Facebook schiebt Applikations-Spam Riegel vor

facebook_logo.gifFragt man aktive Facebook-Mitglieder, was sie am meisten an der Plattform stört, so gehören Klagen über “Application-Spam” zu den am häufigsten genannten Kritikpunkten. Dass Facebook-Freunde einen mit Einladungen zu teilweise nutzlosen Applikationen bombardieren, kann sich je nach Anzahl und “Experimentierfreudigkeit” der Kontakte zu einer richtigen Plage entwickeln. Meist sind es nur einige wenige Personen aus der Kontaktliste, die für den nicht abreißenden Strom an Einladungen verantwortlich sind. Mit einer neuen Funktion lässt sich diesem Problem nun leicht ein Riegel vorschieben: Ab sofort findet sich unter jeder Applikations-Einladung eine Option, mit der man zukünftige Installationsaufforderungen von dieser Person blockieren kann. Wer sich die Mühe macht und bei seinen “Problemkontakten” dieses Feature benutzt, für den ist das leidige Thema Applikations-Spam vermutlich für immer passé.

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Screenshot via allfacebook

Facebook versucht schon seit geraumer Zeit, mit kleineren Limitierungen und Einschränkungen für Entwickler dem in den Augen vieler User zunehmenden Nerv-Potenzial von Applikationen etwas entgegenzusetzen. Das Bestreben, knapp ein Jahr nach dem Start der Entwicklerplattform die anfänglichen Freiheiten der mittlerweile über 20.000 Anwendungen zu begrenzen, ist klug.

Nachdem die Euphorie über die installierbaren Apps verflogen ist und Mitglieder diesen gegenüber kritischer und selektiver werden, möchte Facebook mit der neuen Funktion verhindern, dass User dem Social Network aufgrund zu vieler Anfragen den Rücken kehren oder sich zumindest weniger oft einloggen. Die Änderung ist sicherlich keine gute Nachricht für Anbieter, die mit Applikationen bei Facebook vertreten sind. Um mit einem sozialen Netzwerk aber langfristig Erfolg zu haben, bedarf es zufriedener Mitglieder. Facebooks Schritt trägt dem Rechnung.

Siehe auch
Verdacht: Facebook startet Kampagne, um studiVZ-Mitglieder abzuwerben

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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2 Kommentare

  1. Oliver Springer
    schrieb am 6. April 2008 um 22:52 Uhr (#)

    Sinnvolle Sache — sinnvoll auch, den Wünschen der User zu entsprechen.

    Ohne irgendwie meine Aussagen relatvieren zu wollen:

    Was ich mich bei solchen Meldungen immer frage, ist: Muss man Freunde haben, die einen regelmäßig mit solchen Dingen nerven?

    Und: So eine Filterfunktion wünschen wir uns auch für das Real Life! ;-)

  2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 6. April 2008 um 22:58 Uhr (#)

    Hehe gute Frage. Ich hatte es auch schon einmal in einem anderen Beitrag ähnlich beschrieben: Wer zu viele App-Einladungen erhält, sollte nicht Facebook oder die Applikationen dafür verantwortlich machen sondern seine Freunde.

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