Interview mit Nick Carr, Teil 2:
Gefangen im Netz

Steffan Heuer, 24. April 2008 um 13.56 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Technologie-Kritiker Nicholas Carr über den Aufbau der Computer-Kraftwerke von Morgen und ihre unangenehmen Ausstrahlungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.

Interview: Steffan Heuer

Steffan Heuer verfolgt als USA-Korrespondent des deutschen Wirtschaftsmagazins brand eins in San Francisco Innovationen rund um Ökonomie und Technologie. Er konzentriert sich auf Themen an der Schnittstelle von alter und neuer Wirtschaft.
Seine Berichte und Analysen erscheinen ausserdem regelmaessig in der MIT Technology Review Deutschland und in The Economist.

Steffan blogt unter http://humaneskapital.typepad.com

Teil 1 des Interviews hier

Wie wird dieser Wandel die Arbeitswelt verändern?

Wer in einer IT-Abteilung arbeitet, kümmert sich vor allem um Routine-Wartungsarbeiten. Diese Jobs werden drastisch reduziert werden oder verschwinden. Dafür gibt es künftig ein paar wenige Experten, die Kapazität mit den Versorgern aushandeln oder am optimalen Informationsfluss entwerfen. Für viele Angestellte wird sich kaum etwas ändern. Es wird ihnen wie eine natürliche Evolution vorkommen, wenn ihr Umgang mit Software einfacher und flexibler wird. Viele Menschen haben sich an Webdienste schon Zuhause und an der Schule gewöhnt.

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Linkwertig:
Die Zukunft von APIs

Marcel Weiss, 24. April 2008 um 10.50 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

APIs und Plattformen werden die nächsten Jahre zu den wichtigsten Wachstumsmotoren des Netzes gehören. Der Start des API von Facebook letztes Jahr war erst der Anfang. Gerade die Plattform von Facebook zeigt, welche Möglichkeiten künftig in APIs liegen werden. Oder: Twitter als weiteres Beispiel, das bekanntlich zu 50% über sein API genutzt wird.

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Videocommunity bendecho zeigt, was neue YouTube-Schnittstelle kann

Martin Weigert, 24. April 2008 um 9.00 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

bendecho

Man stelle sich vor, RTL würde seine Produktionsräume und -ausrüstung sowie seine Sendeinfrastruktur kostenlos Sat.1 überlassen, das damit einen Film produziert, ihn auf Sat.1 zeigt und RTL das Recht einräumt, innerhalb des Programmes in begrenztem Maße Werbung zu schalten. Etwa diese Tragweite hat die Mitte März vom weltweit führenden Videoportal YouTube bekannt gegebene Entscheidung, mit dem Start diverser neuer Schnittstellen (API) Drittanbietern unter anderem den direkten Videoupload von einer externen Seite zu ermöglichen. Webservices stellt die Google-Tochter auf diesem Weg kostenlos ihre Infrastruktur zur Verfügung. Im Gegenzug erhält YouTube Werbefläche in den hochgeladenen Clips und steigert die Zahl über die eigene Seite abrufbarer Videos. Die Münchner Videocommunity bendecho macht sich als meines Wissens nach erster Dienst in Deutschland YouTubes neue APIs zunutze und zeigt am praktischen Beispiel, was mit ihnen angestellt werden kann. » weiterlesen

Microsoft Live Mesh:
Wär’s nur nicht von Microsoft

Marcel Weiss, 24. April 2008 um 0.19 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

livemeshAuf der Web2.0 Conference in San Francisco hat Microsoft seinen neuen Dienst Live Mesh vorgestellt. Damit sollen sich künftig Dateien, Settings und Applikationen über Rechner hinweg synchronisieren lassen.

Die aktuelle Beta zum offiziellen Start von Live Mesh ist auf 10.000 registrierte Beta-Nutzer beschränkt. Die Accounts dafür waren recht schnell vergeben. Für die kostenlosen Basisaccounts stellt Microsoft 5GB Speicherplatz zur Verfügung. Diese lassen sich dann von überall erreichen und zum Speichern der zu synchronisierenden Daten verwenden.

Was ist daran so besonders?

