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Trent Reznor und Musik online
Trent Reznor von der Rockband Nine Inch Nails in der New York Times über die aktuelle Situation der Musik in der Welt des Internets:
Mr. Reznor has no global solution for how to sustain a long-term career as a recording musician, much less start one, when listeners take free digital music for granted. «It’s all out there,» he added. «I don’t agree that it should be free, but it is free, and you can either accept it or you can put your head in the sand.»
Reznor, der wie Radiohead sein letztes Album kostenlos zum Download bereitgestellt hatte, ist allein schon mit dieser Erkenntnis ein ganzes Stück weiter als die Entscheidungsträger der Majormusiklabels. Denn nur weil einem eine Situation nicht gefällt, heißt es nicht, dass diese sich wieder ändert wenn man nur lang und laut genug ‘lalala’ singt.
Interessant auch Reznors Gedanken zu Saul Williams Album, das er mitproduziert hatte und das ebenfalls kostenlos online gestellt wurde. Für 5$ konnte man das Album in einer höheren Qualität beziehen.
Zunächst war Reznor enttäuscht, dass weniger als 20 Prozent der Leute die kostenpflichtigen Versionen der Songs erwarben. Aber schließlich kam ihm die Erkenntnis, dass Williams auf diese Weise immer noch sehr viel mehr verdient hat, als mit seinem vorhergehenden Album, das auf herkömmliche Weise distribuiert wurde.
«The numbers of the people that paid for that record, versus the people that paid for his last record, were greater,» he said. «He made infinitely more money from that record than he did from his other one. It increased his name value probably tenfold. At the end of the day, counting free downloads, it was probably five or six or seven times higher than the amount sold on his last record. I don’t know how you could look at that as a failure.»
Reznors Erkenntnis erinnert ein wenig an Kellys 1000-Fans-Prinzip. Ist die Masse an Leuten, die dein Produkt/Angebot/Brand kennen, erstmal groß genug, ist auch die Teilmenge der Zahlungswilligen größer, als es sie mit der althergebrachten herkömmlichen Distribution wahrscheinlich jemals gewesen wäre. Internet macht’s möglich.
» Music – Trent Reznor’s Frustration and Fury – Take It. It’s Free. – NYTimes.com
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Mal abgesehen davon, dass 20% zahlende Kunden bei dem Modell gar nicht so wenig sind liegt das eigentliche Kapital bei solchen Aktionen in der PR. Radiohead haben bei ihrem neuen Online-Release auch nur einen Bruchteil der pro-Sale-Eträge der vorherigen Alben erzeugt, aber der Hype, den sie damit in den Medien generiert haben ist unbezahlbar..