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Habermas und das Internet

Marcel Weiss, 5. Juni 2008 08:40 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Beim Perlentaucher gibt es eine Replik auf Jürgen Habermas’ Essayband “Ach, Europa”, der vor ein paar Monaten erschien. Darin äußerte sich Habermas besonders kritisch über die aus seiner Sicht starke Fragmentierung der Öffentlichkeit im Netz in desorganisierte Teilöffentlichkeiten, für die Habermas aktuell keine Heilmittel sieht.

Im Perlentaucher geht der Autor auf die Potentiale und bereits heute aktiven Mechanismen des Internets ein.

Das Internet schafft eine neue Informationslogistik von Aussage-, Filter- und Synthesemechanismen. Im Ergebnis bewegt sich das Mediensystem weg vom Prinzip des kleinsten gemeinsamen Nenners hin zu mehr persönlicher Relevanz.[..]

Es entsteht eine Gesellschaft, die sich daran gewöhnt, ihre Diskurse auf ganz unterschiedlichen, vernetzten Plattformen zu führen – eine multiagorale Gesellschaft.

Sehr lesenswert.

» Robin Meyer-Lucht: Habermas, die Medien, das Internet (via netzpolitik.org)

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2 Kommentare

  1. Daniel Thomaser
    schrieb am 5. Juni 2008 um 10:52 Uhr (#)

    Das ist ja mal etwas leichtes zum Frühstück ! =)

    Am schönsten fand ich eigentlich:

    Die positive Einlassung auf das Internet, die Habermas geschrieben hätte, wenn er dreißig Jahre jünger wäre,[...]

    Damit ist eigentlich alles gesagt

  2. Schreibt hier auf dem Blog Marcel Weiss
    schrieb am 7. Juni 2008 um 19:16 Uhr (#)

    Ja, die Formulierung fand ich auch toll. :)

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