Facebook macht ersten Schritt zum Lifestreaming
Was im Februar als Gerücht kursierte, hat sich nun bewahrheitet: Facebook öffnet seinen Newsfeed für Aktionen, die Mitglieder außerhalb des Social Networks durchführen. Laut Facebook Blog können User ab sofort ihre Aktivitiäten bei Flickr, Yelp, Picasa und del.icio.us im eigenen Mini- und Newsfeed von Facebook anzeigen lassen. Dazu müssen sie auf den Import-Link oberhalb des Minifeeds klicken und anschließend ihren Benutzername zum jeweiligen Dienst angeben. Eine Unterstützung von Digg und weiteren Services folgt in Kürze.

Welche Bedeutungen ein solcher Schritt für Facebook, seine Nutzer sowie für Lifestream-Aggregatoren wie FriendFeed haben könnte, lest ihr in meinem Posting vom Februar.
Update 17. April: Seit heute wird auch Digg unterstützt.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.



















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Frage mich nur, warum man so zögerlich bei den Services ist. Nur vier zum Start?
Aber ich glaube nicht, dass es FriendFeed sehr schaden wird. FF hat sich ja mittlerweile vom Lifestreaming-Aggregator hin zum allumfassenden Aggregator für alles und jeden mit unmittelbaren Kommunikationsmöglichkeiten hin entwickelt.
Nee vorerst sehe ich da auch keine große Gefahr. Viel hängt sicher auch von den Services ab, die Facebook hinzufügt.
So neu finde ich diesen Service nun nicht. Schon vor dieser “offizielen” Importfunktion war es möglich, Informationen von anderen Diensten (z.B.: Twitter, WordPress) via FB-Applikation in den Mini-/News-Feed einzufügen.
Die Möglichkeit bestand, ja. Nicht jeder der großen Seiten hatte aber bisher eine Applikation, und nicht jede Applikation einer Drittseite zeigt all das an, was man auf dieser Drittseite an Aktivität hat.
Sehr praktisch für Datensammler wie Herr Schäuble. Alle Infos an einem Ort, da spart man sich doch Online-Durchsuchung und Stasi-Spitzel.
Karsten, du hast es geschafft, fast alle polarisierenden Reizworte in einer einzigen Zeile unterzubringen.
ja, unglaublich :-)
ich bin ja auch auf FriendFeed und Facebook und Co, aber solche Dienste haben auch immer wieder einen etwas unangenehmen Beischmack. Aber einen persönlichen Rückzug aus dem Web 2.0 würd ich trotzdem nicht machen.
Die strategische Richtung ist also ziemlich klar: Mann will die eigene Kundschaft nicht an FriendFeed verlieren! Da bestand offenbar Handlungsbedarf…
Polarisieren Worte wie Schäuble, Datensammler, Stasi-Spitzel und Online-Durchsuchung wirklich?
“Der Ausdruck Polarisierung bezeichnet den Prozess des Auseinanderdriftens zumeist zweier völlig entgegengesetzter Positionen”
Das würde ja bedeuten, dass diese Reizworte bei irgend einer Bevölkerungsgruppe auch positiv besetzt sind ;)
Jaja whatever ;)
Mal im Ernst. Welchen Mehrwert bietet es denn zu wissen, dass XY Film AB gekauft hat, sonstwer sein Profilbild geändert hat oder zehn Einladungen zu sonstwie sinnlosen Applikationen geschickt hat. Die ganze Aggregation bietet doch keinerlei Nutzen, ausser der Bekämpfung der Angst etwas zu verpassen. Ansonsten produziert das Ganze doch nur Redundanz. Bitte widersprechen, würde mich sehr interessieren.
Grüße
J
Schwierig zu widersprechen. Wenn das deine Überzeugung ist und du keine Lust auf das Empfangen derartiger Informationen hast, dann ist das so. Ich glaube, jeder handhabt die Selektion und Konsumtion von Informationen anders.
@Jörg: Wer in zwischenmenschlicher Kommunikation einen “Mehrwert” sucht widerspricht sich selbst
@Daniel: Genau da habe ich meine größten Zweifel. Entspricht eine automatisch generierte, nicht von mir verlangte Nachricht zwischenmenschlicher Kommunikation. Meiner Meinung nach handelt es sich bei der ganzen Aggregation um einen vollkommenen Irrweg. Wenn ich zu jemandem Kontakt haben will, dann mache ich das direkt. Aber nicht durch einen Feed, der mir sagt “XY hat Buch YZ gekauft”. Interaktion ist etwas grundlegend anderes.
@Jörg: Ein Foto, Buch oder auch ein Blogeintrag erzeugt in der Regel auch keinen direkten Kontakt und kommuniziert trotzdem. Letztendlich definiert sich der Mensch vorwiegend über das Handeln und dies kann sich auch über einen Feed kommunizieren.
Aber, who cares? Kommunikation ist eh subjektiv ;o)
Die strategische Richtung ist meiner Meinung nach völlig richtig dabei. Über die Auswahl der vier Dienste für den Anfang lässt sich streiten, aber Lifestreaming (damit hab ich heute ein neues Lieblingswort entdeckt!) ist ein guter Weg für ein SN, zusätzliche Klicks und zusätzliche Kommunikation im Network zu schaffen.
@joerg: Was man wissen muss, ist so eine Sache. Mit der Fragestellung ließe sich leicht der Sinn von Social Networks dieser Art überhaupt hinterfragen. Was man in das eigene Profil einträgt, teilt man auf diese Weise seinen Freunden auch mit. Push statt pull.
Klar möchte nicht jeder alles wissen, mit steigender Zahl an Kontakten erst recht nicht mehr. Doch da hat facebook doch schon jetzt die Filter, die in Zukunft (mit zunehmender Informationsflut) bestimmt noch feiner justiert werden können — ist aber jetzt schon gut!
Sinnlose Applikationen: Ich frage mich schon, wie viel Zeit manche Menschen totschlagen müssen.