Multimedia im Netz:
Hamburgs Posermeister

Ole Reißmann, 5. Juli 2008 15:46 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Schwarzweiß mit Unschärfen: Ungewöhnliche Plakate zeigten Bürgermeister Ole von Beust im Wahlkampf. Fotograf Andreas Herzau hat nachgefragt – und ein Video daraus gemacht.

Andreas Herzau auf flaremag.de

Ein Fotograf fragt einen Politiker: Wie ist das eigentlich, das Fotografiertwerden? Ole von Beust hat diese Frage Andreas Herzau beantwortet. Zuvor war Herzau über einen Zeitraum von rund drei Monaten mit dem Politiker unterwegs:

Er begleitete ihn zu Sitzungen, Besprechungen und öffentlichen Terminen. Der Anlass: Die Wahl in Hamburg im Herbst 2008. Sein Auftrag: Fotos für den Wahlkampf. Andreas Herzau nahm seine Kleinbildkamera und ging ‘auf Reportage’. Das Ergebnis: Schwarzweiß-Bilder, die einen staatsmännischen von Beust im Alltag zeigen – und ein Video, in dem Andreas Herzau die Antworten des Politikers zu seinen Bilder montiert hat.

Auf flaremag.de sagt Herzau, dass das Video entstanden sei, weil er mehr als nur die Fotos bieten wollte. Die kenne ja schon jeder (falls doch nicht, können sie auf der CDU-Webseite angesehen werden). Mehr bieten ist natürlich super, aber wofür nur? Wir schätzen: Für das Portfolio auf seiner eigenen Webseite, auf der es noch weitere Foto-Videos zu sehen gibt.

Schwarzweiß-Bilder mit unterlegten Interviews zeigt auch die FAZ online: Über eine rollende Leihbibliothek, “An der Buchhaltestelle”, und über den sterbenden Bergbau im Saarland, “Still ruht der Berg”.

Nur wie soll man das Ergebnis nennen? Video, weil synchrone Bilder und Töne mit Start- und Stopp-Taste gesteuert werden? Foto-Essay, obwohl eine Tonspur dazugehört? Soundslide, auch wenn es niemand versteht? Oder noch schlimmer: Audioslide, Flashfilm, Audio-Bildergalerie, Multimedia-Special? Vielleicht doch ganz einfach: Video.

Disclosure: Hier wird die Seite flaremag.de verlinkt, für die ich die Technik gemacht habe. Auf den Inhalt der Seite habe ich keinen Einfluss.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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