Frust bei amerikanischen VCs: Im zweiten Quartal diesen Jahres ging
nicht eine einzige VC-finanzierte Firma an die Börse. Liegt das nur am schwachen Finanzmarkt? Oder haben die VCs einfach auf die falschen Themen gesetzt?
Das waren noch Zeiten: In den Jahren 1999 und 2000 trauten sich pro Quartal bis zu 90 neue Firmen, die mit Venture Capital gestartet waren, an die amerikanischen Börsenplätze. Und diese Bubble-Zeiten waren nicht mal so ungewöhnlich. In den ganzen neunziger Jahren lag die Zahl fast immer irgendwo zwischen 20 und 80 Börsengängen pro Quartal.
Und heute? Im gerade ablaufenden Quartal gab es nicht einen einzigen IPO einer VC-finanzierten Firma. Null. In den letzten 30 Jahren kam das noch nie vor. Das ist schon eine ziemlich dramatische Entwicklung, denn schon seit der Krise 2001 lag die IPO-Quote um vieles niedriger als in der Dekade zuvor. Und aktuell scheint der IPO-Markt für Startups ganz geschlossen zu sein.
Was steckt hinter dieser zunehmend dramatisch werdenden Exit-Krise? Für Startups ist diese Frage essentiell, denn wenn die Geldgeber ihre Beteiligungen nicht mehr lukrativ verkaufen können, werden sie auch weniger Geld in junge Firmen stecken. Haben wir es nur mit einer kurzfristigen Delle zu tun, oder steckt mehr dahinter?
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Auf kooptech schreibt Thomas Wanhoff über die missliche Lage der Onlineangebote der Verlage, künstlich aufgeblasene PageImpressions und die Rückständigkeit der Werbewirtschaft:
Dann kam der Wettbewerb im Internet, und plötzlich musste man auf der IVW-Liste weit oben stehen. PIs statt Auflage. Gut, dass es Bildergalerien gibt.[..]
Es gibt keine Monetarisierung von PIs. Warum: Zum einen weil die Werbewirtschaft schläft. Es ist den meisten zu mühsam, sich mit RSS und solch technischem Kram zu beschäftigen. Solange Klick per View den Kunden zufrieden stellen, muss man doch nicht an anderer Stelle tätig werden.
Über das irrationale Verhalten der Werbetreibenden dem Internet gegenüber hatten wir vor geraumer Zeit ausführlich berichtet.
Der Text auf kooptech ist Teil eines längeren Features zum Thema zielgruppenspezifisches Online-Marketing, die Übersicht dazu hier. Wanhoff bringt dort in den Kommentaren nochmal auf den Punkt, warum die bildergaleriegestützte Inflation der Onlinewerbung aktuell strukturell funktioniert:
Weil sie in Auflage denken: Die wurde printmäßig ebenso geschönt wie jetzt die PIs. Und Wergeagenturen machen da natürlich mit, weil es einfacher ist eine Kampagne für die Masse laufen zu lassen als sich Gedanken über kleine Zielgruppen zu machen.
» KoopTech » Werbung in Zeiten des Web 2.0 - oder warum Verlage auch im Internet noch drucken
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Heute möchten wir Euch ein paar kleinere, aber interessante Dienste aus dem deutschen Sprachraum vorstellen:

Floka ist ein neues, recht interessantes, Flohmarkt-Mashup aus Darmstadt, auf dem Benutzer Dinge, die sie nicht länger benötigen, deren Verkauf aber unrentabel wäre, in die Plattform einstellen und mit Geodaten, einer kurzen Beschreibung und gegebenfalls einem Preis annotieren können. Der Fokus liegt bei Floka aber auf der sinnvollen Weiterverwendung von zu Verschenkendem. Auf einer ganzflächigen Map, das User-Interface von Floka legt sich gewissermassen immer über diese Karte, kann man gezielt nach Gegenständen suchen, oder in den Dingen, die im eigenen Einzugsgebiet angeboten werden, stöbern.
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Social Networks, allen voran Facebook, integrieren verstärkt Funktionen, die bisher von Startups als Einzelprodukt angeboten wurden. Die Zeit junger Webanbieter ohne einen hinreichend eigenständigen Service könnte damit bald vorbei sein.
Seit einigen Wochen beschäftigt mich die Frage, ob die Zeit für “klassische” Web-2.0-Startups, wie man sie in den letzten drei bis vier Jahren zu Tausenden sah, bald abgelaufen sein könnte. Hintergrund meiner Überlegung ist die Tatsache, dass führende Social Networks immer mehr Funktionen integrieren, die bisher von unterschiedlichsten Anbietern als einzelne Services bereitgestellt wurden. In der Folge existieren für die User der Netzwerke verringerte Anreize, auch noch bei anderen Diensten aktiv zu sein.
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Youtube kündigte gestern die Ausweitung seines Partnerprogramms auf Deutschland an. Wir schauen uns an, was Youtube unabhängig von diesem Programm alles anreiztechnisch richtig macht. Im Gegensatz zum deutschen Konkurrenten Sevenload.
So schnell kann’s gehen: vor drei Tagen haben wir auf Bertram Gugels lesenswerte Analyse zur Monetarisierbarkeit von YouTube und anderen Videoportalen in Deutschland verwiesen, und gestern kündigt YouTube nun die Ausdehnung des Partnerprogramms auf Deutschland und Frankreich an.
Zur Erinnerung: In seinem Artikel beschreibt Bertram Gugel sehr schön die Zurückhaltung von YouTube im Platzieren von Bannern und die fast völlige Abstinenz von sonstigen Werbemitteln. Anders als hiesige Anbieter vermarktet YouTube neben einigen Verwertungs-Specials nur Übersichtsseiten und die Kanäle von Partnern.
