Nette Idee:
Gründerszene wird Quasi-Presseportal für das Web 2.0

Martin Weigert, 9. April 2008 16:50 Uhr, 9 Kommentare Kommentare

GründerszeneGründerszene, das 2006 von Spreadshirt-Gründer Lukasz Gadowski gestartete Portal und Blog rund um die deutsche Startup-Szene, hat sich einem Relaunch unterzogen und dabei aus einem inflationär eingesetzten Konzept eine recht innovative Idee entwickelt: Das neue Gründerszene wird nicht mehr nur News und Berichte rund um deutsche Webstartups veröffentlichen, sondern fungiert ab sofort auch als Nachrichtenportal für von Lesern und Unternehmen eingetragene Meldungen, natürlich inklusive Votingfunktion. Was im ersten Moment vielleicht zum Gähnen anregt, ist in Wirklichkeit eine gute Idee: Bereits jetzt finden sich eine Reihe interessanter Pressemitteilungen aus dem Web-2.0-Sektor im frisch gestarteten Newsbereich der Gründerszene.

Bisher veröffentlichen Startups ihre Meldungen an verschiedensten Stellen im Web (openPR.de, PresseBox.de etc.). Eine zentrales Presseportal für Webanbieter aus Deutschland fehlt bisher. Gründerszene könnte diese Lücke füllen. Abzuwarten bleibt, wie das Gründerszene-Team mit den regelmäßig auftauchenden Interessenkonflikten umgehen wird: Gadowski und seine Kollegen sind selbst sowohl aktiv als auch passiv bei zahlreichen Startups involviert.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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9 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Oliver Springer

    schrieb am 9. April 2008 um 17:49 Uhr (#)

    Das sieht richtig gut aus!

    Grundsätzlich bin ich skeptisch, wenn der soundsovielte Dienst einer Art gestartet wird. Doch die Kombination und dann die thematische Fokussierung ber Gründerszene überzeugen. Da schau ich jetzt öfter vorbei.

  2. Cem Basman

    schrieb am 9. April 2008 um 20:04 Uhr (#)

    Ich finde die neue “Gründerszene” zwar technisch gut gemacht, aber ich verstehe nicht ganz, was das innovative an einer Website ist, die redaktionelle Beiträge mit Presseerklärungen der Unternehmen mischt, über die an anderer Stelle in der gleichen Website auch berichtet wird, zumal, wie du ja selber richtig sagst, auch noch mit einigen von ihnen ausserdem nicht unmassgebliche Beteilungen des Hauptinvestors betehen. Das relativiert doch die Aussagen von “Gründerszene” erheblich. Das klingt eher nach einer gutverpackten PR-Kanone. Schade bischen.

  3. Martin Weigert

    schrieb am 9. April 2008 um 20:26 Uhr (#)

    Das mag sein, und vielleicht wird sich das ganze auch als völlig unbrauchbar heraustellen. Ich habe mir aber schon immer ein “Presseportal” ausschließlich für Meldungen rund um das Web 2.0 gewünscht, von daher bin ich grundsätzlich erst einmal positiv eingestellt.

  4. Brian Griffin

    schrieb am 9. April 2008 um 22:15 Uhr (#)

    Cem: Wieso schade? Im Grunde ändert sich doch nichts. Ist ja nicht so, dass Gründerszene bisher durch kritische Blogeinträge aufgefallen wäre.

  5. peter neubauer

    schrieb am 10. April 2008 um 08:21 Uhr (#)

    alles schoen und gut, nur startete die newsmeldung ueber absolventa gestern mittag gegen
    12:56 Uhr und hatte um 13:02 bereits 17 stimmen, waehrend alle anderen bei 0 starten muessen.
    17 wurde wahrscheinlich gewaehlt, weil die sellaband meldung bereits 16 Stimmen hatte und man
    die absolventa news wohl gerne ganz oben gehabt hat. die 17 positiven stimmen hat die meldung
    sicher nicht in 6 minuten abgeraeumt, wenn andere meldungen im schnitt insgesamt nur 2 bis 3
    bekommen.

    fazit: theoretisch eine gute idee, aber dies sollte weiter beobachtet werden, denn wenn die
    das wiederholt mit ihren eigenen meldungen so machen, dann bitte auch darueber berichten,
    weil das ist einfach nur pfui!

  6. Martin Weigert

    schrieb am 10. April 2008 um 08:59 Uhr (#)

    Peter, danke für den Hinweis. Das wäre in der Tat schade, wenn es nur darum ginge, die eigenen PM nach oben zu spülen.

  7. Michael Franzkowiak

    schrieb am 10. April 2008 um 14:33 Uhr (#)

    Hallo zusammen,
    bevor uns böser Wille unterstellt wird, möchte ich dieses Geschehen mal aufklären:
    Das Voting-System funktioniert in seiner derzeitigen Form nicht. Das “aktive” Voten per Klick erfordert zu viel Userinteraktion und wird zu selten ausgeführt. Wir stellen daher so schnell wie möglich auf das einfache Zählen von Klicks um.
    Da nicht ausreichend viel gevotet wird/wurde, war es ein leichtes, die Absolventa Meldung mit wenigen Klicks nach oben zu bringen. Ja, einige vom Gründerszene-Team haben auch mit gevotet, aber wir haben keine Votes “manipuliert”. Die kritische Masse ist einfach in der derzeitigen Form nicht da, weshalb wir - gerade um solche “Dummheiten” in Zukunft zu vermeiden - das System wie oben beschrieben umstellen werden.
    Wir wissen doch auch, dass das ganze nur funktionieren kann, wenn es ein sauberes und transparentes System ist. Wäre die Aktion gestern mit Absicht geschehen, hätten wir uns ja einige Stunden nach dem Relaunch selbst ins Knie geschossen.

    Ich hoffe, Montag das neue System fertig zu haben, bis dahin müssen wir leider noch mit dem derzeitigen Vorlieb nehmen. Für weitere Ideen, Kritik, Anregungen sind wir offen und dankbar :-)

    Viele Grüße,
    Michael

  8. Martin Weigert

    schrieb am 10. April 2008 um 15:44 Uhr (#)

    Danke für das Update. Mal sehen, wie sich die Messung der Klicks auf das Ranking der News auswirken wird.

  9. Jan-Philip Ziebold

    schrieb am 15. April 2008 um 14:34 Uhr (#)

    ich glaube hier passt meine Info bezüglich Unterstützung ganz gut hin, also:

    Wo Bedarf an finanzieller Unterstützung und/oder Kooperationen besteht, kann sich gern an mich wenden, meine Werbeagentur unterstützt immer mal wieder gute Projekte mit verschiedenen Aktionen…

    Einfach Kontakt aufnehmen: DZ-Media Verlag GmbH – Werbe-/Mediaagentur für Direktmarketing: 0800 39 63 34 2 oder kontakt@dz-media.de . Optimal zuerst eine E-Mail mit groben Informationen schicken, dann wird abgewogen ob es interessant ist und ob man generell zusammenpasst - dann wird entscheiden ob nähere Gespräche lohnen oder nicht.
    Grüße, Jan-Philip Ziebold


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