Mister Wong-Macher kaufen Lifestream.fm

Martin Weigert, 28. April 2008 14:51 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Während sich Lifestreaming, also das Aggregieren von Aktivitäten bei unterschiedliche Web-2.0-Diensten auf einer Seite, in letzter Zeit angeführt vom Erfolg von FriendFeed zu einem populären Trend entwickelt hat, gab es bisher noch keinen deutschen Anbieter mit einem ernstzunehmenden Engagement in diesem Bereich. Einige Wochen, bevor ein junger Webunternehmer mit dem FriendFeed-Klon FreundeFeed an den Start gehen möchte, haben die Macher des Social-Bookmarking-Portals Mister Wong heute die Übernahme von Lifestream.fm für eine nicht genannte Summe bekannt gegeben.

Bei Lifestream.fm können User ihre Aktivitäten von mehr als 45 Onlinediensten aggregieren und gleichzeitig das Treiben ihrer Freunde und Bekannten im Web im Auge behalten. Mashable nahm den Dienst Anfang April genauer unter die Lupe und stellte fest, dass er sich optisch und von der Struktur her sehr eng an Twitter anlehnt – etwas zu sehr für den Geschmack von Mashables Adam Ostrow. Entwickelt wurde Lifestream.fm von Xavier Larrea. Dieser ist bei Mister Wongs Mutterfirma construktiv kein Unbekannter: Der Ecuadorianer hat bereits websnapr und pixer.us auf die Beine gestellt und anschließend an construktiv veräußert.

construktiv plant, Lifestream.fm mittelfristig bei Mister Wong zu integrieren, was sich je nach Umsetzung als interessante Ergänzung des Social-Bookmarking-Konzeptes erweisen könnte. Ebenfalls geplant ist eine deutschsprachige Version sowie die Unterstützung weiterer Web-2.0-Anbieter.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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5 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Heiko

    schrieb am 28. April 2008 um 18:48 Uhr (#)

    Also ich weiß nicht… FriendFeed, Twitter, Lifestream.fm…
    Ich kann dem ganzen Zeug nichts abgewinnen.
    Ich wüsste zu gern, wer die Zeit und Muße hat, sowas zu verfolgen.
    Es fällt mir auf alle Fälle schwer, zu glauben, dass ein erwachsender Mensch der bei vollem Verstand ist sowas verfolgt.

  2. silvio jähnke

    schrieb am 28. April 2008 um 19:32 Uhr (#)

    Ich kann mir das auch nicht vorstellen, aber anscheinend gibt es diese Nachfrage.
    Und wenn ein Markt vorhanden ist, gibt es Nutzer, Interessenten und zum Schluß auch Käufer.

  3. ikonos

    schrieb am 28. April 2008 um 22:22 Uhr (#)

    Also es gibt genug Leute, die sich die Vorabend Soaps im Fernsehen ansehen und da am “Leben” anderer teilhaben.

    Wenn du jetzt noch mehr als sonst am Leben deiner Freunde teilhaben kannst usw…. meint ihr nicht, dass es da genug Leute gibt, die das machen würden?

  4. Thomas Huhn

    schrieb am 30. April 2008 um 12:52 Uhr (#)

    Ich möchte deutlich wiedersprechen, daß es keinen deutschen Anbieter mit ernstzunehmendem Engagement im Bereich Lifestreaming gibt: lifestrea.ms ist ein englisch-sprachiges Projekt der Solution Media GmbH aus Kaiserslautern / “Good Old Germany” und bereits seit 17. November in “Closed Beta” am Markt.

    lifestrea.ms ist somit sogar im internationalen Vergleich nicht nur einer der ersten Lifestreaming-Services, sondern vom Feature-Set her auch einer der umfangreichsten.

    Die begeisterten Berichte der internationalen Presse sprechen für sich (siehe hier), ebenso wie die Einladung zu O’Reillys Social Graph Foo Camp Anfang Februar als einer von 100 “Trendsettern”. Damals war von Me2-Produkten wie lifestream.fm nocht nichts zu sehen.

    Warum englisch-sprachig? Nun, obige Kommentare zeigen deutlich, daß der deutsche Markt für Lifestreaming-Services noch nicht reif ist, selbst für die wesentlich einfacher zu verstehenden, zahlreichen Twitter-Clones (sozusagen die Vorstufe von Lifestreaming) war das deutsche Publikum ja noch nicht zu begeistern.

    lifestrea.ms erscheint in Kürze in einer Beta 2 Version und wird dann für eine größere Zahl an Usern verfügbar sein. Anfragen zur Beta-Teilnahme gerne an beta [at] lifestrea [dot] ms

  5. Martin Weigert

    schrieb am 30. April 2008 um 13:21 Uhr (#)

    Hi Thomas, danke für den Hinweis.


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