“Die Abrechnung”:
Reporter Robert ermittelt

Ole Reißmann, 28. Juli 2008 19:13 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Ausgezeichneter Regisseur, ausgezeichneter Autor: In dem Thriller “Die Abrechnung” versucht ein Reporter, den Tod seiner Tochter aufzuklären. Kann das gut gehen?

Die 19-jährige Tochter eines Polizeireporters wird totgefahren, der beginnt selber mit Ermittlungen – der Spielfilm “Die Abrechnung” heute Abend im ZDF. Zuerst ausgestrahlt wurde die Geschichte um Reporter Robert Kurzeck (Florian Martens) vor zwei Jahren – heute Abend wiederholt das Zweite den Thriller zur besten Sendezeit. So gut es eben geht im Sommerloch bei bestem Wetter: Um 20.15 Uhr. Bei der Erstausstrahlung sahen rund 5 Millionen Zuschauer den Film von Thorsten Näter (Regie) und Peter Zingler (Buch) – ein ordentliches Ergebnis. Auch die Kritiken klingen wohlwollend.

Nur der Pressetext hört sich eher an wie die neueste Story von Tom Winkler, dem Journalisten aus dem “wohl peinlichesten Werbe-Image-Film des Jahres” (Thomas Knüwer):

Weil ihm die Polizei zu langsam und ineffektiv ermittelt, recherchiert der findige Reporter auf eigene Faust und greift dabei zu allen Mitteln, die sein Zorn, sein Instinkt und seine berufliche Spürnase ihm eingeben.

“Findiger Reporter”, “auf eigene Faust”, “berufliche Spürnase” – hat noch jemand ein Reporter-Klischee übrig? Etwas mit Wahrheit vielleicht? Klar, auch im Pressetext. Ein paar Sätze weiter schon: “Er will die Wahrheit wissen!”

Aber abgesehen davon: Ist “Die Abrechnung” ein Kandidat für unsere Liste der guten Filme über Journalisten?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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