Synchronisationsmöglichkeiten gibt es mittlerweile viele. Für Firefox verwende ich zum Beispiel seit langer Zeit das Addon Foxmarks um meine Lesezeichen auf dem Laptop und dem Desktop-PC zu synchronisieren.

Das Besondere an Live Mesh ist nun, dass es verspricht, alles zu Synchronisierende an einer Stelle zu vereinen. Und mit alles ist wortwörtlich alles gemeint.

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Interview mit Nick Carr, Teil 1:
Gefangen im Netz

Steffan Heuer, 23. April 2008 um 14.29 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Der bekannte Technologie-Kritiker Nicholas Carr über den Aufbau der Computer-Kraftwerke von Morgen und ihre unangenehmen Ausstrahlungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.

Interview: Steffan Heuer

Steffan Heuer verfolgt als USA-Korrespondent des deutschen Wirtschaftsmagazins brand eins in San Francisco Innovationen rund um Ökonomie und Technologie. Er konzentriert sich auf Themen an der Schnittstelle von alter und neuer Wirtschaft.
Seine Berichte und Analysen erscheinen außerdem regelmäßig in der MIT Technology Review Deutschland und in The Economist.

Steffan bloggt unter http://humaneskapital.typepad.com

Mr. Carr, vor ein paar Jahren sorgten Sie in Hightech-Kreisen für Furore, weil Sie die These aufstellten, Informationstechnologie sei irrelevant. Ihr neues Buch trägt den doppeldeutigen Titel “The Big Switch.” Die Welt wird neu verdrahtet, schreiben Sie, und das sei “unser digitales Schicksal.” Haben Sie ein Aha-Erlebnis am Computer gehabt?

Keineswegs. Es ging mir um die Frage, ob Informationstechnologie einem Unternehmen einen entscheidenden strategischen Wettbewerbsvorteil verschafft. Die Antwort lautete nein. Da Computer und Software zu allgemein erhältlichen Werkzeugen geworden sind, die jede Firma benutzen kann, sind die meisten IT-Investitionen nötig - aber sie verleihen niemand kritischen Vorsprung. Jetzt gehe ich einen Schritt weiter und beschreibe einen Wandel, der unsere Gesellschaft und Volkswirtschaft grundsätzlich umkrempelt - als ob man einen gewaltigen Hebel, eben einen Big Switch umlegen würde. Rechenleistung oder Computing finden nicht mehr intern statt, etwa in meinem PC oder im Rechenzentrum einer Firma, sondern wird zu einer Versorgungsleistung wie Strom oder Wasser, die über das Internet ausgeliefert wird.

Wo liegen bitte die Parallelen zwischen einem Stromerzeuger oder Wasserwerk und dem Internetriesen Google?

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Microsoft’s Mesh:
das Web als zentraler Platz für das digitale Leben

Martin Weigert, 23. April 2008 um 12.54 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Vor einigen Stunden hat Microsoft enthüllt, woran hunderte Entwickler um CTO Ray Ozzie zwei Jahre lang getüfftelt haben: Mesh. Der Dienst, der unter dem Live-Markendach angesiedelt ist und in einer Tech Preview-Version heute für 10.000 Tester online ging (alle Testaccounts sind mittlerweile weg), soll nach den Vorstellungen der Redmonder zu einer zentralen Plattform im Web werden, über die Nutzer verschiedenste Geräte miteinander synchronisieren und verwalten sowie deren Inhalte mit anderen teilen können. Nach dem offiziellen Start wird es mit Mesh möglich sein, Inhalte zwischen unterschiedlichsten Computer, Smartphones, ja selbst Spielkonsolen, Festplattenrekordern und digitale Videorekordern auszutauschen. Während die Installation der Mesh-Testapplikation momentan lediglich auf Geräten mit Windows XP, Vista und Windows Mobile funktioniert, ist langfristig auch eine Unterstützung von Mac OS und andere Betriebssystemen vorgesehen. » weiterlesen

Linkwertig:
Diskussion um Rich Internet Applications

Marcel Weiss, 23. April 2008 um 10.20 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Rich Internet Applications (RIA) sind in aller Munde. Mathew Gertner, Mitgründer des mittlerweile eingestellten Allpeers und jetzt Mitarbeiter bei Mozilla, fasst in einem Posting auf seinem Blog die jüngsten Diskussionen rund um RIAs mit Links zu den jeweiligen Artikeln zusammen.

