Springer-Verlag:
Komplette Umstellung auf Apple
Die Axel Springer AG schliesst sich der digitalen Bohème an und verwendet per sofort nur noch Apple-Geräte. Springer wird somit nach eigenen Angaben zum grössten Apple-Firmenkunden in Europa und zum zweitgrössten nach Google weltweit.
Wie der Vorstandsvorsitzende des Springer-Verlags (Bild, Welt), Mathias Döpfner, verkündet, hat die “sehr grundlegende IT-Entscheidung”, alle Desktops, Laptops und mobilen Geräte der Axel Springer AG per sofort auf solche der Firma Apple umzustellen, mit verschiedenen Punkten zu tun. Döpfners Video-Ansprache an alle Mitarbeiter:
Eine erstaunliche Lobpreisung eines Unternehmens, das, was wäre anderes zu erwarten, nicht nur Sonnenseiten hat (hier die Pressemitteilung). Doch Döpfner erwartet sich vom Schritt mehr als nur technologische und wirtschaftliche Veränderungen. Er verspricht sich vom Wechsel auch einen kulturellen Wandel, eine kulturelle Modernisierung in der Firma.
Die Gründe:
- Apple ist für kreative Prozesse am besten
- Apple-Computer sind einfacher zu bedienen als andere
- Apple stellt die schönsten Computer her
- Apple braucht weniger Wartung als andere Computer, ist daher wirtschaftlicher
Erste Reaktionen darauf? Hier:
Warum muss es gerade der Axel-Springer-Verlag sein…???
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

























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04. Juli 2008 um 13:20
Ja, warum grade Axel Springer? Wo doch Ringier in der Schweiz vor ein paar Jahren grade erst von Apple auf Windows umgestellt hat…
04. Juli 2008 um 13:37
“Videobotschaft”, bei YouTube eingestellt, “Drittens: Apple stellt die schönsten Computer her” im Duktus der bundespräsidialen Neujahrsansprache, und dann dieser unmotivierte Schnitt bei 1:02 – wie bizarr! Kann das Video bitte jemand mashen, samplen, neu betexten, nachstellen? :D
04. Juli 2008 um 15:38
@)Einer der Gründe bei Ringier war, wenn ich mich als Aussenstehender richtig erinnere, Apple deswegen rauszuschmeissen, weil Service und Nachschub langfristig nicht gesichert seien und die Amis als launen- und sprunghafte Lieferanten gelten. Das war zur Zeit, als ipots alle Aufmerksamkeit auf sich zogen und Apple fürs übrige Geschäft zu geringe Kapazitäten und auch zu geringes Interesse zu haben schien.
Da kann man dem Haus Springer und Mathias Döpfner persönlich nur sämtliche Daumen drücken . Das war ein Entscheid fürs Leben.
04. Juli 2008 um 15:49
Ein gewisses Grinsen kann ich mir da angesichts des elitär-arroganten Habitus mancher Apple-Fanboys im Bekanntenkreis nicht verkneifen. “Ach, das ist doch der BILD-Computer, den Du da hast?” Rational betrachtet ist es natürlich ein Coup für Apple.
04. Juli 2008 um 16:24
Kann die Umstellung auf diese Garten-Eden-Frucht vielleicht auch damit zusammenhängen, daß Appel seine Maschinen inzwischen MS-compatibel strickt? Von Revolution würde ich erst reden wollen, wenn Springer nur noch Appel mit ausschließlich Linux/ Open surce und Freeware betreibt.
04. Juli 2008 um 16:28
BILD veräppelt Ihnen … passt doch!
04. Juli 2008 um 16:36
Interessant auch: Er verspricht sich nicht “eine kulturelle Modernisierung in der Firma”, sondern die Beschleunigung derselben. Wäre ja gelacht, wenn Springer auf Apple angewiesen wäre, um modern zu werden…
04. Juli 2008 um 16:50
Seit wann baut Appel Autos in Japan? Kulturelle Modernisierung bei Springer, und das von Null auf Hundert? Nichts ist unmöglich, nur das!
04. Juli 2008 um 17:53
Ein großer Fehler meines Erachtens. Ich nutze selbst apple, bin damit auch softwareseitig zufrieden, aber in über 17 Jahren intensiver Computernutzung sind die Apple Produkte der letzten 2 Jahre mit Abstand am schlechtesten was Hardwarequalität angeht. Ich musste vorher nicht dauerhaft ein Zweitgerät besitzen, für den Fall, dass mein Hauptgerät (MacBook Pro) ausfällt.
