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Wenn der Zonk auf Startups wartet

Marcel Weiss, 25. Juni 2008 08:10 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

Auf dem doch recht nützlichen friendfeed bin ich auf einen sehr interessanten Artikel gestossen. Das zugehörige Blog zum Artikel trägt den bezeichnenden Namen Diary of a Failed Startup.

Der Autor war Gründer eines Startups, das er just aufgrund ausbleibenden Erfolges aufgab. Mit schonungsloser Offenheit erzählt er nun ausführlich von den Fehlern, die er gemacht hat.

Besonders für Gründer und solche, die welche werden wollen, sehr lesenswert.

If your idea starts with “We’re building a platform to…” and you don’t have a billion dollars in capital, find a new idea. Now.

Ein guter Rat, der in vielen Fällen zutrifft. Aber Ratschläge sind nicht allgemeingültig. Nicht immer braucht man viele Ressourcen, um eine Plattform aufzubauen.

Weitere Fallstricke:

Beware the chicken and the egg.[..]

The easiest way to avoid chicken-and-egg problems is simply to have a product that is useful on its own. Del.icio.us, for example - it’s just a bookmark manager that happens to be more useful as more people use it.

Ein sehr gutes und wichtiges Beispiel. Besonders Social Networks funktionieren nur mit anderen Nutzern. Ob man sich das bei jeder Gründung der 149 Social Networks aus deutschen Landen genau überlegt hat?

Mehr:

People have an incentive not to crush your dreams. Take everything they say with a grain of salt.

When we did talk to investors, the response was almost universally “It sounds interesting, but I’d need to see a prototype before I invest”. Almost nobody flat-out said “This idea sucks, and you’ll never be able to complete it.”

und

It’s very, very difficult to wear both the developer and the evangelist hats at the same time: being a developer requires that you be very pessimistic, so you can see and fix all the problems in your design, while being an evangelist requires that you be very optimistic, so others can feed off your passion.

Der gescheiterte Entrepreneur Jonathan Tang zu diesen und sehr viel mehr Fehlern, die Startups begehen können:

» Diary of a Failed Startup: Postmortem

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text. Viel Spaß bei der Lektüre!

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6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Christian

    schrieb am 25. Juni 2008 um 09:34 Uhr (#)

    Ich denke der beste Ratist einfach was zu starten was es in der Form noch nicht gibt, was nützen einem so viele Systemgleiche Seiten

  2. Tobias

    schrieb am 25. Juni 2008 um 14:48 Uhr (#)

    “People have an incentive not to crush your dreams. Take everything they say with a grain of salt.”
    Das ist glaube ich eher ein US-Problem. In Deutschland habe ich eher die umgekehrte Erfahrung gemacht

  3. Matthias

    schrieb am 25. Juni 2008 um 14:50 Uhr (#)

    hervorragender artikel, danke für den linktipp. könnte fast zu allen problemen die da aufgeführt sind eigene geschichten erzählen - ein “must read” für alle die ein startup gründen wollen.

  4. Daniel Thomaser

    schrieb am 25. Juni 2008 um 17:44 Uhr (#)

    @Tobias: Also ich glaube nicht, dass das ein US-”Problem” ist. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass besonders die Leute aus der gleichen Branche i.d.R. sehr positiv eingestellt sind. Auch wenn natürlich Leute aus der USA unschlagbar darin sind, dir das Gefühl zu geben, dass deine Idee die beste, genialste und tollste aller Zeiten ist. ;o)

    Zum Text:
    Ich finde ihn nicht unbedingt lesenswert. Wenn ich es nicht falsch verstanden habe, sind seine Hauptgründe für das Scheitern ein fehlendes Gründerteam und inagile Programmierung. Also zwei Punkte dir für seinen speziellen Fall gelten, der Rest sind nur Begleiterscheinungen.

    Und auch die Begründung, warum er auf externes Feedback verzichtet hat, ist eher…naja

  5. Marcel Weiss

    schrieb am 25. Juni 2008 um 18:50 Uhr (#)

    Tobias: Das war, glaube ich, mehr auf Gespräche mit Investoren etc. vis a vis bezogen als alles andere. Diskussionen in Blogs dagegen sind auch in den USA oft nicht zimperlich. Auch wenn sie in Deutschland nochmal eine Spur negativer sind.

  6. Daniel Niklaus

    schrieb am 26. Juni 2008 um 17:33 Uhr (#)

    @christian

    Ich denke der beste Rat ist einfach was zu starten was es in der Form noch nicht gibt

    Das ist der gefährlichste Rat.
    Es gibt immer einen Grund, warum es die neue Idee noch nicht gibt. Darum scheitern auch mehr neue Ideen, als adaptierte Ideen.

    Die Überlegung: Flickr funktioniert, also muss es auch mit Video funktionieren oder ebay in den USA funktioniert, also muss es auch in Deutschland funktionieren, kann enorm helfen.

    Vollständig neue Ideen müssen oft erst reifen und dafür braucht es ein paar Start-ups die dafür hopsgehen.

    @Daniel

    Ich finde ihn nicht unbedingt lesenswert. Wenn ich es nicht falsch verstanden habe, sind seine Hauptgründe für das Scheitern ein fehlendes Gründerteam und inagile Programmierung.

    Der Rat für ein gutes Gründerteam ist mehr als Wertvoll. Rückblickend konnten sich in der CH-Internetbranche nur Firmen mit Gründerteams an die Spitze setzen. Einzelnasen-Chefs wurden um das Jahr 99/00 von Firmen mit Führungsteams abgehängt. Der Umkehrschluss: Team in der Chefettage = Erfolg gilt nicht.

    Eine weiter wichtige Lektion: zu wenig Ressourcen für die angepackten Ziele. Ein Problem das sehr viele Start-ups haben. Ich kann aus leidvoller Erfahrung sprechen, zumal wir seit 5 Jahren selbst eine Plattform entwickeln. All die Jahre vorher, hatte ich keine Ahnung, was Softwareentwicklung bedeutet…

    Aber wenn die Plattform steht, die Marke von 100 (zahlenden) Kunden überschritten ist, fängt es an Spass zu machen :-)


2 Trackbacks

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    (25. Juni 2008 11:05)
  2. diary of a failed startup - freaky
    (26. Juni 2008 10:41)

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