Facebook vs. StudiVZ:
Klageschrift online abrufbar

Marcel Weiss, 28. Juli 2008 um 12.35 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die Klageschrift von facebook gegen StudiVZ kann online eingesehen und als PDF runtergeladen werden. Ein erster Blick.

Die mit Anhängen 114 Seiten starke Klageschrift von facebook gegen StudiVZ enthält erwartungsgemäß viele Vorwürfe gegen StudiVZ, die deutschen Bloglesern seit langer Zeit bekannt sind. Erstaunlich dabei ist, wie detailliert facebook Bezug auf den Diskurs rund um StudiVZ in den deutschen Blogs nimmt.

In den nächsten Tagen werden sicher juristische Einschätzungen zur Klageschrift in den einschlägigen Lawblogs zu finden sein.

Ein paar Punkte, die bei einem ersten Blick auffallen:

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Linkwertig:
Warum existiert Google Video immer noch?

Marcel Weiss, 28. Juli 2008 um 8.21 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Neben dem den Online-Videomarkt beherrschenden Youtube betreibt Google nach wie vor Google Video. Das Wired-Blog Epicenter fasst die Geschichte und die aktuelle Situation des in Mountain View nicht gerade oberste Priorität genießenden Google Videos zusammen.

Die Zukunft für diesen Google-Dienst, der nie eine große Zahl an Nutzern generieren konnte, bleibt unklar. Youtube testet seit einigen Wochen Videos mit einer längeren Spieldauer. Sobald längere Videos regulär auf Youtube hochladbar sind, könnte es mit Google Video zu Ende gehen. Denn dessen größter Unterschied zum großen Videobruder war die Möglichkeit, längere Videos hochzuladen.

Ein weiteres wahrscheinliches Szenario in meinen Augen: Google fährt die Möglichkeit des Hostens von Videos auf Google Video weiter zurück und brandet die Seite endgültig zu einer Videosuchmaschine um.

» Why Won’t Google Video Just Die? | Epicenter from Wired.com

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text. Viel Spaß bei der Lektüre!

Google-Übernahme gescheitert:
Digg bleibt weiter solo

Martin Weigert, 27. Juli 2008 um 12.22 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Digg

Die geplante Übernahme des Social-News-Portals Digg durch Google ist gescheitert. Statt unter das Dach des Internetriesen zu ziehen, ist Digg nun erneut auf der Suche nach Risikokapital.

Der soziale Newsaggregator Digg scheint ein Talent dafür zu haben, Akquisitionsverhandlungen im letzten Augenblick zunichte zu machen. So sind die Gespräche zwischen Google und Digg (wenig) überraschend gescheitert. Michael Arrington vermeldete bei TechCrunch, dass Google sich nach einer näheren Überprüfung der technologischen Aspekte von Digg gegen eine Übernahme des Dienstes entschieden hat.

Auch von Unstimmigkeiten zwischen den Google-Verantwortlichen und dem Digg-Team ist die Rede. Statt unter das Dach von Google zu ziehen, strebt Digg der Meldung zufolge nun eine weitere Finanzierungsrunde an – wohl auch, um die anvisierte internationale Expansion vorantreiben zu können.

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Samstag App Fieber:
Getdocued, BookRix, Bibliotheca Caelestis

Markus Spath, 26. Juli 2008 um 14.40 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal eine Kultur-Edition: Getdocued – ein Portal für Dokumentarfilme im Web; BookRix – eine Büchercommunity mit der Möglichkeit zum Selbstpublizieren; Bibliotheca Caelestis – ein TiddlyWiki-Roman.

Webvideos müssen nicht immer geklaut oder lustig sein. Getdocued ist eine Plattform, die legal verfügbare Dokumentarfilme zentral sammelt, kategorisiert und also besser zugänglich macht. Wenn man bedenkt, welche Unmengen an hochqualitativen Inhalten im Netz herumschwirren, von denen man einfach nicht weiss, dann ist das ein durchaus sinnvolles Unterfangen.

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Linkwertig:
Inside Blogwerk

Marcel Weiss, 25. Juli 2008 um 8.48 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Florian Steglich stellt auf unserem Schwesterblog imgriff.com in einem ausführlichen Artikel die Tools vor, die wir bei Blogwerk zur Zusammenarbeit im Netz einsetzen.

Denn um einen Einsatz verschiedenster Tools zur Onlinekollaboration kommen wir hier nicht herum:

Auch bei Blogwerk, dem Verlag hinter imgriff.com und weiteren fünf Blogs, arbeiten wir zu großen Teilen nur virtuell zusammen. Im Zürcher Büro sitzen zu Hochzeiten sechs Personen, die anderen knapp 30 allerdings verteilen sich auf zahlreiche Orte und Länder. Dank Peter Sennhauser in San Francisco und Andreas Göldi in Boston können wir sogar mit drei Zeitzonen prahlen (und sollten eigentlich mal diese klassischen drei Uhren im Büro aufhängen).

Neben Andreas Göldi in Boston sitzen die anderen Autoren von netzwertig.com übrigens in Frankfurt am Main, Stockholm und Chemnitz.

