Dok.Fest in München:
Ein Klavier, ein Klavier!

Ole Reißmann, 30. April 2008 11:39 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Ein Fest für Filmfreunde: In München wird heute Abend das Dokumentarfilm-Festival “Dok.Fest” eröffnet. An den darauffolgenden sieben Tagen werden über 60 Filme gezeigt.

Dok.Fest 2008 Wer sich für Dokumentarfilme begeistert, hat es nicht gerade leicht. Die wenigen Kopien der Filme tingeln erst Monate durch die Festival-Welt, verschwinden oftmals in Archiven und irgendwann später tauchen die Filme dann verstreut pötzlich im Nachtprogramm eines öffentlich-rechtlichen Senders auf. Der Name des Münchner Festivals “Dok.Fest” greift also nicht zu hoch: Es ist ein Fest, über 60 Dokumentationen an sieben Tagen gezeigt werden. Also auf nach München und zusammen mit den erwarteten 13.000 Zuschauern ins Kino – denn in nächster Zeit laufen in Deutschland nur vier der gezeigten Beiträge auf der Leinwand.

Unter anderem stehen folgende Filme auf dem Programm:

  • Up the Yangtze: Vier Millionen Menschen müssen dem Drei-Schluchten-Damm in China weichen. Braucht es noch mehr Worte?
  • Note by Note – The Making of Steinway L1037: Ein Klavier, ein Klavier – und was für eines. Ben Niles zeigt die Handwerker hinter- und die Künstler vor dem Instrument.
  • Draußen bleiben: Alexander Riedel begleitet zwei Teenies aus München-Harras. Wie das eben so ist, abhängen in der Großstadt. Bis die Polizei kommt.
  • The Gates: Trost für alle, die nicht Christo und Jeanne Claudes orangene Tore im New Yorker Central Park sehen konnten. Vermutlich wie ein kühles Pils auf der Leinwand und nicht in echt – aber immerhin bekommt man, hier passt die Phrase, “eine Idee”.
  • Die Seele aber wird allein in der Wüste gewaschen: 83 Minuten, 27 Rundum-Schwenks. Dietrich Schubert zeigt Tunesien ohne Kommentar und Musik – ein sperriges wie schönes Format.

Nur eine kleine Auswahl aus dem Programmheft – diese Filme würde ich gerne sehen. Falls jemand noch andere Tipps oder Favoriten hat, gerne mehr in den Kommentaren.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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