Facebook vs. StudiVZ:
Einschätzung eines Anwalts

Marcel Weiss, 22. Juli 2008 um 8.47 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Die Sicht eines Rechtsanwalts auf die kommende gerichtliche Auseinandersetzung zwischen facebook und StudiVZ: Nicht das Urheberrecht könnte entscheidend sein.

facebook vs studivz

Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht hat auf seinem Blog die Klage von Facebook gegen StudiVZ und die Reaktion von StudiVZ aus dem juristischen Blickwinkel näher betrachtet. Noch ist es angesichts der wenigen verfügbaren Informationen zu früh, detaillierte Aussagen zu treffen, aber der Standpunkt eines auf das Web spezialisierten Anwalts zu diesem Thema allgemein ist trotz allem interessant. Die wichtigsten Punkte:

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Linkwertig:
Facebook live mit neuem Design
und Wachstumszahlen

Marcel Weiss, 22. Juli 2008 um 8.07 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Facebooks neues Design

, welches Martin sich vor einigen Tagen näher angeschaut hatte , wurde gestern live geschalten. Allerdings nicht für jeden Nutzer sofort. Das neue Design wird nach und nach für alle 80 Millionen Facebook-Nutzer freigeschaltet.

Ich zum Beispiel sehe das neue Design noch nicht. Andere deutsche Nutzer ebenfalls nicht?..

Reaktionen in der US-Techblogosphäre:

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Twitter, Laconi.ca, Gnip, Twhirl:
Twitter geht in die Gegenoffensive

Markus Spath, 21. Juli 2008 um 19.40 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Die Entwicklungen im Themenkomplex lifestreaming bleiben spannend. Seit meiner epischen Einführung in laconi.ca und gnip vor etwa zwei Wochen hat sich einiges getan, hier das Wichtigste in Kürze:

Wie schnell sich die Wahrnehmung vom allgemeinen Liebling der Benutzer und Entwickler zum bösartigen Monopolisten drehen kann, hat Twitter erfahren, als sie die Limits für unauthentifizierte API-Zugriffe ohne Ankündigung gedrosselt haben. US-Blogger Louis Gray hat über die Probleme, die sich dadurch für das API von Twitter verwendende Drittanwendungen ergeben ausführlich berichtet.

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Ringiers Elektronik-Ratgeberplattform «E360»:
Betty Bossi übt noch

Peter Hogenkamp, 21. Juli 2008 um 14.43 Uhr, 9 Kommentare Kommentare

Vorletzte Woche stellte Ringier seine Ratgeberplattform «E360» vor. Zehn Tage später lässt sich mit einiger Sicherheit sagen: Der grosse Wurf lässt auf sich warten, Betty Bossi tut sich mit der Unterhaltungselektronik noch recht schwer.

e360 komplett

Vorletzte Woche gab Ringier eine Pressekonferenz für die neue Website mit dem rätselhaften Namen «E360». Zugegen waren: viele Leute von Ringier, je einige von Microsoft und SonyEricsson. Offenbar meint man es ernst.

Aber was heisst nun «E360»? André Maerz, Leiter «Neue Medien», nannte es zunächst: ein «Multiblogsystem». Oh. Zwei Jahre nach «Blogstetten» traut man sich bei Ringier wieder an das B-Wort. Ich fühle mich gleich super angesprochen. Und tatsächlich ist E360 «multi», denn es hat fünf Bereiche: Foto, Musik, TV/Video, Mobile, Games, was mich spontan an unsere fünf Themenblogs erinnerte (zu Gadgets, Medien, Produktivität, Fotografie, Webwirtschaft). Wir haben fünf verschiedene Domains, E360 sammelt alles unter einer. Kann man beides machen.

Zweiter Anlauf einer Definition: «E360 soll die Betty Bossi der Unterhaltungselektronik werden.» Diesmal sind alle Schweizer abgeholt, persoenlich.com nimmt den Satz gleich als Titel. Betty Bossi ist eine Kunstfigur aus den 50er-Jahren, eine Köchin, der alle Rezepte gelingen. «Wie ein Betty-Bossi-Kochbuch» ist in der Schweiz eine stehende Redensart, wenn etwas Schritt für Schritt mit Bildern erklärt wird. Der Betty-Bossi-Verlag gehört zu 50% Ringier und macht jedes Jahr schöne Gewinne mit Kochbüchern und Gurkenhobeln, so dass der Betty-Bossi-Pitch für E360 intern gut funktioniert haben dürfte.

Und dann, im dritten Anlauf, klärt sich der Name schliesslich: «E360» war der Arbeitstitel, wohl irgendwas mit «Entertainment» und «360» Grad. Oje. Es müsste schlichtweg verboten werden, dass ein Projektteam sich entscheidet, dass der interne Titel gut genug ist, ihn auch als externen Produktnamen zu verwenden. Ich habe zweimal in Projekten erlebt, wie Kunden das machen wollten, und konnte es mit viel Überzeugungsarbeit noch abwenden. Interne sind nach einjähriger Vorbereitung zu sehr an den Namen gewöhnt, um sich noch ein sicheres Urteil erlauben zu dürfen. (Als Hilfsmittel zur Selbstverpflichtung nimmt man für gewöhnlich einen Namen, der so absurd ist, dass er sich auf gar keinen Fall dazu eignet. Das deutsche Magazin «FOCUS» hatte damals den berühmt gewordenen Arbeitstitel «Zugmieze» - wobei «E360» eigentlich auch nicht viel absurder ist.)

