Facebook wollte StudiVZ kaufen

Wie die International Herald Tribune berichtet, hat Facebook vergeblich versucht, StudiVZ zu kaufen.

Es wurde bereits spekuliert und kursierte als Gerücht auf einigen US-Blogs: Bevor Facebook die Klage gegen studiVZ anstrengte, hatte Facebook versucht, den deutschen Klon zu kaufen. Das wurde jetzt in der International Herald Tribune unter Berufung auf mehrere Quellen bestätigt.

Holtzbrinck wollte, so berichtet die IHT, für studiVZ ein Mehrfaches der von ihnen selbst vermutlich bezahlten 85 Millionen Euro. Die Verhandlungen, bei denen es auch um das Kopieren des Facebook-Designs gegangen sein soll, sollen sich über mehrere Monate hingezogen haben.

Eine der Quellen der IHT vermutet außerdem, dass die Klage nun dazu dient, Holtzbrinck zu einem Verkauf zu einem niedrigeren Preis zu bewegen. Etwas, das wir nach Bekanntwerden der Klage ebenfalls sofort vermutet haben.

Ob Holtzbrincks Weigerung zu verkaufen beziehungsweise einen relativ hohen Betrag für studiVZ zu verlangen, klug war, werden die nächsten Monate zeigen.

Mehr Artikel zum Thema:

» Gut Ding will Weile haben: Facebook verklagt StudiVZ

» Warum es studiVZ in einem Jahr nicht mehr geben könnte

» StudiVZ-Chef Riecke: «Wir sind Teilnehmer, nicht Treiber der Innovation»

(via Techmeme)

Mehr lesen

Cash-Cow mit Zukunft: Warum Facebook eine  Suchmaschine starten sollte

24.5.2012, 17 KommentareCash-Cow mit Zukunft:
Warum Facebook eine Suchmaschine starten sollte

Facebook wird alles dafür tun müssen, um neue Erlösquellen zu erschließen. Der Start einer eigenen Suchmaschine erscheint deshalb sehr wahrscheinlich.

Facebooks Börsengang: Die Zeit danach

23.5.2012, 8 KommentareFacebooks Börsengang:
Die Zeit danach

Facebooks galaktische Bewertung lässt viele Beobachter zweifeln. Um sie zu rechtfertigen, muss das soziale Netzwerk in nächster Zeit an vielen Fronten arbeiten.

Der populärste hinkende Vergleich im Internet: Warum Facebook nicht MySpace ist

22.5.2012, 13 KommentareDer populärste hinkende Vergleich im Internet:
Warum Facebook nicht MySpace ist

Kaum eine Behauptung ist häufiger im Netz zu hören als die, Facebook stünde das gleiche Schicksal bevor wie MySpace. Der Vergleich ignoriert, dass es sich um völlig verschiedene Produkte handelt.

Linkwertig: StudiVZ, Yahoo, Köpfe, Zynga,

7.5.2012, 0 KommentareLinkwertig:
StudiVZ, Yahoo, Köpfe, Zynga,

Die WirtschaftsWoche hat eine Liste mit den 100 wichtigesten Internetköpfen Deutschlands erstellt und andere Links.

Holtzbrinck: \

29.3.2012, 5 KommentareHoltzbrinck:
"VZ steht nicht zum Verkauf"

Obwohl es für die VZ-Netzwerke seit Jahren bergab geht, will Eigentümerin Holtzbrinck das Unternehmen nicht verkaufen.

Kursänderung: VZ-Netzwerke wollen  sich neu ausrichten

11.1.2012, 6 KommentareKursänderung:
VZ-Netzwerke wollen sich neu ausrichten

Erst im Oktober wurden die VZ-Netzwerke von grundauf überarbeitet. Jetzt kündigt das Unternehmen unter Führung der neuen Chefin Stefanie Waehlert bereits eine Neuausrichtung an. So sollen neue Zielgruppen angesprochen werden.

10 Kommentare

  1. Jan
    schrieb am 8. August 2008 um 13:21 Uhr (#)

    Ich beweihräuchert Euch auch in jedem 2. Blogpost. Ja wir wissen es langsam: Ihr, die Schreiberlinge seid die Besten *lach*

  2. Oliver
    schrieb am 8. August 2008 um 14:05 Uhr (#)

    Ein bißchen, aber es ist ok. Ich hätte die Referenzierung auf sich selbst einen Tick anders verfasst, aber trotzdem: gut mitgedacht.

