Hyperlokalität:
Rivva lernt Geographie

Markus Spath, 14. Juli 2008 20:53 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Der Memetracker Rivva bietet, mit Geodaten angereichert, einige neue Werkzeuge und öffnet sich damit vielleicht neuen künftigen Möglichkeiten.

Wer gestern Rivva, den Memetracker der deutschsprachigen Blogosphäre, besuchte, wurde mit der Meldung ‘Rivva muss heute Geographie lernen, sry!’ und einem netten und sehr sehenswerten Video abgewimmelt.

Heute hat sich das Geheimnis gelüftet und Rivva-Mastermind Frank Westphal stellt auf dem Rivva Blog drei neue, Geographie-bewusste Features vor:

  • Rivva Live Map – eine Visualisierung der von Rivva in den letzten 2 Stunden gefundenen Blogbeiträge auf einer Google Map im Twittervision Stil.
  • Rivva Map – eine statische Ausgabe der Live Map, die alle von Rivva geographisch erfassten Blogs abbildet und der Frage nachgeht: Wer sitzt in der Nachbarschaft und worüber schreiben Blogs hier und dort?
  • Rivva Planeten – die ungefilterte Auflistung aller von Rivva erfassten Blogeinträge für derzeit 9 Städte (u.a. Berlin, Frankurt, Wien und Zürich), eine Ausweitung ist geplant.

Wenn man den Blogeintrag richtig deuten kann, dann sind die neuen Features nur der erste Schritt von Rivva im Bereich Hyperlokalität. Ortsbezogene Informationen werden nicht nur im mobilen Bereich durch die zunehmende Verbreitung von Smartphones immer relevanter (ein guter Teil der Anwendungen etwa für das iPhone dreht sich darum, kontextsensitive Infos anzubieten), auch auf – von Rivva erfassten – Blogs werden Unmengen von lokalen Infos, in Form von Texten, Bildern, Videos, etc. gepostet oder zumindest reaggregiert. Derzeit assoziiert Rivva zwar nur den Ort der Quellen, aber wenn sich die Praktik des Geotagging durchsetzt, oder sich eine semantisierende Plattform wie Calais anzapfen ließe, wäre der Schritt für lokale Filter nicht mehr gross.

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Wolfgang

    schrieb am 14. Juli 2008 um 21:47 Uhr (#)

    Also ich fand Rivva ja immer sympathisch, letzte Woche habe ich mich dann aber auch gewundert warum in 5 von 7 neuen Einträgen das iPhone abgefeiert wird. Insgesamt beachte ich rivva auch nicht mehr so stark.
    Den ewigen Psychopathen Don A., der Rivva ja anscheinend hasst, versteh ich aber trotzdem nicht. Und das Video ist im Gegensatz dazu, was andere Startups so rausschleudern (ist rivva überhaupt ein Startup?) schon sehr, sehr cool.

  2. Marcel Weiss

    schrieb am 14. Juli 2008 um 22:20 Uhr (#)

    Wolfgang, Rivva wird solo von Frank Westphal betrieben. Und was dort erscheint, entscheidet immer noch die Blogosphäre. Und wenn die beim iPhone-Launch kollektiv juchzt und frohlockt, dann wird das so wie alles andere eben auf Rivva dargestellt. Da kannst Du Rivva nicht für verantwortlich machen, was die deutschen Blogger verbrechen. :)


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