Reporter über Reportagen

Jetzt anmelden: Das Reporter-Forum lädt zu einem Workshop nach Hamburg ein. Journalisten vom Spiegel, der Zeit, Geo, brand eins, Stuttgarter Zeitung und der Agentur Zeitenspiegel geben ihr Wissen weiter.

Journalistin
Schließlich schreiben (Bild Bombardier)

Der Fahrstuhl fährt nur bis in den elften Stock, danach geht es über eine kleine Treppe weiter, vorbei an einem Bild Rudolf Augsteins. Hamburg, Spiegel-Hochhaus, 12. Stock. Der Große Konferenzsaal. Hier soll am 23. Mai stilvoll der zweite Workshop des Reporter-Forums beginnen. Am Freitag und Sonneband gibt es in 18 Workshops Tipps für die Reporter-Praxis und gute Reportagen. Moderiert und geleitet werden die Workshops von bekannten Journalisten. Die Teilnehmer sind ausdrücklich eingeladen, ihre eigenen Reportagen mitzubringen – gerade auch, wenn sie noch nicht ausgefeilt und fertig zum Druck sind. Seit heute 10 Uhr kann man sich für die Veranstaltung anmelden.

Das noch recht junge Reporter-Forum will die deutschsprachige Reportage fördern. Ariel Hauptmeier (Geo), Stephan Lebert (Zeit) und Cordt Schnibben (Spiegel) haben es im März 2007 gegründet – und nicht etwa von praxisfernen Institutionen mit Gewinnorientierung oder politischen Stiftungen. Gefördert wird das Forum von der Rudolf-Augstein-Stiftung. Ähnlich wie das netzwerk recherche vergibt auch das Reporter-Forum ein Recherche-Stipendium.

Aus der Einladung zum Workshop 2008:

Wie im vergangenen Jahr wollen wir über Texte diskutieren. Aber es gibt eine Neuerung. Es sollen nicht ausschließlich preisgekrönte, “perfekte” Reportagen im Mittelpunkt des Interesses stehen, sondern auch Texte, die mit einigen Kniffen noch besser werden können. Ein erfahrener Reporter wird diese Arbeiten gemeinsam mit den Autoren und den Teilnehmern der Workshops besprechen.

Im vergangenen Jahr hatte der Reporter-Workshop nach eigenen Angaben mehr als 200 Teilnehmer. Auf der Webseite sind diverse Workshops als Audio-Mitschnitt abrufbar. Darunter, um nur einige wenige zu nennen, Alexander Smoltczyk und Klaus Brinkbäumer vom Spiegel und Stefan Willeke von der Zeit. Auch Benjamin von Stuckrad-Barre berichtet, sehr eigenwillig und erheiternd, von seiner Arbeit als Reporter.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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