasking hat. So muss ich praktisch immer die Anwendung offen haben, damit das funktioniert.
    Sobald ich das Handy in der Hosentasche habe oder auch nur in eine andere Anwendung wechsle, dürfte die Positionsanzeige für andere nicht mehr sichtbar sein, oder?

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