OSCON:
Start der Open Web Foundation
Von Markus Spath am 24. Juli 2008 um 23:22 Uhr Kommentare (1)
Kategorien: Meldungen
Mit der Open Web Foundation geht eine weitere Initiative an den Start, die die Entwicklung von offenen, nicht proprietären Webstandards fördern und die Grundlagen für ein besseres Web legen will.

Langsam wird es etwas schwierig, mit der Flut an Initiativen, die ein offenes/offeneres Web versprechen, mitzukommen.
Facebook Connect, Open Social, MySpace Data Availability, Data Portability, OAuth, OpenID, OEmbed, Microformats, RDFa, Social Graph, Social Graph API, Yahoo Open Strategy, DiSo, usw. usf. – unzählige Initiativen, Standards und Arbeitsgruppen wollen das Web offener, portabler, transparenter, userfreundlicher, kurz: besser machen.
So begrüssenswert das alles in der Sache ist, so zieht sich über die meisten Initiativen leider der Schleier des Politischen, der die Sache etwas verwässert. Offenheit wurde als Mantra von so ziemlich jedem grossen Player (Google, Yahoo, Facebook, MySpace, in Spuren auch Amazon und Microsoft) angenommen. Doch neben den Lippenbekenntnissen kochen alle weiterhin an ihren eigenen Süppchen.
Gleichzeitig zeichnet sich auch die erste Zwietracht unter den an den unteren Schichten Beteiligten ab, weil es natürlich oft auch um persönliche Vorteile geht. Die Data Portability Group zum Beispiel kommt zunehmend unter Beschuss, ein vor allem sich selbst promotendes Marketingvehikel für Dinge zu sein, zu denen sie nichts beigetragen hat. Aber wer ist schon gegen Data Portability?
Heute wurde auf der OSCON jedenfalls eine weitere Initiative mit dem nicht unbescheidenen Namen Open Web Foundation lanciert::
The foundation is trying to break the trend of creating separate foundations for each specification, coming out of the realization that we could come together and generalize our efforts. The details regarding membership, governance, sponsorship, and intellectual property rights will be posted for public review and feedback in the following weeks.
Erklärtes Ziel der Open Web Foundation ist es, als unabhängige Non-Profit-Organisation die Entwicklung von offenen, nichtproprietären Standards und Spezifikationen für Webtechnologien zu fördern und zu verteidigen.
Abgesehen davon, dass es auch hier schwer ist, grundsätzlich gegen die Idee zu sprechen: der Wert dieser Initiative wird davon abhängen, inwieweit es ihnen gelingen wird, die Akzeptanz aller Beteiligten zu gewinnen und zu behalten, in den Abläufen und Entscheidungsprozessen transparent zu sein und tatsächlichen Mehrwert zu erzeugen.
Eines scheint klar: das soziale Web braucht eine Anlaufstelle, die einen Korpus an legalen und technischen Grundlagen und besten Praktiken bereitstellt, um den nächsten Sprung zu machen. Und die OWF will genau diese Bereiche bedienen.
Zumindest wenn man sich die Liste der initialen Unterstützer (u.a. Brady Forrest, Chris Messina, David Recordon, Joi Ito und Tim O’Reilly) und Launch Partner (u.a. BBC, Facebook, Google, MySpace, O’Reilly, Plaxo, Six Apart und Yahoo!) anschaut, scheint auch die Wahrscheinlichkeit der Akzeptanz sowohl im Bereich Grassroot als auch bei den Elephanten des Web gegeben.
(Gefunden bei ReadWriteWeb und notizBlog)
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Ein Kommentar
ich denke im letzten absatz steckt “der unterschied” - die (unterschiedlichen) mitglieder stimmen mich optimistisch, dass wie joi ito auch in seinem blog schreibt, nicht um profilierung oder marketing geht, sondern darum, konkrete projekte zu fördern.
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ami
schrieb am 25. Juli 2008, 10:24 Uhr (Permalink zum Kommentar)