iPhone-Wahnsinn:
Überall dieselben Bilder

Großer Hype um kleines Telefon: In jedem Absatzland der gleiche Anblick. Erst stundenlanges Anstehen, dann Gedränge und Geschubse und schließlich entrückte Gesichter glücklicher Käufer.

Der erste Mensch auf dem Mond, der Ausbruch der Golfkriege – die ganze Welt saß gebannt vor dem Fernseher. In den vergangenen Tagen gab es, zumindest in den Medien der reichen Länder, ein Thema von ähnlicher Ausstrahlung: Die Einführung eines Multimedia-Handys geriet zum transnationalen Medienereignis.

iPhone in Frankreich (Bild Keystone)

“L’iPhone en quête de nouveaux marchés”, neue Märkte für das iPhone: Seit gestern gibt es Apples neues Telefon auch in Frankreich. Beim Anbieter Orange auch ohne Vertrag mit einer Prepaid-Karte, das kleine Modell für 509 Euro. Das Entfernen des SIM-Locks kostet nochmals 100 Euro. Seit Juni 2007 wurden bereits 150.000 iPhones in Frankreich verkauft, meldet die französische Zeitung Le Monde.

iPhone in Deutschland (Bild Keystone)

“Wir bemühen uns um Nachschub”: In Deutschland ist das neue iPhone derzeit nicht erhältlich, wie die Telekom gegenüber Heise bestätigte. Am ersten Tag seien allein 15.000 Geräte verkauft worden – Nachschub gebe es womöglich schon in der kommenden Woche. Ein iPhone mit dem günstigsten Zweijahresvertrag kostet insgesamt 865,95 Euro.

iPhone in der Schweiz (Bild Keystone)

“Yes we have it – not”: Lieferengpässe auch in der Schweiz. Kunden gehen am ersten Tag mit leeren Händen nach Hause, auch Testgeräte für Journalisten sind knapp, seitdem sich nicht mehr nur die Technik-Redakteure für die elektronischen Gadgets interessieren – sondern alle. Bei Swisscom kostet ein iPhone samt Zweijahresvertrag bei typischer Nutzung (siehe Kommentare) 2383 Franken.

iPhone in Hong Kong (Bild Keystone)

Für 24 Dollar im Monat kann seit dem 11. Juli auch in Hong Kong mit dem neuen iPhone telefoniert werden. Auf dem chinesischen Festland ist es noch nicht erhältlich, die Verhandlungen mit dem Netzbetreiber ziehen sich noch hin. Genau wie in Russland, wo trotzdem rund eine halbe Millionen importierte iPhones der ersten Generation im Umlauf sein sollen.

iPhone in Portugal (Bild Keystone)

Gleich zwei iPhones hat dieser Kunde in Portugal ergattern können – eines in weiß, das andere in schwarz. Der Vodafone-Shop in Lissabon öffnete sofort nach Mitternacht am 11. Juli. Es ist die offizielle Premiere des Apple-Handys in Portugal.

iPhone in den USA (Bild Keystone)

Erster Kunde des iPhone 3G im Apple-Store Palo Alto in denVereinigten Staaten. Angeblich sind in den ersten drei Tagen weltweit eine Millionen Geräte verkauft worden. In Blogs wird nur noch darüber gestritten, ob Apple mit “verkauft” schon die Übergabe an die Vertriebspartner meint. Eigentlich müßig: Bei AT&T, einem der Händler in den USA, sind kaum noch iPhones vorrätig.

iPhone in Großbritannien (Bild Keystone)

Großbritannien: Der erste Kunde der Londoner Apple-Filiale in der Regent Street aktiviert sein iPhone. Am ersten Wochenende soll Apple nach Branchenschätzungen 330 Millionen Dollar am iPhone verdient haben.

Wer dem Hype nicht widerstehen mag: Alles über das iPhone 3G gibt es auf unserem Schwesterblog neuerdings.com.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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3 Kommentare

  1. schrieb am 18. Juli 2008 um 22:51 Uhr (#)

    Dein swisscom Preis ist so falsch. Kostet zwischen 500sowieso (prepaid) und rund 1450 Franken (teuerstes Abo).

  2. Schreibt hier auf dem Blog Ole Reißmann
    schrieb am 18. Juli 2008 um 22:58 Uhr (#)

    @Bö, ich habe das oben konkretisiert. Die Zahl stammt von neuerdings.com, Annahmen für den «typischen Kunden» pro Monat: 180 Gesprächsminuten, durchschnittliche Anrufdauer zwei Minuten, Combox achtmal abgefragt, 50 SMS, 100 MB beim mobilen Surfen, 80 Prozent der Anrufe ins Festnetz/eigene Mobilfunknetz, 20 Prozent in andere Netze, je ein Drittel der Anrufe während tagsüber/abends/am Wochenende, keine Anrufe ins Ausland

  3. nils
    schrieb am 19. Juli 2008 um 14:11 Uhr (#)

    Also solch eine Vollkosten Rechnung als “Preis für das iPhone” darzustellen, nur damit der Preis möglichst hoch ist finde ich nicht richtig.

    Auch die 1450 von Bö sind doch in Relation zu einem Standard Handy mit entsprechendem Standard Vertrag zu sehen. Die Differenz wären dann die Mehrkosten.

    Grundsätzlich sind die Zusatzkosten für die Anschaffung des iPhones individuell, da sie vom bisherigen Handy und dem bisherigen Vertrag abhängen. Nicht das iPhone kostet soviel, sondern damit zu telefonieren.

    Man könnte sonst auch noch die Stromkosten fürs aufladen, sowie die Opportunitätskosten für die Aktivierung oder das ständige herumspielen, Aufladen, Apps runterladen einrechnen. Bei einem Durchschnitts-Stundensatz eines Schweizers kommt man dann sicher bald auf 10’000 CHF. Einfach einen möglichst hohen Preis für das iPhone publizieren zu wollen sollte nicht das Ziel sein.

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