Vermutung:
Daily Maily gibt es gar nicht
Jim Morrison, legendärer Sänger der Doors, geistert derzeit durch die Online-Portale. Eine Agenturmeldung behauptet, Bandmitglied Ray Manzarek habe behauptet …
Kennen Sie die britische Zeitung Daily Maily? Sollten sie aber, denn diese Zeitung ist die Quelle von Spiegel Online und RP Online, die heute darüber berichten, dass Ray Manzarek, Orgelspieler der Doors, gesagt haben soll, Jim Morrison sei gar nicht tot, sondern lebe auf den Seychellen. Suche ich nach der “Daily Maily“, finde ich keine solche Zeitung. Gemeint sein könnte aber die Daily Mail, in deren Sonntagsausgabe ein Artikel von Veronica Blake zu finden ist: Riding through the storm: Doors’ keyboard player Ray Manzarek muses on life after Jim Morrison.
Ist das vielleicht die “Daily Maily”? Zu den Seychellen ist dieser Abschnitt zu lesen:
This, coupled with the fact Morrison had fantasised about faking his own death and going to live anonymously in the Seychelles, has led to continuing speculation about whether he is still alive. ‘I often wonder if his death has been an elaborate charade,’ muses Ray Manzarek, The Doors’ keyboard player and the singer’s closest friend.
Eine ausgeklügelte Scharade vermutet Manzarek also. Im Vergleich dazu Spiegel Online:
Vermutung: Jim Morrison soll seinen Tod vorgetäuscht haben
“The Doors”-Keyboarder Ray Manzarek hat sich zu wunderlichen Äußerungen hinreißen lassen: Jim Morrison habe seinen Tod 1971 nur vorgetäuscht, behauptet er. In Wahrheit lebe er inkognito auf den Seychellen.
RP Online weiss gar, wo er lebt:
Behauptung eines “Doors”-Bandkollegen: Jim Morrison lebt – auf den Seychellen
Düsseldorf (RPO). Der legendäre “Doors”-Sänger Jim Morrison (“Light my Fire”) starb 1971. Oder auch nicht. Angeblich soll er seinen Tod nur vorgetäuscht haben. Es ist auch bekannt, wo er heute lebt.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
















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Jim Morrison als ‘Nessie der Neuzeit’: ‘Strange days have found us …’
Wer hat nun wo abgeschrieben? Spiegel Online jedenfalls hat mit tierischem Ernst stillschweigend berichtigt, was bei RP Online in Anführungszeichen steht. Irgendwie ist der Humor in Nessies Loch gelandet.
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