Die Schlacht um Yahoo beschrieben in drei Sätzen

Martin Weigert, 10. April 2008 17:31 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Microsoft YahooDie Übernahmeschlacht zwischen Microsoft und Yahoo scheint in ihre Endphase zu gehen. Nachdem Microsoft seinem Objekt der Begierde kürzlich ein Ultimatum gestellt hat und sich zur Realisierung des Ziels einer Akquisition von Yahoo nun mit Rupert Murdochs News Corp. verbünden will, sucht Yahoo weiter nach Wegen, Microsofts Klauen zu entkommen und scheint dabei zu allerlei Experimenten bereit zu sein. Neben dem Testen einer Werbekooperation mit Google wird angeblich auch über einen Teilzusammenschluss mit AOL nachgedacht. Stan Schroeder von Mashable bringt dass etwas unübersichtlich und wenig koordiniert wirkende Treiben der “vier Großen” (Microsoft, Yahoo, Google, AOL) in drei Sätzen sehr treffend auf den Punkt:

Yahoo is basically defending from the Microsoft bid by doing all the things they never ever wanted or planned to do, and Microsoft is trying to spend all their cash reserves to acquire a tired giant. And another tired giant, AOL, is trying to get in on the action although it’s not entirely clear how the hell could an AOL-Yahoo merger ever be a good thing. Google might be a winner here simply because they don’t really offer anything to anyone, they’re merely picking up the pieces from Yahoo’s trainwreck.

Auch der Rest von Schroeders Artikel ist äußerst lesenswert. Während die vier Unternehmen mit ihrem Kräftemessen in seinen Augen nur Zeit verschwenden, sieht er bereits irgendwo zwei junge Typen in einer Garage, die an etwas arbeiten, was die etablierten Player ordentlich in Bedrängnis bringen wird. Wer das wohl sein wird?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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7 Kommentare

  1. Daniel Thomaser
    schrieb am 10. April 2008 um 17:45 Uhr (#)

    Auf Techcrunch war das ganze auch schon sehr schön zusammen gefasst zu sehen:

    Yahoo gegen Mircosoft

    =)

  2. Martin Weigert
    schrieb am 10. April 2008 um 19:07 Uhr (#)

    Hehe na mal sehen, ob am Ende dann doch alle getrennte Wege gehen…

  3. Jan S.
    schrieb am 10. April 2008 um 19:27 Uhr (#)

    Das geht echt schon so lange hin und her, dass ich gar keine Lust mehr habe mir was zu dem Thema durchzulesen. Das Video spiegelt das wirklich köstlich wieder ^^

  4. J. Schmidt
    schrieb am 10. April 2008 um 19:29 Uhr (#)

    Den Aspekt der Zeitverschwendung würde ich noch einmal hinterfragen. Bei der jeweiligen (Markt)Stellung von bspw. Google (Suma, Adwords) und Microsoft (Desktopsoftware) ist Mergers and Acquisitions eine veritable Wachstumsstrategie. Dass es auf dieser Ebene keine ad-hoc Aktionen gibt, das ist doch klar.

  5. Markus
    schrieb am 10. April 2008 um 20:43 Uhr (#)

    was auch nochmal meine These unterstreicht, dass für Google alles Wert erzeugt ;-)

  6. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 11. April 2008 um 10:05 Uhr (#)

    @ J. Schmidt, das Ding ist halt, dass mit zunehmender Unternehmensgröße diese Prozess immer langwieriger und die Konzerne damit schwerfällger werden. Selbst ein Genie der perfekten Unternehmensorganisation wie Google stellt diese vor eine große Herausforderung.

    @ Markus
    Diese These gilt imo nur so lange, wie es mit AdWords gut läuft. Ich bestreite nicht, dass all die kostenlosen Google-Dienste Wert erzeugen, aber es ist sicher nicht der effizienteste Weg, dies zu tun. Derzeit kann sich Google einen lockeren Umgang mit seinen finanziellen Ressourcen ganz einfach erlauben.

  7. Oliver Springer
    schrieb am 13. April 2008 um 23:44 Uhr (#)

    Zum letzten Absatz:
    Vielleicht sollten die großen Player lieber versuchen, diese Garage aufzuspüren. Durch Übernahmen zu wachsen, ist nicht falsch, gerade Zukäufe kleiner Unternehmen können sich lohnen und wenn es sich nicht lohnt in manchen Fällen, ist auch nur wenig Geld verloren.

    Bei den Summen, um die es bei der Yahoo!-Übernahme geht, habe ich kein gutes Gefühl. Yahoo! ist eine Größe im Internetgeschäft, doch wodurch rechtfertigt sich ein Kauf um jeden Preis? Investitionen müssen sich doch rechnen. Das sehe ich bei diesen Summen nicht.

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