Linkwertig:
Discussion Paper zur Lage der Musikindustrie

Marcel Weiss, 16. Juli 2008 um 8.56 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Das Max-Planck-Institut hat ein Discussion Paper veröffentlicht, in dem man sich mit den Aspekten der aktuellen Krise der Musikindustrie auseinandersetzt. Ich habe jetzt nur einen Teil der 41 Seiten überflogen, aber es sieht so weit recht interessant aus.

Die Rekonstruktion des technikgetriebenen Wandels der Musikindustrie zeigt, dass die wesentlichen Impulse der Restrukturierung von den Rändern des Sektors beziehungsweise von sektorexternen Akteuren ausgingen – und nicht von den etablierten Musikkonzernen. Diese haben die neuen technologischen Herausforderungen sehr zögerlich aufgenommen, darauf zunächst vor allem mit Blockadehaltungen und Eindämmungsstrategien reagiert und erst vor dem Hintergrund eines massiven und unabweisbaren Veränderungsdrucks damit begonnen, sich strategisch neu zu positionieren.

Naturgemäß wird in so einem Paper noch einmal einiges für interessierte Leute längst Bekanntes abgehandelt. Aber gerade die anschließenden Beurteilungen der Strategien der Musikindustrie (beziehungsweise deren Fehlen) und die Einschätzungen des Wandels an sich sind durchaus lesenswert.

Abstract und Inhaltsangabe

» Discussion Paper des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung “Das Internet und die Transformation der Musikindustrie” (PDF) (via FreieNetze.de)

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text. Viel Spaß bei der Lektüre!

Bestätigt:
Twitter kauft Summize

Marcel Weiss, 15. Juli 2008 um 21.24 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

twitter-summize-logos

Microblogging-Dienst Twitter kauft die externe Twitter-Suchmaschine Summize.

Wir hatten über das Gerücht letzte Woche berichtet und heute wurde es bestätigt. Twitter hat Summize für eine nicht genannte Summe übernommen. Die Summize-Domain leitet bereits auf search.twitter.com weiter.

In einem Artikel von Fred Wilson von Union Square Ventures, einem der Investoren in Twitter, bin ich auf ein interessantes Detail gestossen. Wilson schreibt, dass Twitter nun nicht nur erlauben wird, einzelnen Keywords (Wilson sagt “ideas, concepts, names, thoughts, etc.”) zu folgen, sondern dass dies sowohl nativ - also auf der Webseite - als auch über das API möglich sein wird. Diese als Tracking bekannte Funktionalität stand vorher nur über Instant Messaging bereit, wohl aus Performance-Gründen.

Man kann also erwarten, dass in nächster Zeit die das API nutzenden Twitter-Clients um diese Funktionalität erweitert werden.

Offizielle Meldung von Twitter: Twitter Blog: Finding A Perfect Match

Offizielle Meldung von Summize (lesenswert): Summize Blog: Twitter Acquires Summize. Confirmed.

Reaktionen in den Blogs: Rivva » Finding A Perfect Match « Twitter Blog

Timetracker mite in neuem Gewand

Marcel Weiss, 15. Juli 2008 um 20.49 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

mite-logo

Der vom Berliner Unternehmen Yolk betriebene Timetracker mite wurde heute generalüberholt. Verbesserte Oberfläche, neue Features und nun kostenpflichtig.

mite ist ein Tool für Freelancer und Kleinstunternehmen zur einfachen Zeitabrechnung. Unser Schwesterblog imgriff.com hat mite vor einem Jahr ausführlich vorgestellt. Nach wie vor kann man Kunden definieren und diesen wiederrum einzelne Projekte zuordnen. Zu den einzelnen Projekten kann man die Zeit vorgeben und/oder eine Stoppuhr laufen lassen.

» weiterlesen

Linkwertig:
Mobilversionen deutscher Social Networks..

Marcel Weiss, 15. Juli 2008 um 8.44 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

..sind, um es kurz zu machen, quasi nicht existent.

Das Mehrblog hatte bereits vor 2 Monaten sich die bekannteren deutschen Social Networks und ihre Mobilversionen angeschaut. Martin hatte damals über das für die deutschsprachigen Anbieter nicht rühmliche Ergebnis berichtet. Jetzt hat das Mehrblog, ein Blog rund um StudiVZ und seine Verwandten, die Liste aktualisiert und erweitert:

» weiterlesen

Hyperlokalität:
Rivva lernt Geographie

Markus Spath, 14. Juli 2008 um 20.53 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Der Memetracker Rivva bietet, mit Geodaten angereichert, einige neue Werkzeuge und öffnet sich damit vielleicht neuen künftigen Möglichkeiten.

Wer gestern Rivva, den Memetracker der deutschsprachigen Blogosphäre, besuchte, wurde mit der Meldung ‘Rivva muss heute Geographie lernen, sry!’ und einem netten und sehr sehenswerten Video abgewimmelt.

Heute hat sich das Geheimnis gelüftet und Rivva-Mastermind Frank Westphal stellt auf dem Rivva Blog drei neue, Geographie-bewusste Features vor:

» weiterlesen

iPhone App Store:
Hält die iPhone-Plattform, was Apple verspricht?

