Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, könnte man vier Tage nach dem Launch der Suchmaschine Cuil wohl sagen.

Fast spannender als Cuil selbst sind die Reaktionen in der Blogosphäre. Ich kann mich an kaum ein anderes Ereignis erinnern, das Rivva und TechMeme zwei Tage lang so dominiert hat, dabei aber in der verdurchschnittlichten Wahrnehmung eine Drehung um 180 Grad erlebt hat.
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Internetnutzer flirten gerne. Auch außerhalb von Datingseiten. Für den ein oder anderen Social-Web-Anbieter könnten flirtfreundliche Features neue Wege der Monetarisierung bedeuten.

Seit mehreren Jahren schreiben Blogger und Onlinejournalisten über das Social Web bzw. Web 2.0 und beleuchten Verfahren, um mit dessen Hilfe neue Formen der Kommunikation und Kollaboration zu realisieren. Ein Aspekt des sozialen Netzes wird aber merkwürdigerweise konsequent ignoriert, dabei hat dieser enorme Auswirkungen auf unsere Gesellschaft: die Anbahnung zwischenmenschlicher Beziehungen über das Internet.
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Scrabulous war eine auf dem Scrabble-Prinzip basierende, äußerst erfolgreiche Facebook-Applikation. Zumindest bis Scrabble-Hersteller Hasbro von der Applikation erfuhr. Statt sie nun einfach aufzukaufen und unter eigenem Namen weiterzuführen, ging man juristisch gegen die Scrabulous-Entwickler vor. So weit recht unglücklich aber noch nachvollziehbar.
Hasbro hat nun selbst eine eigene Scrabble-Applikation auf Facebook zur Verfügung gestellt. Diese erhält allerdings vernichtende Kritiken. Neben technischen Problemen ist unter anderem die offizielle Scrabble-Applikation nur in Nordamerika zugänglich. Für den Rest der Welt gibt es eine weitere Applikation, die wiederrum in den USA und Kanada nicht abrufbar ist. Heißt: Wer in den USA oder Kanada lebt, kann mit Menschen außerhalb von Nordamerika nicht Scrabble via facebook spielen. Dieses Vorgehen ergibt auf dem internationalen facebook natürlich wenig Sinn.
Lizenzproblematik hin oder her: Jedes Mal, wenn ich so etwas lese, frage ich mich, ob die großen Konzerne eigentlich wissen, wofür die ersten zwei Ws in www stehen.
e-driven hat sich ausführlich mit der Scrabulous-Thematik auseinandergesetzt:
» e-driven.de » Nachtrag - Hasbro vs. Scrabulous Teil 2
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text. Viel Spaß bei der Lektüre!
Die Titelseiten von morgen? Neuartige Nachrichtenseiten erobern die Herzen der internetaffinen Nachrichtenkonsumenten.
Wer glaubt, dass es auch in Zukunft eine hierarchisch organisierte Redaktion braucht, um der Gesellschaft ihre wichtigen Themen zu zeigen, sollte aufmerksam weiterlesen.
Wo ein Problem, da findet sich im Internet nicht selten eine Lösung. Und angesichts des Dickichts der Blogs und anderer Nachrichtenquellen im Netz gibt es ein gesteigertes Bedürfnis danach, das Chaos und die Unübersichtlichkeit in eine überschaubare Ordnung zu bringen. Oder zumindest den Weg zu den entscheidenden, den wichtigsten oder einfach den am meisten besprochenen Themen zu ebnen.
Hierfür gibt es mittlerweile einige verschiedene Ansätze, die wir in diesem Artikel und dem zweiten Teil unserer kleinen Serie vorstellen wollen.
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Mit Checkout by Amazon und Amazon Simple Pay lanciert Amazon zwei Warenkorblösungen für die Zukunft.