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Linkwertig:
Y-Combinator tauscht Ideen und Geld gegen Gründer

Marcel Weiss, 21. Juli 2008 um 11.53 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Y Combinator ist ein VC-Fond, dessen Vorgehensweise (geringe Summen in möglichst viele Startups investieren) wir hier erläutert hatten.

Paul Graham von Y Combinator, immer für eine Überraschung gut, hat jetzt eine Liste von Ideen veröffentlicht, die sie gern finanzieren möchten. Das ist eine weiterer ungewöhnlicher Schritt für einen Investor. Auch wenn man bedenken muss, dass viele “Startup-Ideen” mehr Anregungen und Beschreibungen von Problemfeldern sind als alles andere.

Inspirierend kann die Liste aber allemal sein.

Man bekommt auch eine gutes Bild davon, wie Startups nach Graham aussehen sollten:

a combination of relentless predator upon the obsolete and benevolent solver of the world’s problems.

Dem kann ich mich nur anschließen.

» Y Combinator: Startup Ideas We’d Like to Fund (via friendfeed)

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text. Viel Spaß bei der Lektüre!

Plagiatsvorwürfe:
studiVZ reagiert mit Feststellungsklage

Martin Weigert, 20. Juli 2008 um 17.14 Uhr, 24 Kommentare Kommentare

studiVZ

studiVZ hat mit einer Feststellungsklage beim Landgericht Stuttgart auf die von Facebook eingeleiteten juristischen Schritte gegen die Holtzbrinck-Community reagiert. Das geht aus einer Stellungnahme von studiVZ hervor, die vor wenigen Minuten veröffentlicht wurde.

Die vollständige Meldung: » weiterlesen

Warum es studiVZ in einem Jahr nicht mehr geben könnte

Martin Weigert, 20. Juli 2008 um 15.00 Uhr, 26 Kommentare Kommentare

Facebook vs studiVZUngeachtet der Erfolgschancen von Facebooks Klage gegen seinen Nachahmer studiVZ ist der überraschende Schritt vor allem eines: Facebooks öffentliches Eingeständnis, dass studiVZ die große Hürde für die Expansion der Amerikaner in Deutschland darstellt. Facebook wird alles dafür tun, um diese Hürde aus dem Weg zu räumen.

Die Nachricht von Facebooks Klage gegen studiVZ vor einem kalifornischen Gericht kam im ersten Moment überraschend. So hat das Social Network aus dem kalifornischen Palo Alto seinen deutschen Nachahmer drei Jahre lang uneingeschränkt gewähren lassen. Bei näherer Betrachtung aber erscheint der Schritt völlig logisch. Wie Marcel gestern bereits erläutert hat, ist Facebooks Erfolg in Deutschland bisher eher bescheiden. Netzwerkeffekte halten den Großteil der studiVZ-Nutzer auf ihrer angestammten Plattform. Facebook könnte es darauf anlegen, sich durch die Klage in eine vorteilhaftere Position für eine mögliche Übernahme seines deutschen Konkurrenten zu begeben. Angeblich soll erst das Scheitern von Gesprächen zwischen der studiVZ-Mutter Holtzbrinck und Facebook der Auslöser für die nun feindliche “Annäherung” der Amerikaner sein.

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Samstag App Fieber:
Kuku Klok, Tvitter, Verblitzt, Facesaerch

Markus Spath, 20. Juli 2008 um 0.00 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind. Dieses Mal: Kuku Klok – eine webbasierter Wecker; tvitter – Twitter fürs soziale Fernsehen; verblitzt – eine Seite, die der Liebe eine zweite Chance geben will; und facesaerch – eine innovative Suche nach Gesichtern.

Kuku Klok ist ein webbasierter Wecker mit dem traditionshaften Gütesiegel der Schweiz. Viel gibt’s nicht dazu zu sagen, man kann die Weckzeit einstellen, aus ein paar Klängen (Hahn, klassischer Wecker, fiesem Gepiepse und einem Gitarrenriff) den gewünschten Weckton wählen und den Wecker aktivieren. Ein gewisses Mass an Ausfallssicherheit ist gewährleistet, die Kuku Klok funktioniert auch, wenn die Internetverbindung getrennt wurde. Ein Tool mit Klahrheit und Fokus.

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Yahoo vs. Investor Icahn:
An allen Fronten

Markus Spath, 19. Juli 2008 um 16.10 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Im Kampf gegen Investor Carl Icahn setzt Yahoo jetzt auch seine Startseite ein.

Die Seifenoper rund um Yahoo geht weiter und bekam gerade eine neue Qualität. Investor Carl Icahn blieb auch nach dem ursprünglichen Aus der Gespräche zwischen Yahoo und Microsoft (wir haben berichtet) nicht untätig, seine letzte Idee war, den Aufsichtsrat von Yahoo zu ersetzen und die Gespräche erneut aufzunehmen und diesmal abzuschliessen.

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Gut Ding will Weile haben:
Facebook verklagt StudiVZ

Marcel Weiss, 19. Juli 2008 um 14.10 Uhr, 29 Kommentare Kommentare

Am Freitag hat

Facebook an einem Gericht in Kalifornien gegen sein deutsches Pendant StudiVZ Klage eingereicht, wie die Financial Times berichtet.

In der Anklageschrift beschuldigt Facebook StudiVZ, es habe «the look, feel, features and services» von Facebook kopiert.

Facebook behauptet weiterhin, dass Unterschiede zwischen beiden Seiten minimal seien und StudiVZ lediglich Facebooks Blau mit einem Rot ersetzt hat. Für jeden, der bereits einmal beide Seiten gesehen hat, keine schockierende Behauptung.

Bleibt die Frage: Warum erst jetzt?

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