Kurzer Auszug:
Verzogenes Gehäuse, DVI Ausgang defekt, Brenner funktioniert nicht und meine Lautsprecher sind heute kaputt gegangen. Wohlgemerkt pflege ich das Gerät gut. Eine kurze Recherche im Netz zeigt: Kein Einzelfall. So ist das MacBook Pro mit einem Designfehler auf den Markt gekommen, der oft zu Pfeifftönen und unsauberer Tonauslieferung führt, weil der Soundchip zu nah am Spannungswandler montiert ist.
Ich hoffe Apple beginnt endlich Service und Qualität zu verbessern.
05. Juli 2008 um 3:22
Gemäss Oliver hätte sich der Verlag also dafür entscheiden müssen, 5 Jahre in die Vergangenheit zu reisen, weil da die Qualität der Apple-Produkte besser war. Was für eine Polemik!
In vielen Tests schneidet die Hardwarequalität Apples wesentlich besser ab als jene der Konkurrenz. Und ich habe mit meinen Geräten fast nie Probleme; die funktionieren einwandfrei seit vielen Jahren.
05. Juli 2008 um 14:30
Na gut, die Gerätehersteller allesamt bekleckern sich für die BT = Blechtrottel nicht mit Ruhm. Nachdem unsereiner 14 BT in die Shops zurückgetragen hat, funktioniett der 15.(!!!)BT seit ca. 5 Jahren. Das heißt nicht, er funktioniere ohne Trottelei.
Interessanter wäre. ob Döpfner nur auf chice Hardware steht, oder ein so großes Kulturbedürfnis hat, daß er auch auf Appel-Software zugreifen läßt.
Eine wieder andere Frage, von der wir keine Ahnung haben, die allerhand Ahnungen zuläßt: Hat es und ggf. in welcher Höhe nützliche Aufwendungen auf welche Konten zu welcher Verbuchung gegeben, um Döpfner & Co. zu kultivieren? Man sagt ja nichts. Man fragt nur so.
05. Juli 2008 um 14:38
Also so einfach sind die Argumente wirklich nicht. Ich kenne Menschen die extrem kreativ auf uralt PCs sind. Auch finde ich Photoshop auf MAC schlechter auf PC, liegt an dieser Fensterpolitik von Adobe.
Ansonsten ist der Apple seit Vista das einzige moderne und professionelle Betriebssystem. Das ist hart, weil es recht teuer ist, ausser man kauft nur iMacs.
05. Juli 2008 um 18:24
Da hat sich Apple ja für ein merkwürdiges Product Placement entschieden xD
06. Juli 2008 um 16:19
@) Arbiter: ich habe Döpfner so verstanden, dass windows weiterhin zum Einsatz kommt und von Fall zu Fall entschieden wird, welche software die beste ist.
06. Juli 2008 um 16:25
@ JEAN-CLAUDE: Also die Wurmfrucht-Hardware zum Ein-Ausschalten und für den Betrieb Software-Lotterie. Was bleibt ihm dann, wenn er DIE beste sucht? Die ist noch nicht geschrieben. Alles nur eine kulturelle Angelegenheit?
19. Juli 2008 um 16:08
diese Garten-Eden-Frucht…
Off topic?
= Inzwischen ist doch wohl erwiesen (und auch logisch), dass im Original kein “Apfel” genannt wurde, sondern eine den Verfassern naheliegendere Frucht: wahrscheinlich Olive oder Feige; falls überhaupt eine bestimmte genannt wurde — was, wenn ich recht erinnere, nicht der Fall war (?)
Nur für die mitteleuropäischen Doofies, ooops, sorry: Katholiken, musste damals dann der hier weitverbreitete Apfel her.
20. Juli 2008 um 2:33
@JEEVES
Kann es sein, aus christlicher Bibel/AT (kath., ev. etc.) wurde treffend zitiert? Inzwischen ist doch wohl Standard, ein “wahrscheinlicher” Beweis ist gar kein Beweis. Zitronenhandel?
20. Juli 2008 um 20:23
Ich sage nur ein Wort zum Wechsel:
Fehler.
01. August 2008 um 11:04
Das steht in einem Internet-Blog:
Witzigerweise hatten Ende der 90er Jahre Kollegen und Mitarbeiter meines damaliges Unternehmens mitgewirkt, u.a. Apple Technologie flächendeckend bei Axel Springer komplett auf Windows Technologie umzustellen. Die Gründe waren damals übrigens haargenau die gleichen, die Döpfner heute für die umgekehrte aktuelle Entscheidung nennt. The times are a-changing? the arguments are the same, the decisions may differ.
01. August 2008 um 22:56
Ist doch logisch. Wer zahlt, schafft an. Frag nach bei Siemens. Frage: Wer kassiert?