Rekorder im Netz:
Fernsehaufnahmen gratis

Keine Lust, den Spielfilm am Wochenende zu verpassen? Aber keine Zeit und ein Festplattenrecorder ist zu teuer? Online-Video-Rekorder locken mit Angeboten. Doch es geht auch kostenlos.

Sie heißen Save.tv, Shift.tv und haben den DVD- oder Festplattenrecorder im heimischen Wohnzimmer abgelöst. Einziges Manko: Zeitversetztes Fernsehen ist noch nicht möglich. Die geplanten Aufnahmen müssen erst auf den PC runtergeladen werden. Die Plattform onlinetvrecorder.com bietet den Service sogar kostenlos an. Es ist nur eine Registrierung erforderlich.

Das Senderangebot beläuft sich auf 47 Sender. Neben den Hauptsendern sind auch die öffentlich-rechtlichen Spartensender, wie z.B. DZF Doku, aber auch die ausländischen Sender TRT, CNBC und BBC World gelistet.

Aufnahmen programmieren

Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Programmierung vorzunehmen. Zum einen gibt es einen elektronischen Programmführer, kurz EPG. Hier werden die Sendungen per Klick ausgewählt. Die zweite Möglichkeit ist eine manuelle Programmierung: Einfach Datum, Start- und Endzeit, Sender und Name der Sendung eingeben, fertig. Die Aufnahme lässt sich aber auch über eine SMS-Steuerung starten. Ein Webinterface für Handys wäre benutzerfreundlicher. Wenn man das Prinzip aber verstanden hat, lassen sich Filme auch von unterwegs aufnehmen.

Download der Aufnahmen

Die Filme werden direkt vom OTR-Server, von einem der diversen Mirrors oder Bit-Torrents herunter. Anschließend muss die Datei nur noch mit einem kostenlosen Decoder umgewandelt werden. Über eine Toolbar kann der Dekodiervorgang direkt aus dem Browser gestartet werden. Die Aufzeichnung liegt dann im MPG-Format vor. Die Umwandlung kann pro Aufzeichnung nur einmal vorgenommen werden. Der Rechner muss dabei online sein, damit abgeglichen werden kann, ob Sie diese Sendung zur Aufnahme programmiert hatten. So soll verhindert werden, dass ein reger Austausch der Aufzeichnungen stattfindet. Eine Stunde Filmmaterial hat eine Dateigröße von ungefähr 200 MByte.

Qualität

Die Auflösung beträgt 512 mal 384 Bildpunkte. Das ist völlig ausreichend für Nachrichtensendungen oder andere Informationssendungen. Bei Filmen können so Details unter Umständen zu pixelig dargstellt werden. Der Ton kommt in Stereo-2-Kanal.

Tipps

Das trafficintensive Angebot trägt sich durch Werbeeinblendungen. Downloads kann man sich durch Klicks auf Banner verdienen. Wem das zu mühselig ist, der nutzt einfach einige OTR-Spinoffs, wie z.B. otr-download. Über die Suchmaschine OTR-Search lassen sich Sendungen suchen. Auch ohne vorherige Aufnahme. Der Download erfolgt dann entweder direkt über Server oder über das Torrent-Netzwerk. So lässt sich die Plattform beinahe als Fernseharchiv nutzen. Die Tagsthemen gibt es immerhin bis zum 31.05 diesen Jahres zum Download. Bei fast 43 Terrabyte an Daten verständlich.

Fazit

Couchkartoffeln werden wohl eher zum Recorder unterm Fernsehgerät greifen. Dennoch: Die Aufnahmen lassen sich online leicht und schnell programmieren. Der Download vom Server läuft mit knapp 500 Kilobyte recht schnell. Für Menschen, die viel Zeit am Rechner verbringen, ist der Onlinerecorder die richtige Wahl.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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6 Kommentare

  1. Klaus
    schrieb am 24. Juni 2008 um 16:56 Uhr (#)

    Bei Save.TV ist zeitversetzes Fernsehen möglich – über Streaming. Dazu muss ich die Dateien auch nicht auf meinen Computer laden. Man benötigt natürlich eine halbwegs schnelle Verbindung, aber selbst bei mir funktioniert das mit einer DSL 2000-Verbindung. Einziges Manko: Zu Prime-Time-Zeiten kann’s schon mal ein paar Minuten dauern.

  2. mark
    schrieb am 24. Juni 2008 um 20:40 Uhr (#)

    Hab damit leider nur schlechte Erfahrungen gemacht bisher. Qualität war – wenn es denn geklappt hat – noch zu ertragen, aber oftmals wurden Aufnahmen nix (weil zu wenig Interesse anderer Leute da war und erst im Nachhinein bekannt gegeben wurde, dass im Prinzip nur Mainstream-Inhalte recordet werden). Andere Male ließ sich mehrmals ein Download nicht vollständig abschließen und meine Downloadberechtigungen waren dahin. Das kam mehrmals vor. Und mein letzter Versuch ist an nem aus irgendeinem Grund korrupten File gescheitert, das sich auch nicht dekodieren ließ. Insgesamt ein ziemlicher Reinfall.

    (bezieht sich auf onlinetvrecorder.com)

  3. KDB
    schrieb am 25. Juni 2008 um 11:44 Uhr (#)

    Also ich habe eine Cinergy 1200 DVB-S-Karte im PC, die mit der Terratec-TV-Software läuft. Damit ist sowohl zweitversetztes Fernsehen möglich als auch programmiertes Aufnehmen – ganz ohne Online-Getue und in der Qualität, die ich vorgebe. Die Aufnahmen lassen sich mit der Terratec-Software anschauen und mit jedem geeigneten Programm (Nero …) auch auf Silberlinge brennen.

  4. nordfischbaby
    schrieb am 27. Juni 2008 um 16:04 Uhr (#)

    Also ich nutze Onlinetvrecorder jetzt seit ca nem halben Jahr und bin begeistert. Zwar muss man sich am Anfang ein bißchen in die Technik “hineinfuchsen”, aber einmal verstanden klappt es super! Es gibt auch eine Archivfunktion in der aufgenommene Dateien gespeichert werden. Habe bestimmt 200 gute Filme, Serien und Dokus archiviert. Die Qualität der Aufnahmen ist im Durchschnitt gut und ich bin zeitlich nicht mehr an das TV-Programm gebunden.

  5. Hannes
    schrieb am 27. Juni 2008 um 18:44 Uhr (#)

    Vielleicht kommt das ja nur mir spanisch vor, aber weite Strecken des Berichtes wirken wie von diesem Test auf chip.de abgeschrieben:

    http://archiv.chip.de/art…d1=33105&tid2=0

  6. roloe
    schrieb am 13. September 2008 um 21:45 Uhr (#)

    OnlinetvRecorder ist an und für sich sehr gut. Qualität passt, mittlerweile sehr schnelle Mirrors und das mit den Dekodierungen ist auch nahezu fehlerfrei: ABER: Der einstmals kostenlose Dienst, der sich durch Bannerklicks und “freiwilligen” Spenden finanzierte, mutiert zu einem bezahlten Aufnahmeservice im Internet. Die vormals sehr praktische “Wishlist” steht nur noch dem zu Verfügung, der gezahlt hat. Insgesamt im Monat sind 17 Dekodierungen zulässig. Für weitere Möglichkeiten wird ständig auf den PREMIUM” Status verwiesen und beworben. Der kostet dann natürlich. Ist zwar nicht viel, aber trotzdem enttäuschend.

    OTV war mal ein echter Geheimtipp wenn es um Online Fernsehaufnahmen ging. Jetzt langt es, wenn man weiß, dass es ihn gibt.

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