Facebook wollte StudiVZ kaufen
Wie die International Herald Tribune berichtet, hat Facebook vergeblich versucht, StudiVZ zu kaufen.

Es wurde bereits spekuliert und kursierte als Gerücht auf einigen US-Blogs: Bevor Facebook die Klage gegen studiVZ anstrengte, hatte Facebook versucht, den deutschen Klon zu kaufen. Das wurde jetzt in der International Herald Tribune unter Berufung auf mehrere Quellen bestätigt.
Holtzbrinck wollte, so berichtet die IHT, für studiVZ ein Mehrfaches der von ihnen selbst vermutlich bezahlten 85 Millionen Euro. Die Verhandlungen, bei denen es auch um das Kopieren des Facebook-Designs gegangen sein soll, sollen sich über mehrere Monate hingezogen haben.
Eine der Quellen der IHT vermutet außerdem, dass die Klage nun dazu dient, Holtzbrinck zu einem Verkauf zu einem niedrigeren Preis zu bewegen. Etwas, das wir nach Bekanntwerden der Klage ebenfalls sofort vermutet haben.
Ob Holtzbrincks Weigerung zu verkaufen beziehungsweise einen relativ hohen Betrag für studiVZ zu verlangen, klug war, werden die nächsten Monate zeigen.
Mehr Artikel zum Thema:
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Ich beweihräuchert Euch auch in jedem 2. Blogpost. Ja wir wissen es langsam: Ihr, die Schreiberlinge seid die Besten *lach*
Ein bißchen, aber es ist ok. Ich hätte die Referenzierung auf sich selbst einen Tick anders verfasst, aber trotzdem: gut mitgedacht.
Aus dieser Hinsicht heraus war der sofortoge Zug von StudiVZ, das Thema mit einem deutschen Gericht abzusichern sehr sinnvoll. Boden halten, egal was. Jetzt müsste StudiVZ nur noch Druck aufbauen können. Nur wie? Facebook drückt “von oben”, Wer kennt wen & JoinR drücken von unten.
Ich würde eine API herausbringen und mich in Deutschland stärker verwurzeln. Je mehr Dienste sich anschließen (und sie wollen es, definitiv), je mehr bei StudiVZ mitverdienen, desto tiefer kann StudiVZ sich eingraben und desto schwerer wird es für Facebook, überhaupt Boden zu fassen.
Wenn Sie dabei auch noch eine gewisse Ähnlichkeit zu Facebook API beibehalten könnten, dann wird der Preis nur noch besser für StudiVZ:
1. Facebook kommt selbst unter Druck
2. StudiVZ erhält eine bessere Position
3. Facebook hat es bei der Integration vielleicht ein wenig leichter (Integration kostet oft gleichviel oder mehr nach Akquise)
Es wird spannend :)
Jan: So war das nicht gemeint. Ich habe lediglich darauf hinweisen wollen, dass wir diese Vermutung auch schon hatten. Wie hättest Du es denn formuliert?
Oliver:
JoinR? Neben wer-kennt-wen dürfte eher lokalisten ‘drücken’. Hat JoinR in letzter Zeit so zugelegt?
Ähnliche Argumentation in einem meiner kommenden Artikel. Aber diese Argumente mache ich ja schon seit gefühlten Jahrzehnten. :)
Ich hoffe, dass das ganze gute für Facebook ausgeht. Der Preis gedrückt wird und somit aus StudiVZ ein potentieller Übernahme Kandidat wird.
Stimmt – es bleibt spannend!
Ich hätte auf das “sofort” verzichtet. Es sind solch kleine Details…
Wieso haben die Idioten es nicht verkauft…Facebook hat bestimmt kein zimperliches Angebot gemacht…
Das haben die jetzt davon!
Ich würd mir wünschen
AbmahnVZStudiVZ würde endlich von Facebook gekauft… Ekelhafter Laden. Und irgendwie schade um die ganzen User die sich dahin verirrt haben. Wär doch toll, wenn die Userbase einfach automatisch an Facebook gehen würde X-DWas finden hier eigentlich immer alle an Facebook so toll und an StudiVZ so schlimm? Bis auf das einer der Mitgründer von StudiVZ (dessen Namen ich mir nie merken kann) ein nicht wirklich sympathische Person ist, iat mir StudiVZ lieber als Facebook.
Will ich mich nicht an eine Firma ausliefern die
1. dem US Datenschutzgesetzen untersteht,
2. ihr AGBs häufig ändert ohne die Nutzer informierne zu müssen und
3. Sich an allen Inhalten der Plattform das Recht sichert, diese Weiterverkaufen zu können (diese klause schliest auch jeden wiederspruch aus und ist endgültig)
4. Wir alle mekern rum wenn uns am US Flughafen die Festplatte kopiert wird, aber andereseits schieben wir uns halbesprivatleben auf US Server.
Sollte StudiVZ irgendwann wirklich in Facebook aufgehen, werde ich sofort mein Profil löschen.
“… ein Mehrfaches …”
Manchmal wünschte ich, ich wäre Harry Rowohlt.
@Ben: Wie meinen?