» Und so arbeiten Blogwerker » imgriff.com

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OSCON:
Start der Open Web Foundation

Markus Spath, 24. Juli 2008 um 23.22 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Mit der Open Web Foundation geht eine weitere Initiative an den Start, die die Entwicklung von offenen, nicht proprietären Webstandards fördern und die Grundlagen für ein besseres Web legen will.

open web foundation

Langsam wird es etwas schwierig, mit der Flut an Initiativen, die ein offenes/offeneres Web versprechen, mitzukommen.

Facebook Connect, Open Social, MySpace Data Availability, Data Portability, OAuth, OpenID, OEmbed, Microformats, RDFa, Social Graph, Social Graph API, Yahoo Open Strategy, DiSo, usw. usf. – unzählige Initiativen, Standards und Arbeitsgruppen wollen das Web offener, portabler, transparenter, userfreundlicher, kurz: besser machen.

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Facebook F8:
Die wichtigsten Bekanntgaben

Marcel Weiss, 24. Juli 2008 um 8.10 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Jedes Jahr findet die facebook f8 Developers Konferenz statt, auf der facebook große und kleine Neuerungen rund um das mittlerweile größte Social Network der Welt bekannt gibt. Wir fassen zusammen.

Gestern startete die diesjährige facebook f8 Developers Konferenz mit der Keynote von CEO Mark Zuckerberg.

Die wichtigsten Punkte:

Facebook Connect Launch. Das vor geraumer Zeit angekündigte Facebook Connect, welches erlaubt, die ID und/oder auf facebook einmal angelegten Daten auf andere Seiten zu übertragen, nimmt Form an. Allerdings wird es zunächst im Beta-Modus starten und erst im Herbst offiziell live für alle Nutzer gehen. Launch-Partner sind unter anderem Digg und Six Apart. Ebenfalls Launchpartner ist die in München ansässige, kürzlich redesignte Eventplattform Amiando.

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Linkwertig:
Das Netz ist anders

Marcel Weiss, 24. Juli 2008 um 8.00 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Seth Godin bringt’s wie immer auf den Punkt. Wenn Unternehmen heute auf Social Media, Wikipedia oder den Long Tail schauen, stellen sie sich immer noch folgende, falsche Frage: Wie kann uns das nützen?

Dabei müssen sie sich folgende Frage stellen:

Wie werden die Menschen (die wir erreichen wollen) diese neue Macht nutzen und wie können wir ihnen helfen, ihre Ziele zu erreichen?

Warum? Weil im Netz nicht mehr die Werbeindustrie das letzte Wort hat, ob ein Medium weiterexistiert oder nicht, so wie es für lange Zeit bei Zeitungen, Radio und TV der Fall war und ist. Im Netz entscheiden die Menschen, die man erreichen will, selbst. Wer ihnen nicht hilft, wird ignoriert.

the Net is different.

It wasn’t invented by business people, and it doesn’t exist to help your company make money.

» Seth’s Blog: The web doesn’t care

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Gerücht:
Google übernimmt Digg für 200 Mio. Dollar

Markus Spath, 23. Juli 2008 um 14.24 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Laut TechCrunch stehen Verhandlungen zwischen Google und dem sozialen Newsaggregator Digg kurz vor dem Abschluss. Angeblich soll Google Digg für 200 Millionen Dollar übernehmen.

Wirklich überraschend wäre das nicht. Google hat eine lange Geschichte im Schlucken von Unternehmen (Blogger, Picasa, Writely, YouTube, JotSpot, Jaiku, usw. ). Einige wurden wegen der Technologie übernommen und gingen in eigenständigen Produkten auf. Andere beließ man weitestgehend intakt als selbständige Plattformen.

Ein Indikator ist das jüngste Experimentieren von Google mit an Digg angelehnten Bewertungsfunktionen in den Suchergebnissen. In einem Feature, das nur zufällig ausgewählten Benutzern zugänglich war, konnten Suchergebnisse bewertet und kommentiert werden, ebenso wie die Bewertungen und Kommentare der anderen.

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Linkwertig:
Software-Patente in den USA vor dem Aus?

Marcel Weiss, 23. Juli 2008 um 8.45 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Das Patent and Trademark Office in den USA scheint eine grundsätzliche Haltung gegen Softwarepatente einzunehmen. Die neue Position des Office beinhaltet, dass Erfindungen Prozesse betreffend generell nur noch dann patentierbar seien, wenn sie “in einer physischen Veränderung eines Gegenstandes resultieren” oder “an eine bestimmte Maschine gebunden sind”. Hintergründe in diesem ausführlichen Artikel (auf englisch).

Sollte sich diese Position letztlich als die nun gültige offizielle Haltung durchsetzen, sind die Implikationen beachtlich: Nicht nur wären ‘gewöhnliche’ Softwarebestandteile in den USA nicht mehr patentierbar. Auch bestehende Softwarepatente wie Googles Patent auf die PageRank-Technologie könnten damit hinfällig werden.

Gut oder schlecht?

Ich halte es da wie Paul Buchheit (Ex-Gmail und Adsense, jetzt friendfeed): Buchheit sieht in der Existenz von Softwarepatenten für Google und andere Innovatoren ein Risiko das größer ist als deren Nutzen. Die Tausenden existierenden Software-Patente bezeichnet Buchheit als ein gigantisches Minenfeld für jeden im Softwarebereich, dem sie nicht gehören.

» Patent Law Blog (Patently-O): The Death of Google’s Patents (interessant auch die Kommentare)

» Diskussion auf friendfeed

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