Ziemlich genau vor einem Jahr hat Amazon den Amazon Flexible Payments Service vorgestellt, eine Schnittstelle, über die Entwickler ein robustes Bezahlsystem in ihre Anwendungen bzw. Webdienste integrieren konnten.
Doch im Gegensatz zu PayPal und Google Checkout – die sich damals übrigens sehr amüsante Gefechte lieferten – war FPS ausschliesslich für Entwickler gedacht und konnte nicht ohne gewissem technischen Know How in bestehende Shops eingebaut werden.
Exciting Commerce berichtet, dass Amazon gerade zwei neue Dienste gestartet hat, die «Weichen für das Shoppingsystem der Zukunft» sind:
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Schweizer IT-Chefs sind innovationsfeindlich, weil sie sich primär bei Branchenkollegen und in Papiermedien informieren, schrieb Peter Hogenkamp in seinem Beitrag. Aber vielleicht helfen neue Medien den CIOs halt einfach nicht dabei, ihren eigentlichen Job zu erledigen.
Die in Peters Beitrag zitierten Studienresultate könnten nicht eindeutiger sein: IT-Chefs verlassen sich bei der Evaluation ihrer Strategien primär auf Gespräche mit Fachkollegen. An zweiter Stelle kommt die gedruckte IT-Fachpresse. Kurz dahinter Testinstallationen von Produkten. Wer das hört, könnte berechtigterweise denken: IT-Chefs verlassen sich primär auf Tratsch und auf sehr konventionelle Formen der Information. Die wahrhafte Explosion von unabhängigen, fundierten IT-Informationsquellen im Internet scheint fast spurlos an ihnen vorbeigegangen zu sein.
Wie soll da ein IT-Chef erfahren, was die neusten “Enterprise 2.0″-Trends sind, welches Blog- oder Wiki-Paket seine Firma braucht, wie man tolle Enterprise-Mash-Ups macht oder wie man Social Networking intern einsetzen könnte? Kein Wunder, dass die CIOs so langsam die Kontrolle über die IT-Infrastruktur verlieren und oft als letzte herausfinden, dass die Mitarbeiter schon längst internetbasierte Tools von externen Herstellern einsetzen.
Warum also geben sich die IT-Chefs nicht mehr Mühe, mit den neusten Trends Schritt zu halten? Warum recherchieren sie nicht mehr im Internet, warum lesen sie keine Blogs? Nun, dafür gibt es eine Reihe guter Gründe.
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Googles jüngst gestarteter Wikipedia-Verschnitt Knol hat eine Menge Reaktionen im Netz hervorgerufen. Zwei lesenswerte Texte.
Jonny Häusler beschäftigt sich auf Spreeblick mit der grundsätzlichen Problematik rund um Knol:
» Spreeblick » Google Knol: Vom Aggregator zum Publisher
Philipp Lenssen hat auf blogoscoped einen hervorragenden Artikel geschrieben, der sich mit den fehlenden Anreizen zur Korrektur von auf Knol veröffentlichten Artikeln beschäftigt. Lesenswert auch für Leute, die nicht an Knol interessiert sind:
» What Is the Motivation for Editing Someone Else’s Knol Article?
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Schweizer IT-Verantwortliche informieren sich vor allem aus Branchentratsch und Fachmagazinen. Müssen wir uns Sorgen machen? Ja: um die Firmen, für die sie verantwortlich sind.
Die Technologie macht weiter rasante Fortschritte. Insbesondere alles, was online angeliefert wird, wird schneller, besser, billiger. Dabei fällt auf, dass während der Zugang von privaten Usern und kleinen Firmen zu professionellen Tools in letzter Zeit grosse Fortschritte gemacht hat, sich viele IT-Umgebungen in Grossunternehmen vergleichsweise wenig verändert haben. Das hat einen einfachen Grund, wenn man einer Studie glauben darf: Die IT-Leiter erfahren von den neuen Tools nichts.
Ende Mai stellte Lea Knobel von der Agentur Farner PR (beide kenne und mag ich) ihre Diplomarbeit «Das Informationsverhalten von IT-Verantwortlichen – Nutzung und Wirkung von IT-Fachmedien» vor, die sie an der FH Winterthur erstellt hat. (Meine heutige Replik folgt also eher einer Print-Zeitmetrik.)
Wie informieren sich also diese 236 Leute? Hier die «fünf zentralen Ergebnisse» der Studie im O-Ton:
- Gespräche mit Kollegen und IT-Fachmagazine sind die wichtigsten Informationsquellen für IT-Verantwortliche.
- Am meisten gelesen und am besten bewertet werden die IT-Fachmagazine InfoWeek und Computerworld.
- Online-Informationen wie die Webseiten der Medien, Newsticker und Blogs finden markant geringere Beachtung als die Printmedien.
- Die unter 30-jährigen IT-Verantwortlichen weisen ein anderes Informationsverhalten auf als die anderen Altersgruppen.
- Die CIOs informieren sich anders als ihre Unterstellten.
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In der NZZ erschien vor ein paar Tagen ein Artikel über das Züricher Techcrunch-Meetup, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. In diesem lesenswerten Artikel werden einige (vermeintliche?) Schwachstellen der Schweizer Techszene angesprochen. So fehlt es in der Schweiz laut Dominik Grolimund von Wua.la und Dania Gerhardt von Amazee an einer guten Vernetzung untereinander. Weiter gibt es zwar gut ausgebildete, aber für junge Startups zu teure Leute. Wie Deutschland leidet auch die Schweiz unter risikoscheuen Investoren.
Interessant auch, was der Schweizer Marc Bernegger von Amiando, der aktuell in München lebt und Amiando dort gründete, über Deutschland sagt:
Deutsche sind gegenüber Startups viel aufgeschlossener
Es kommt scheinbar immer auf die Perspektive an.
»Gute Ausbildung, aber wenig Risikobereitschaft (Medien, NZZ Online)
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Mit cuil geht eine neue Suchmaschine an den Start, die einen grösseren Index, relevantere Suchergebnisse und mehr Datenschutz verspricht.

Mit für eine neue Suchmaschine doch ungewöhnlichem Trara ist gestern abend die Suchmaschine Cuil gestartet. Es ist noch zu früh, um über die Qualtiät der Suchergebnisse ein Urteil zu fällen und über die Chancen von cuil im Suchmaschinenmarkt zu sinnieren, immerhin gibt es Tausende Suchmaschinen und trotzdem suchen die meisten nur mit Google, im Folgenden also nur erste Eindrücke:
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