Facebook oder Google – wer ist wirklich böse?
Die Emotionen rund um Ankündigungen der großen sozialen Netzwerke MySpace und Facebook sowie des Internetriesens Google hin zu mehr Offenheit und Portabilität der Nutzerdaten kochen hoch. Während Facebook sich entschieden hat, Googles neuen Dienst Friend Connect zu blockieren, bezeichnet Harvard-Blogger und Querdenker Umair Haque das von Mark Zuckerberg geführte Unternehmen als “böse”. Nick O’Neill von allfacebook sieht das dagegen ganz anders.
Was meint ihr? Ist Facebook böse, weil es sich nicht von Google die Butter vom Brot nehmen lassen will? Oder ist Google der Spitzbube, der selbst gar nicht so offen ist, es aber von anderen erwartet? Eure Meinung zählt!
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Foto via Flickr/riptheskull
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.



























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Die nehmen sich beide nix. Die sammeln beide Informationen über die User.
Die wollen beide überleben und die hohen Gewinne einfahren. Die sind beide nur kapitalistisch ausgelegt.
Wenn kleine Startups “erwachsen” werden riecht das grosse Geld eben doch mehr, als sich darauf zu besinnen wo man herkam und wer einen so erfolgreich lassen haben wurde (die User natürlich!).
Wisst schon…
Ist doch klar – beide verhalten sich inakzeptabel und verdienen kein Vertrauen.
:)
Ist wie überall: Solange man Underdog ist (Google) ist man cool, wenn’s dann Mainstream ist finden’s auf einmal alle scheisse. Wenn jeder ein iPhone hätte wäre das auch scheisse.
Früher im Hiphop fanden die Leute einen Track der Limited Edition war auch immer saucool, wenn der dann offiziell released wurde fanden die gleichen Leute den plötzlich scheisse *g*
Du sagst es.
Da ist wohl etwas wahres dran, ich kenn das vor allem aus der Musik. Da finden die Leute Lieder auf einmal schlecht, nur weil die in den Charts gelandet sind. Scheiß Kommerz und so ;)
Martin: Kleiner Tipp: http://www.polldaddy.com. Deren Umfragen nerven auch nicht mit “Registrier Dich bitte”.
Google ist böse. Warum? Weil sie von heute auf morgen mit ihrem “Friend Connect” daher kommen, was außer Google niemanden irgendwas bringt. Ich versteh auch gar nicht, warum die sich da einmischen… Die haben mit dem ganzen Kokolores doch gar nichts am Hut. Stattdessen möchten sie gerne den nächsten Quasi-Standard schaffen, um weiterhin ein Stück vom Kuchen zu haben… Nene, ich mag Google nicht mehr.
Keiner .. weil beide nur die Informationen sammeln, welche ihnen die User geben.
Jeder bestimmt selbst, wieviel er von sich preisgeben will.
Also ich kann auch weder Facebook noch Google als böse einordnen, da sie nur mit den Daten arbeiten, die man ihnen überantwortet hat.
Aber die Fragestellung des Blogposts finde ich interessant, da sie einer nichtigen Diskussionen versucht mehr Bedeutung zuzuschreiben. Ist es wirklich relevant, wer wie “böse” ist?
Es wird der Dienst überleben, der sich am weitesten öffnet und den Benutzern den meisten Nutzen bringt.
Ich glaub, es stellt sich nicht die Frage, welcher Dienst überlebt – Google, Facebook und MySpace werden diese Geschichte alle überleben, fragt sich nur, wer sich dabei am besten verkauft und wer mit Blessuren zu rechnen hat. “Böse” ist relativ – wenn man denkt, sie sind böse, weil sie die ihnen zur Verfügung gestellten Daten monetarisieren möchten, dann sind sie wohl alle böse…In dem Sinne, in dem ich böse verstehe, ist daher keiner wirklich böse. Ich werte das Theater gerade eher als Positionierungsgerangel, bevor es richtig losgeht.
Das “böse” darf man in der Tat nicht wortwörtlich nehmen. Interessantes Resultat aber bisher. 48 Prozent finden, dass beide böse sind.
@ Philipp
Danke, hatte lediglich Toluna gefunden, aber auch schon gemerkt, dass es keine optimale Lösung ist.
Ich schließe mich der Meinung vieler an, beide sind nicht das Gelbe vom Ei! Google will sowieso nur Macht ;-)
Es verwundert mich doch ein wenig, auf welcher Basis in dieser Thematik diskutiert wird.
Der Böse, der Gute… ich glaube, dass gerade in dieser Frage viele Leute eine sehr einseitige Sicht der Dinge haben. Man kann nicht auf der einen Seite nach Web 3.0 mit Semantik Web, personalisierten Suchergebnissen und einer globalen Vernetzung aller Freunde schreien, auf der anderen Seite aber einen Web 0.0 Datenaustausch verfechten. Auch wenn das scheinbar vielen Leuten entgeht… Profiling ist DAS Web2.0 Stichwort, weit vor Tagging, Blogging und was weiß ich alles. Und die Leute, die da am lautesten schreien, sind dann diejenigen, die Ihre Bookmarks bei Mr Wong hochladen und eine Stunde später mit Ihrer Payback-Karte beim DM bezahlen und dort ein astreines Kundenprofil abliefern ;)
Versteht mich nicht falsch – ich bin sicher auch kein Verfechter von Geldmacherei mit Kundendaten… aber wer in Zukunft keine Daten mehr von sich preisgeben will, der sollte vielleicht besser seinen Netzwerkstecker ziehen. Es ist kein Geheimnis, dass Firefox 3.0 alle Browsingdaten kontinuierlich an Mozilla übermitteln wird, dass jede Googleabfrage mit der IP-Adresse gespeichert wird, dass Amazon euch Einkaufsvorschläge aufgrund der letzten Einkäufe macht, dass last.fm euch interessante Musik aufgrund eurer anderen mp3s vorschlägt, dass die Verbindungen alle Freunde und Freundesfreunde in Communities registriert werden – egal ob bei Xing oder Studi-VZ.
Sorry Leute, das ist die Zukunft ob das gefällt oder nicht… und natürlich birgt das ganze ein gewisses „Gefahrenpotenzial“ aus Datenschutzsicht. Aber bevor jetzt bei jedem neuen Dienst der Exorzist gerufen wird, muss man sich auch klarmachen, ob man auf die Benefits verzichten will… oder, im Hinblick auf alle Web3.0 Wünsche, auch kann…
P.S. Habt ihr hier nicht auch gerade alle eure E-Mail-Adresse angegeben, um einen Post machen zu können? ;)
Bei beiden geht es um viel Geld. “Böse” und “gut” spielen hier keine Rolle.
Wahrscheinlich den meisten schon bekannt, aber als ergänzender Lesetipp:
http://netzwertig.com/200…ingtons-its-my-data/