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Kein Hundefutter bei Yahoo

“Eat your own dogfood” bedeutet “Benutze Deine eigenen Produkte”. Ein guter Ratschlag.

Nach dem letzwöchigen Massenexodus an Managern (unter anderem verliesen die Gründer von flickr und del.icio.us Yahoo) ist Yahoos Reorganisation im vollen Gange. Und die Webcommunity schaut genau hin, wer bei den beliebten Diensten die Führung übernimmt -und ist ab und an irritiert.

Bei flickr etwa übernimmt Tapan Bhat das Ruder, der zumindest in der öffentlichen, sozialen Komponente des Fotosharingdienstes für sich keinen Nutzen sieht:

The first executive Flickrstream that I wanted to check out was the Flickr photostream of the immediate executive in charge of Flickr. Under today’s new re-org that new executive is Tapan Bhat. The only problem is that when you do a search for Tapan Bhat on Flickr you find no Flickrstream at all. Best I can tell, Bhat doesn’t use the service publicly, even though he’s in charge of it.

According to Yahoo’s Vice President of Corporate Communications, Jennifer Stephens Acree, Bhat does in fact have a Flickr account and has used it for many years. According to Acree though it’s just a “private” account.

Andere Yahoo-Manager, wie Dietzen, hosten ihre Bilder gleich bei der Konkurrenz.

Durchaus legitim. Die alles entscheidende Frage ist aber nun: Wie kann das Yahoo-Management wissen, was zu tun ist, wenn sie ihre eigenen Produkte nicht ausgiebig nutzen und dementsprechend gut kennen?

So the question I’m left with is, if Yahoo execs are not really using Flickr in a Web 2.0 sort of way personally, can we really expect them to understand the tremendous innovation that Flickr represents for Web 2.0 in general?

» Thomas Hawk’s Digital Connection: Do Yahoo Executives Really “Get” the Whole Idea of Flickr and Web 2.0?

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text. Viel Spaß bei der Lektüre!

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7 Kommentare

  1. Markus von Vagabund
    schrieb am 27. Juni 2008 um 09:50 Uhr (#)

    Ich würde es nicht so verbissen sehen, da das Nutzen der Konkurrenz-Dienste schließlich keine Betriebsblindheit aufkommen lässt. Auch kann es nicht schaden, den Wettbewerb genauer zu beobachten. In einem Interview mit irgend einem BMW-Vorstand habe ich vergleichbares gelesen: Für inoffizielle Wege wird gerne auf Fahrzeuge des Wettbewerbs zurückgegriffen.

  2. Benjamin Reitzammer
    schrieb am 27. Juni 2008 um 10:25 Uhr (#)

    hmmm … ist nicht Thomas Hawk der CEO von einem Flickr-Konkurrenten (zooomr), der die meisten seiner eigenen Photos lieber auf Flickr hosted als auf seinem eigenen Dienst?!
    Doppelmoral, ahoi?!

  3. Lippe
    schrieb am 27. Juni 2008 um 11:25 Uhr (#)

    Da kann ich dir zustimmen, Markus. Aber was ist besser, als ständiges Testen der eigenen Applikation? Wie viele Verbesserungen sind zum Beispiel in die Produkte von Google eingeflossen, weil nahezu jeder bei Google diese auch nutzt und irgendwann genervt ist, wenn ein Feature fehlt?

  4. biernot
    schrieb am 27. Juni 2008 um 12:39 Uhr (#)

    “Und die Webcommunity schaut genau hin, wer bei den beliebten Diensten die Führung übernimmt”

    Glaube nicht. Der Webcommunity der Dienste ist das total Schnuppe.

    Mir übrigens auch ;)

  5. Schreibt hier auf dem Blog Marcel Weiss
    schrieb am 27. Juni 2008 um 12:56 Uhr (#)

    Markus: Stimmt. Aber nur in wenigen Bereichen ist es so in einfach wie im Internetbereich, als Manager das eigene Produkt so zu nutzen wie die Kunden. Da finde ich das schon zumindest bemerkenswert.
    -
    Benjamin: Ja, ist er. Und das schreibt er auch am Anfang seines Artikels. Und er nutzt zooomr ebenso wie flickr.

  6. Markus von Vagabund
    schrieb am 27. Juni 2008 um 12:57 Uhr (#)

    @Lippe:
    Einige der Flickr-Leute werden ihren eigenen Dienst auch selbst nutzen. Wäre schlimm, wenn nicht. ;-)

  7. Fabian (Reisebüro Topbucher)
    schrieb am 23. Juli 2008 um 10:27 Uhr (#)

    Ich denke ein gesunder Mix aus beidem ist es. Klar muß das eigene Produkt/DL genutzt/getestet werden aber es ist auch nicht verkehrt die Konkurrenzprodukte zu nutzen (vll. nicht offiziel;), um sich beispielsweise inspirieren zu lassen. Wer so arrogant ist und meint er würde die Welt selbst komplett NEU erfinden kommt nicht weit respektive verschenkt einiges an Potential.

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