Andreas Göldi, 14. Juli 2008 um 8.39 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Seit drei Tagen ist Apples neue Softwareplattform für das iPhone jetzt auf dem Markt. Gestartet ist der App Store mit durchaus beeindruckenden 500 Applikationen. Aber ist diese Plattform wirklich “The next big thing”, wie sich das Apple sowie viele VCs und Unternehmer wünschen?

Einer der grössten Nachteile des alten iPhones war es, dass keine Zusatzapplikationen auf dem Gerät installiert werden konnten — offiziell zumindest. Die Hackerszene sorgte zwar schon bald für Abhilfe, aber massentaugliche Drittaplikationen fehlten. Das hat sich jetzt geändert: Mit dem Launch des iPhone App Store können sich iPhone-User direkt auf ihrem Gerät Anwendungen aus allen möglichen (und unmöglichen) Bereichen auf ihr Smartphone laden. Einen ausführlichen Test zum App Store gibt es bei neuerdings.com.

Appstore01-1
Der iPhone App Store: 500 Anwendungen zum Start

Das alles wäre ja an und für sich noch nicht so aufregend, denn damit vollzieht Apple eigentlich nur nach, was die Konkurrenz schon lange kann. Für Windows Mobile gibt es ca. 18′000 Applikationen, für Symbian um die 10′000, und selbst für die relativ junge BlackBerry-Plattform schon bald 4′000 (Zahlen gemäss Handango, dem wohl bestsortierten Online-Shop für Mobilapplikationen). Selbst für einfachere Telefonmodelle gibt es zahllose Java-basierte Programme. Da nehmen sich die bisher 500 iPhone-Anwendungen noch eher spärlich aus.

» weiterlesen

Linkwertig:
Ein verteiltes gnip

Marcel Weiss, 14. Juli 2008 um 8.12 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Marc Canter denkt laut über gnip nach, das wir hier ausführlich vorgestellt hatten. Canter stellt die Frage nach einem gnip auf Open-Source-Basis, so dass jeder, der will, sein eigenes gnip aufsetzen kann. Sein Argument:

This same model should be applied to ALL infrastructure in our future. You’re not gonna store all your email JUST in Gmail - are you? You’re not gonna rely upon Amazon exclusively for storage or computing power?

» weiterlesen

Samstag App Fieber:
Tape.tv, DocShamBo, Morseketten

Markus Spath, 12. Juli 2008 um 15.02 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Heute möchten wir Euch ein paar neue, interessante Dienste aus dem deutschen Sprachraum vorstellen:

tape.tv Mit einigem, vor allem internationalen, Echo gestartet ist diese Woche tape.tv. Das Berliner Startup schickt sich an, einen puristischen Gegenentwurf zu allen anderen, üblicherweise hektischeren Möglichkeiten wie man Musikvideos konsumieren kann, zu etablieren. Die Videos laufen non-stop auf schwarzem Hintergrund, die Kontrollelemente werden bei Bedarf sanft als Overlay eingeblendet und verschwinden dann wieder.

» weiterlesen

Yahoo Open Strategy:
BOSS - Baue die eigene Suchmaschine ohne Limits

Markus Spath, 11. Juli 2008 um 21.08 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Mit BOSS öffnet Yahoo den eigenen Suchindex zum Erstellen von Suchdiensten aller Art. Revolutionär dabei ist, dass es keinerlei Einschränkungen gibt.

Wenn man das ganze Geplänkel rund um Yahoo (das Hin-und-Her mit Microsoft, die nicht ganz freiwillige Verlobung mit Google, die Frage, ob sie, kurzfristig betrachtet, im besten Interesse der Shareholder gehandelt haben, oder im Interesse der eigenen Eitelkeiten, usw.) einmal ausklammert, dann bleibt Yahoo mit der angedachten neuen Ausrichtung ein ernstzunehmender Kanditat, die Zukunft des Web nachhaltig zu transformieren. Man sollte Yahoo nicht zu schnell abschreiben.

» weiterlesen

Ein Blick auf Facebooks neues Design

Martin Weigert, 11. Juli 2008 um 12.51 Uhr, 12 Kommentare Kommentare

FacebookWer sich in der nächsten Woche bei Facebook einloggt, wird eine Überraschung erleben: ein komplette Überarbeitung der Benutzeroberfläche bringt einige grundlegende Änderungen mit sich. Über einen speziellen Link können neugierige User sich schon heute ein Bild von Facebook 2.0 machen.

Wenn ein Social Network grundlegende Veränderungen am Design und an der Seitenstruktur vornimmt, dann ist das ein mutiger Schritt nicht ganz ohne Risiko. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das gilt für die Internetnutzung wie für das reale Leben. Ein gelungenes Redesign zeichnet sich dadurch aus, im Laufe der Zeit hinzugekommene Funktionen besser zu integrieren, ohne die Übersicht und das intuitive Navigieren darunter leiden zu lassen. Misslingt die Frischekur, kann es passieren, dass sich User nicht mehr “zu Hause” fühlen, was unter Umständen in einer (temporär) verringerten Nutzung resultiert.

» weiterlesen

 
blogoscoop slug