Literaturseite Mindestens haltbar:
Verfallsdatum abgelaufen?

Ole Reißmann, 3. Juli 2008 20:11 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Das Blog-Literaturmagazin Mindestens haltbar wird offenbar eingestellt. Wie der Chefredakteur mitteilte, habe die Agentur kein Interesse an einer Fortführung des Projekts.

Mindestens haltbar

Mindestens haltbar-Chefredakteur Don Dahlmann hat in seinem privaten Blog mitgeteilt, dass die österreichische Knallgrau New Media Solutions wohl plant, das Projekt nicht fortzusetzen: “Hier wurde mir vor einigen Tagen mitgeteilt, dass man die gesamte Seite nicht fortführen möchte.” Das “Magazin für Meinung” war jeden Monat mit einem anderen Schwerpunkt erschienen, zu denen im Vorfeld um Beiträge der Leser – vor allem aus der Blogosphäre und deren Umfeld – gebeten wurde. Bezahlt wurden die Autoren, im Gegensatz zur Chefredaktion, nicht.

Mindestens haltbar war im Oktober 2005 als “Citizen-Journalism-Projekt” lanciert worden. In dem monatlich erscheinenden Online-Magazin veröffentlichten vor allem Blogger Texte zu einem vorher gesetzten Thema wie “Kleidsam”, “In Bewegung” oder “Beziehungsweise”. Die nächste Ausgabe hätte laut Angabe auf der Seite bereits am 16. Juni erscheinen sollen und hätte “Schüleraustausch” zum Thema gehabt. Stattdessen steht die Mai-Ausgabe “War jung, brauchte Geld” nach wie vor online.

Die Agentur Knallgrau betreibt unter anderem als Bloghosting-Anbieter twoday.net und bietet basierend auf (einer mittlerweile eigens weiterenwickelten Version) der legendären Blog-Software Antville seit Februar 2003 kostenlose sowie kostenpflichtige Weblogs an.

Eine Auswahl von Texten, die von September 2005 bis September 2006 in dem Online-Magazin Mindestens haltbar erschienen sind, wurden außerdem in Buchform veröffentlicht. Das “Buch für Meinungen” ist als Book-on-demand erschienen und kann zum Beispiel über Amazon gekauft werden.

Soviel für heute Abend – wir werden sehen, ob es am Freitag mehr Informationen von Knallgrau selber gibt.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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