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Rise of the Machines – der zunehmende Einfluss der Technologie

Martin Weigert, 22. April 2008 um 20.53 Uhr, 12 Kommentare Kommentare

Rise of the MachinesAls das Marktforschungsunternehmen Millward Brown gestern seine Liste der wertvollsten Marken der Welt veröffentlichte, bezeichnete die Financial Times dies laut heise online als “Rise of the Machines” – der Aufstieg der Maschinen. Das Blatt bezog sich dabei auf das ausgezeichnete bis gute Abschneiden zahlreicher Technologie-Firmen im dem einmal jährlich zusammengestellten Ranking. Neben Google, mit 86 Milliarden Dollar die teuerste Marke der Welt, versammeln sich IT- und Technologiemarken wie Microsoft, IBM, Apple, Nokia, HP, Cisco, Intel, Blackberry, Amazon, AT&T, Yahoo sowie eBay in der Hitliste. Die meisten konnten ordentlich an Wert zulegen. Tech-Firmen profitieren wie nie zuvor von der weltweit zunehmenden Nutzung und Bedeutung des Internets, von dadurch neu entstehenden, globalen Märkten und von der Verschmelzung der Informationstechnologie mit Medien und Telekommunikation. » weiterlesen

Google lanciert bald Open Social Gadgets

Markus Spath, 22. April 2008 um 19.52 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Google hat die meisten Entwicklungen im sozialen Web lange Zeit verschlafen. Nicht zuletzt mit der nun kommenden Sozialisierung von iGoogle-Widgets mit dem Support der OpenSocial-API kann Google Terrain gegenüber Facebook und Co. zurückgewinnen.

Wenn man die Entwicklung von Google – das Produktportfolio, die Akquisitionen und was sie daraus gemacht haben, usw. – betrachtet, wird deutlich, dass Google in Belangen rund um das soziale Web öfter kein besonders gutes Händchen bewiesen hat.

Zwar hat der eigentliche Gründungsakt von Google, die Einführung von PageRank, eine gewisse soziale Komponente (vergesst von Redakteuren qualitätskontrollierte Verzeichnisse, vergesst immer verfeinertere Verfahren zur Textanalyse, um zu besseren Suchergebnissen zu kommen, wichtiger ist zu berücksichtigen, wie viele andere Seiten verlinken und wie viele andere Seiten auf die verlinkenden Seiten verweisen), aber ansonsten blieb Google allen sozialen Entwicklungen gegenüber lange Zeit eher indifferent, und verhielt sich durchaus tölpelhaft, wenn sie denn aktiv wurden.

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Werbung auf Social Networks:Sand im Getriebe?

Andreas Göldi, 22. April 2008 um 15.02 Uhr, 16 Kommentare Kommentare

Social Networks wie MySpace, Facebook und StudiVZ sind das Werbemedium der Zukunft — wenn man den Betreibern und Investoren dieser Dienste glauben darf. In der Realität lässt der Erfolg aber noch sehr zu wünschen übrig.

Eigentlich müssten Social Networks ja wirklich ein prima Werbemedium abgeben. Kaum eine andere Art von Website weiss so viel über ihre Benutzer und — praktisch per Definition — so viel über die sozialen Kontakte dieser User. Das müsste eigentlich der Traum jedes Werbers sein, denn dank solcher Information kann man Werbung kaum perfekter auf die richtigen Zielgruppen zuschneiden.

Doch die Realität sieht bisher ziemlich enttäuschend aus. Nachdem Facebooks vielgehypte Werbestrategie sich schon Ende letzten Jahres als Rohrkrepierer herausstellte, folgte auch bei Noch-Marktführer MySpace schon bald die wirtschaftliche Ernüchterung: Das Network verfehlte seine Umsatzziele offenbar kürzlich deutlich, und der Verkaufschef von MySpace musst gehen. Google, das noch im Jahr zuvor einen teuren Werbedeal mit MySpace gemacht hatte, beklagte sich öffentlich über die Probleme mit der Monetarisierung. Heute bekam MySpace einen neuen Verkaufschef, der die Sache endlich drehen soll. » weiterlesen

 
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