Während man Bertrams Umsatzprognosen wohl nur ein wenig nach oben adjustieren muss, ist und bleibt YouTube für Google ein formidables Verlustgeschäft und ist eher als strategische Investition zu verstehen. Immerhin: es geht um die Platzhirschschaft bezüglich der Zukunft des Bewegtbildes, so verändert dieser Zug einen anderen nicht zu unterschätzenden (aber in Überlegungen und Bewertungen oft ausgeklammerten) Faktor enorm: die Motivation der User hochwertigen (oder besser: auf der Plattform funktionierenden) Content zu produzieren.
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Zwei neue Mashups bringen Tatorte auf die Map. Mordort sammelt reale und fiktive Morde aus Deutschland; CrimeBlips sammelt auch weniger schwerwiegende Verbrechen aus Berlin.
Eines der ersten und bekanntesten (und in der Folge mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete) Google Maps Mashups ist ChicagoCrime.org, vor einiger Zeit umbenannt in EveryBlock. Seit Mai 2005 werden dort akribisch alle in Chicago bekanntgewordenen Verbrechen registriert und sind auf die unterschiedlichsten Kriterien hin durchsuch- und visualisierbar. Alleine in den letzten 30 Tagen etwa wurden mehr als 27.000 Delikte (die meisten zum Glück keine Schwerstverbrechen) aufgenommen.
Gut Ding braucht Weile, doch unlängst sind in Deutschland zwei artverwandte Projekte an den Start gegangen:
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“Eat your own dogfood” bedeutet “Benutze Deine eigenen Produkte”. Ein guter Ratschlag.
Nach dem letzwöchigen Massenexodus an Managern (unter anderem verliesen die Gründer von flickr und del.icio.us Yahoo) ist Yahoos Reorganisation im vollen Gange. Und die Webcommunity schaut genau hin, wer bei den beliebten Diensten die Führung übernimmt -und ist ab und an irritiert.
Bei flickr etwa übernimmt Tapan Bhat das Ruder, der zumindest in der öffentlichen, sozialen Komponente des Fotosharingdienstes für sich keinen Nutzen sieht:
The first executive Flickrstream that I wanted to check out was the Flickr photostream of the immediate executive in charge of Flickr. Under today’s new re-org that new executive is Tapan Bhat. The only problem is that when you do a search for Tapan Bhat on Flickr you find no Flickrstream at all. Best I can tell, Bhat doesn’t use the service publicly, even though he’s in charge of it.
According to Yahoo’s Vice President of Corporate Communications, Jennifer Stephens Acree, Bhat does in fact have a Flickr account and has used it for many years. According to Acree though it’s just a “private” account.
Andere Yahoo-Manager, wie Dietzen, hosten ihre Bilder gleich bei der Konkurrenz.
Durchaus legitim. Die alles entscheidende Frage ist aber nun: Wie kann das Yahoo-Management wissen, was zu tun ist, wenn sie ihre eigenen Produkte nicht ausgiebig nutzen und dementsprechend gut kennen?
So the question I’m left with is, if Yahoo execs are not really using Flickr in a Web 2.0 sort of way personally, can we really expect them to understand the tremendous innovation that Flickr represents for Web 2.0 in general?
» Thomas Hawk’s Digital Connection: Do Yahoo Executives Really “Get” the Whole Idea of Flickr and Web 2.0?
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Microsoft übernimmt laut Venturebeat die Suchmaschine Powerset für eine Summe in der Größenordnung von 100 Millionen $.
Wie Matt Marshall auf Venturebeat schreibt, hat Microsoft zugestimmt, Powerset zu erwerben und wird dies nächsten Monat bekanntgeben.
Powerset basiert auf einer Technologie, welche eine funktionierende semantische Suche, beziehungsweise Suche mit ‘natürlicher Sprache’ verspricht. Das heißt, man gibt eine Frage ein, wie man sie auch einem Mitmenschen stellen würde, und erhält im Idealfall die korrekte Antwort auf diese Frage.
Aktuell ist Powerset zwar öffentlich zugänglich, allerdings werden nur Wikipedia-Artikel durchsucht. Die aktuelle Powerset-Seite ist also nicht mehr als ein Showcase.
Die Frage nach dem Erfinder des Telefons etwa beantwortet Powerset korrekt. Google spuckt aber bei gleichem Wortlaut ebenfalls das korrekte Ergebnis aus.
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Facebook führt Kommentare für Einträge des Minifeeds ein.
Ab sofort können alle Items in Facebooks Minifeed kommentiert werden. Der Minifeed ist der Feed der Aktivitäten auf dem eigenen Profil.
Neben jedem Item befindet sich jetzt eine Sprechblase:

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Twitter und andere Tools sind mittlerweile des öfteren schneller im Verbreiten von (wichtigen) Nachrichten als Nachrichtenagenturen. Für Nachrichtenmacher können sie zu einer wertvollen Quelle von frühen Informationen werden.
Das schnelle, oft unbedachte Verbreiten von eben erst gelesenen Nachrichten birgt aber auch einige Gefahren: Hoaxes, falsche Gerüchte und dergleichen können sich so in Windeseile verbreiten und Eigenleben bekommen.
So geschehen gestern in den USA. Da wurde eine gefakete Seite ernstgenommen und der vermeintliche Tod eines Prominenten verbreitet:
In seconds, a rumor can be launched, whether true or not, and hit thousands. If those thousands then, in turn, repost your note, you’ve got a rapidly snowballing mess to deal with.[..]
Whether you’re writing a blog post or entering something on Twitter, it absolutely makes sense to take a cue from traditional media and check your facts.
Think before you tweet.
» louisgray.com: Smart People, Stupid Tweets. Fake News Spreads Fast on Twitter.
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