Welche Optionen gibt es für ein erfolgreiches Webangebot, seinen aufwändig erarbeiteten Wert möglichst schnell zu zerstören? Einige, wie die folgende Liste deutlich macht.
Der gestrige Relaunch des führenden deutschen Social-News-Portals YiGG verlief, wie berichtet, nicht gerade optimal. Noch ist nicht abzusehen, wie aktive Nutzer und Stammbesucher nach der ersten Aufregung reagieren werden und ob sie YiGG trotzdem treu bleiben. Es ist zweifellos risikoreich, ein grafisch und funktionell so unausgereiftes Portal auf die User loszulassen - die gerade bei YiGG nicht gerade unkritisch sind. Im schlimmsten Fall wird hier richtiger Wert vernichtet.
Einbrechende Besucherzahlen, verloren gegangene Integrationen in andere Blogs sowie der Verlust von Vertrauen und aktiver Mitglieder kommen einem Verbrennen von Geldscheinen gleich - die in Form von Arbeitsstunden, technischer Ausrüstung und anderem Kapital in das Projekt investiert wurden. Mein ehemaliger zweinull.cc-Kollege Michael brachte mich auf die Idee, einmal darüber nachzudenken, welche Wege es für erfolgreiche Unternehmen im Social-Web-Bereich eigentlich gibt, “effektiv” ihren mühsam aufgebauten Wert zu zerstören. Hier das Resultat meiner Überlegungen (in zufälliger Reihenfolge):
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newthinking communications hat untersucht, inwiefern deutsche Politiker sich das Internet zu nutze machen:
Welche Rolle das Internet bei der nächsten Bundestagswahl spielen wird, ist noch nicht abzusehen. Was aber sicher ist: Mit ihren derzeitigen Aktivitäten werden Parteien und Politiker kaum eine Stimme gewinnen. Es gibt bei den Parteien keine erkennbare Internetstrategie, stattdessen wird punktuell versucht, Nutzen aus einer Präsenz im Web 2.0 zu ziehen.
» netzpolitik.org: » Kurzstudie: Politik im Web 2.0 - Keine Freunde für Kurt Beck
» Kurzstudie: Politik im Web 2.0 (PDF)
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Die Social-News-Seite Yigg hat sich einem Relaunch unterzogen und bekommt für das Resultat viel Kritik ab. Zu Recht.
Yigg startete ursprünglich nicht nur als Klon des erfolgreichen us-amerikanischen Social-News-Dienstes Digg, sondern auch noch unter der Domain digg.de. Man musste diese dann aber aus den offensichtlichen, juristischen Gründen ablegen. Das nur als Anekdote am Rande.
Yigg war seinerzeit einer der ersten Dienste seiner Art in Deutschland, und hätte als First Mover den Markt nicht nur anführen sondern auch in den Mainstream führen können. Letzteres geschah allerdings nicht ansatzweise. Selbst eine für hiesige Verhältnisse vergleichbare Größe -also in der Größenordnung des heise-Newstickers- konnte man über all die Jahre nicht erreichen.
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Facebook, laut Comscore mittlerweile das größte Social Network weltweit, begrüßt jeden Tag 250.000 neue Nutzer.
Jonathan Heiliger, vice president of technical operations bei Facebook, erzählt im Interview mit Dan Farber von den technischen Herausforderungen, die eine in diesen Größenordnungen zu skalierende Architektur mit sich bringt und wie man diese bei Facebook angeht.
Leicht techniklastiges Interview, aber lesenswert für Leute, die sich für die Architektur eines Mammutprojekts wie Facebook interessieren.
Am Ende verrät Heiliger noch, dass man intern über die Möglichkeit spricht, für Entwickler von Facebook-Applikationen Hosting anzubieten, das in die Richtung von Amazons Cloudcomputing-Angebot gehen würde.
» How Facebook stays afloat adding 250,000 users per day | Outside the Lines - CNET News.com
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