    Aus dieser Hinsicht heraus war der sofortoge Zug von StudiVZ, das Thema mit einem deutschen Gericht abzusichern sehr sinnvoll. Boden halten, egal was. Jetzt müsste StudiVZ nur noch Druck aufbauen können. Nur wie? Facebook drückt “von oben”, Wer kennt wen & JoinR drücken von unten.

    Ich würde eine API herausbringen und mich in Deutschland stärker verwurzeln. Je mehr Dienste sich anschließen (und sie wollen es, definitiv), je mehr bei StudiVZ mitverdienen, desto tiefer kann StudiVZ sich eingraben und desto schwerer wird es für Facebook, überhaupt Boden zu fassen.

    Wenn Sie dabei auch noch eine gewisse Ähnlichkeit zu Facebook API beibehalten könnten, dann wird der Preis nur noch besser für StudiVZ:

    1. Facebook kommt selbst unter Druck
    2. StudiVZ erhält eine bessere Position
    3. Facebook hat es bei der Integration vielleicht ein wenig leichter (Integration kostet oft gleichviel oder mehr nach Akquise)

    Es wird spannend :)

  3. Schreibt hier auf dem Blog Marcel Weiss
    schrieb am 8. August 2008 um 15:11 Uhr (#)

    Jan: So war das nicht gemeint. Ich habe lediglich darauf hinweisen wollen, dass wir diese Vermutung auch schon hatten. Wie hättest Du es denn formuliert?

    Oliver:
    JoinR? Neben wer-kennt-wen dürfte eher lokalisten ‘drücken’. Hat JoinR in letzter Zeit so zugelegt?

    Ich würde eine API herausbringen und mich in Deutschland stärker verwurzeln. Je mehr Dienste sich anschließen (und sie wollen es, definitiv), je mehr bei StudiVZ mitverdienen, desto tiefer kann StudiVZ sich eingraben und desto schwerer wird es für Facebook, überhaupt Boden zu fassen.

    Ähnliche Argumentation in einem meiner kommenden Artikel. Aber diese Argumente mache ich ja schon seit gefühlten Jahrzehnten. :)

  4. Ingo
    schrieb am 8. August 2008 um 16:57 Uhr (#)

    Ich hoffe, dass das ganze gute für Facebook ausgeht. Der Preis gedrückt wird und somit aus StudiVZ ein potentieller Übernahme Kandidat wird.

    Stimmt – es bleibt spannend!

  5. Jan
    schrieb am 8. August 2008 um 17:12 Uhr (#)

    Ich hätte auf das “sofort” verzichtet. Es sind solch kleine Details…

  6. chris
    schrieb am 8. August 2008 um 17:40 Uhr (#)

    Wieso haben die Idioten es nicht verkauft…Facebook hat bestimmt kein zimperliches Angebot gemacht…
    Das haben die jetzt davon!

  7. Francis, Infopirat
    schrieb am 8. August 2008 um 18:42 Uhr (#)

    Ich würd mir wünschen AbmahnVZ StudiVZ würde endlich von Facebook gekauft… Ekelhafter Laden. Und irgendwie schade um die ganzen User die sich dahin verirrt haben. Wär doch toll, wenn die Userbase einfach automatisch an Facebook gehen würde X-D

  8. Michel
    schrieb am 9. August 2008 um 15:07 Uhr (#)

    Was finden hier eigentlich immer alle an Facebook so toll und an StudiVZ so schlimm? Bis auf das einer der Mitgründer von StudiVZ (dessen Namen ich mir nie merken kann) ein nicht wirklich sympathische Person ist, iat mir StudiVZ lieber als Facebook.
    Will ich mich nicht an eine Firma ausliefern die
    1. dem US Datenschutzgesetzen untersteht,
    2. ihr AGBs häufig ändert ohne die Nutzer informierne zu müssen und
    3. Sich an allen Inhalten der Plattform das Recht sichert, diese Weiterverkaufen zu können (diese klause schliest auch jeden wiederspruch aus und ist endgültig)
    4. Wir alle mekern rum wenn uns am US Flughafen die Festplatte kopiert wird, aber andereseits schieben wir uns halbesprivatleben auf US Server.

    Sollte StudiVZ irgendwann wirklich in Facebook aufgehen, werde ich sofort mein Profil löschen.

  9. ben_
    schrieb am 10. August 2008 um 19:33 Uhr (#)

    “… ein Mehrfaches …”

    Manchmal wünschte ich, ich wäre Harry Rowohlt.

  10. Schreibt hier auf dem Blog Marcel Weiss
    schrieb am 11. August 2008 um 18:26 Uhr (#)

    @Ben: Wie meinen?

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.