Was wären Superhelden nur ohne Zeitung?

Batman, Superman – kein Superheld kommt ohne applaudierende Presse aus. Fehlt den filmischen Zukunftsvisionen die Zeitung, wird es verdammt eng für den Helden.

The Gotham Times: Verkündet die Heldengeschichten von Batman (Bild Keystone/Nam Y. Huh)Superman hätte ohne Zeitung gleich ein doppeltes Problem: Wenn er nicht gerade in Strumpfhosen die Welt rettet, arbeitet er als Clark Kent beim Daily Planet. Also für die Zeitung, die ständig die neuen Supertaten des schwerguten Capeträgers bejubelt.

Ganz folgerichtig hielten Fans zur Premiere des neuen Batman-Films in Chicago eine extra gedruckte Ausgabe der fiktiven Gotham Times in die Kameras. Die Gotham Times hat sogar eine eigene Webseite, Teil einer viralen Marketing-Kampagne für “The Dark Knight”. Superhelden ohne Zeitungen – kaum vorstellbar?

Sollte man meinen. Doch ein anderer Film zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft der Zeitung:

Nein, nicht die Nachrichten auf NBC. Sondern der Kinofilm “Hancock” mit Will Smith als sympathisch-grantigem Superheld, in dem Medien eine wichtige Rolle spielen. Der aggressiv-versoffene Übermensch wird allerdings nicht in Zeitungen als junger Gott bewundert, sondern von Fernsehteams belagert und verspottet. Reporter regen sich über den ungehobelten Hallodri auf – die Clips mit seinen Verfehlungen landen danach zum allgemeinen Amüsement auf YouTube.

Woraufhin Hancock sich in die Hände eines PR-Beraters begibt, damit der Auftritt vor den Kameras in Zukunft so sauber sitzt wie sein sehr enges Heldenkostüm.

Düster auch die Zukunft der Superhelden.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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